Robin Benzing im Interview18. März 2020

Robin Benzing, Kapitän der Nationalmannschaft und Spieler bei Casademont Zaragoza in der spanischen ACB, ist derzeit von der Aussetzung des Spielbetriebes bis zum 26. April 2020 betroffen. Er steht wie die gesamte Mannschaft unter häuslicher Quarantäne. Wir haben ihn in Saragossa für ein paar kurze Fragen erreichen können.

Wie geht es dir und deiner Familie aktuell?
Uns geht es gut. Wir hatten ja in Madrid gespielt und in Madrid wurde ein Spieler positiv getestet. Deswegen ist die ganze Mannschaft hier in Saragossa in häuslicher Quarantäne.

Wie ist die Situation bezüglich des Corona-Virus in Saragossa?
Allgemein ist in Spanien Ausgangssperre. Man sollte also nur raus, wenn man zum Einkaufen muss oder zur Arbeit und für das Allernotwendigste. Saragossa ist eine kleine Geisterstadt geworden, aber das ist die richtige Maßnahme, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

Wie ist dein Tagesablauf?
Ja, wie ist der Tagesablauf? Man muss schon sagen, es ist wirklich sehr monoton. Wenn man wirklich zuhause bleibt, dann fällt einem die Decke so ein bisschen auf den Kopf. Unsere Kleine (die bald dreijährige Tochter Ainhoa – Anm. d. Red.), die darf nicht raus, darf nicht in den Kindergarten, kann nicht mit der Babysitterin spielen, also, es ist eine ganz neue Situation. Aber auch eine sehr schöne für mich, da ich endlich mal viel Zeit mit der Familie verbringen kann, das ist wirklich ein Plus.

Wie hältst du dich fit? Gibt es irgendeine Form von Training beim Klub?
Wir haben ein paar Programme geschickt bekommen von unserem Verein, ganz simple Videos, einfach, dass du da zuhause Cardio-Programme machen kannst ohne Equipment. Dann renne ich hier ein bisschen in der Wohnung rum und bewege mich. Also nichts Besonderes, nur um ein bisschen fit zu bleiben. Wir haben auch ein paar Core-Exercises bekommen.

Planst du jetzt nach Deutschland zu kommen?
Erst einmal müssen wir jetzt abwarten, bis wir unsere häusliche Quarantäne hinter uns haben, dann müssen wir als Mannschaft noch ein paar Tage zuhause bleiben. Mal sehen, was der Klub dann sagt. Die Liga wurde unterbrochen bis zum 26. April, das ist ja eine halbe Ewigkeit. Wir müssen mal schauen, ob wir zusammen trainieren werden oder nicht nach unserer Quarantäne. Wir wissen es nicht genau, alles steht in den Sternen. Wir warten jetzt ab, was passieren wird und was der Klub entscheidet. Ich glaube nicht, dass es nach Deutschland geht, weil die ganzen Ausreise- und Einreisebedingungen jetzt sehr verschärft worden sind. Es ist alles ein bisschen schwierig. Ich glaube, die gesamte Situation ist wirklich extrem für das gesamte Land, für die gesamte Welt, das ist wirklich ziemlich heftig, wenn man das so sagen kann. Wir müssen wirklich auf uns aufpassen und deshalb ist es wichtig, dass die Leute zuhause bleiben und damit den Virus einzuschränken. Passt auf euch auf!

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