DBB-Herren schlagen Australien28. August 2019

Gelungene Generalprobe für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Herren vor dem Beginn des FIBA Basketball World Cup 2019 in China (World Cup-Spielplan, 1. September gegen Frankreich, 3. September gegen Dominikanische Republik, 5. September gegen Jordanien, alle WM-Spiele live und kostenlos bei MargentaSport). Im letzten Testspiel gewann die Auswahl von Bundestrainer Henrik Rödl heute in Jiangmen gegen Australien, das bei der WM hoch gehandelt wird. Am Ende hieß es 74:64 (24:14, 21:15, 17:14, 12:21) aus deutscher Sicht. Noch in der Nacht nach dem Spiel kehrt die deutsche Mannschaft in den Vorrundenspielort Shenzhen zurück.

Ohne den weiterhin geschonten Maodo Lo trat das DBB-Team an. Rödl schickte zu Beginn wie zuletzt Dennis Schröder, Ismet Akpinar, Paul Zipser (Foto oben), Maximilian Kleber und Daniel Theis aufs Parkett. Schröder zeigte gleich zweimal seine Klasse und Theis „stopfte“ (6:5, 3.), beide Team hatten aber noch so ihre Anpassungsschwierigkeiten. Bei einem Monsterdunkversuch von Kleber blieb der Foulpfiff aus, kurz später punktete Zipser per „and one“ zum 13:12 (7.). Die rund 5.000 Zuschauer in der 8.000 Zuschauer fassenden modernen Arena sahen Danilo Barthel und Robin Benzing, die auf 17:12 erhöhten (8.). Johannes Voigtmann (Foto unten) netzte einen weiten Dreier, Auszeit Australien (20:12). Deutschland arbeitete bis dahin stark beim Rebound und in der Defense. Voller Selbstvertrauen traten die ING-Korbjäger auf, Benzing punktete zum 24:14 mit der Sirene.

Die NBA-Stars der Australier, Patty Mills (San Antonio Spurs), Joe Ingles (Utah Jazz), Aron Baynes (Phoenix Suns, ehemals Oldenburg) und Matthew Dellavedova (Cleveland Cavaliers), waren bis dahin gut unter Kontrolle. Voigtmann zeigte sich in Wurflaune und war wieder von weit draußen erfolgreich (27:16, 11.). In einer etwas ungewöhnlichen Atmosphäre – während der gesamten ersten Hälfte lief eine immer gleiche Hintergrundmusik – war die DBB-Auswahl auch nach 13 Minuten weiter vorne (29:21, Dunk Barthel). Deutschland hielt physisch dagegen und hatte einen bärenstarken Voigtmann in den Reihen (33:21, 15.). Australien fand das offenbar nicht so toll, es wurde etwas ruppiger. Schröder erhöhte per Dreier auf 36:21 (16.), Kleber netzte ebenfalls von „downtown“, es lief rund für die deutsche Mannschaft (41:26, 18.). Australien konnte bis zum Seitenwechsel einige leichte deutsche Fehler nicht zur Resultatsverbesserung nutzen (45:29).

Die Australier, die vor wenigen Tagen Team USA vor über 50.000 Zuschauern in Melbourne besiegt hatten, versuchten es mit größerer Härte, die die Schiedsrichter nicht immer ahndeten. Deutschland dominierte (49:29, Kleber, 51:29, Dunk Theis, 22.), die Duelle wurden immer „intensiver“. Die DBB-Auswahl blieb ruhig, ließ sich nicht provozieren und spielte weiter (53:32, Zipser, 24.). Die Partie war jetzt häufig unterbrochen. Australien erhöhte den Druck in der Defense, hatte aber offensiv viel zu große Probleme mit dem Gegner, um in dieser Phase ein Comeback anstreben zu können. Das DBB-Team war weiterhin in jedem Passweg, ließ aber auch hin und wieder Chancen liegen (56:40, 27.). Mills traf per Dreier und Deutschland musste aufpassen. Auf die Verteidigung konnte sich das Rödl-Team allerdings meist verlassen, sodass nach drei Vierteln ein deutlich zweistelliger Vorsprung Bestand hatte (62:43).

Baynes verkürzte per Dreier auf 62:46 (31.) und ein „and one“ von Dellavedova bedeutete das 62:49 (32.), wieder war Konzentration gefragt. Noch einmal punktete „Dellie“, Deutschland wackelte. Schröder traf beruhigend zum 64:51 (33.), doch das Team von „down under“ blieb jetzt dran. Schröder kassierte sein viertes Foul, Barthel machte ganz wichtige Punkte. Mills´ nächster Dreier fiel zum 66:56 in den deutschen Korb (35.), es wurde brenzlig. Australien kam auf 66:58 heran (36.), Deutschland gab jetzt einige wichtige Rebounds ab und verlor Schröder mit dem fünften Foul (36.). Die Punkte von Kleber an der Freiwurflinie taten sehr gut, vier Minuten noch auf der Uhr. Theis´Block kam genau zur richtigen Zeit, Niels Giffey stellte an der Freiwurflinie auf 70:58 (37.). Akpinar verwandelte kurz später ein Theis-Anspiel zum 72:58, eine Vorentscheidung schien gefallen. Allerdings schied auch er mit fünf Fouls aus, Isaac Bonga durfte ran und traf einen Freiwurf (73:62, 38.). Noch immer wehrten sich die Australier, aber an diesem Tag ohne Erfolg.

Stimmen
Johannes Voigtmann:
Ich habe direkt am Anfang gut getroffen. Es ist immer gut, wenn man so ins Spiel reinkommt. Ich bin einfach froh, dass es so gut geklappt hat und dass wir vor allem in der ersten Hälfte so gut gespielt haben. Das Spiel zählt aber eigentlich gar nicht. Wir haben zwar gegen eine Mannschaft gespielt, die Frankreich sehr ähnlich ist, wie sie bestimmte Situationen verteidigt. Wir können da sicher einige Sachen mitnehmen, aber auch noch vieles besser machen. Wir haben jetzt gesehen, wie tough das Niveau bei der WM physisch sein wird und haben den Test ganz gut bestanden. Aber wir dürfen jetzt nicht denken, dass wir schon irgendwas gewonnen haben.“
Henrik Rödl:Wir sind heute gegen eine Mannschaft angetreten, von der wir wussten, dass sie sehr physisch auftreten wird. Es ist ein bisschen eskaliert im dritten Viertel, aber ich finde, dass wir das sehr gut gehandelt haben. Für einen kurzen Moment haben es die Schiedsrichter etwas außer Kontrolle geraten lassen. Dann hat sich alles gefunden und ich finde, dass wir in vielen Phasen gut ausgesehen haben. Die Australier können wahrscheinlich besser spielen und besser treffen, aber wir haben es ihnen schwer gemacht und eine gute Generalprobe gezeigt.“

Für Deutschland spielten:
Dennis Schröder (Oklahoma City Thunder/NBA, 15), Isaac Bonga (Washington Wizards, 2), Ismet Akpinar (Besiktas Istanbul, 4), Andreas Obst (ratiopharm ulm), Robin Benzing (Basket Zaragoza/ESP, 4), Paul Zipser (FC Bayern München, 10), Niels Giffey (ALBA BERLIN, 2), Johannes Thiemann (ALBA BERLIN), Danilo Barthel (FC Bayern München, 10), Maximilian Kleber (Dallas Mavericks/NBA, 11), Daniel Theis (Boston Celtics/NBA, 6), Johannes Voigtmann (ZSKA Moskau/RUS, 10).

 

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