DBB-Herren im Ausland 2019/20 – Update 419. November 2019

Beim Rückblick auf die vergangene Woche unserer DBB-Herren im Ausland haben wir dieses Mal eine große Zahl an starken Vorstellungen beobachtet. Sowohl in der NBA als auch in Europa haben die Deutschen überwiegend überzeugt. Und einer davon ganz besonders:

Die Superlative überschlugen sich für den jungen Power Forward aus Berlin: Moritz „Moe“ Wagner durfte sich über seine „career night“ freuen. Beim 137:116-Erfolg seiner Washington Wizards bei den Minnesota Timberwolves brachte es der Deutsche in nur 25 Minuten auf sensationelle 30 Punkte (13/15!) und 15 Rebounds, dazu noch zwei Assists. Auf solche Werte hatte es in dem Alter noch kein Bankspieler gebracht. Wagner blieb aber gewohnt nüchtern, die Gefahr des Abhebens tendiert gen Null. In der Partie durfte auch Isaac Bonga kurz ran (Drei Min., drei Pkte, 1/1). Zuvor hatte es für die Wizards ein 133:140 gegen die Boston Celtics gesetzt. Wagner war „normal“ unterwegs (18 Min., zwölf Pkte, 2/6, zwei Reb., ein Ass., drei Bv.), ebenso wie beim 121:125 gegen die Orlando Magic (20 Min, zwölf Pkte, 5/8, drei Reb., drei Ass., ein Bv.). Bonga blieb jeweils auf der Bank. Washington liegt im Osten auf Platz 14 (3:8).

Schon bessere Wochen hat Dennis Schröder bei den Oklahoma City Thunder erlebt. Bei den Indiana Pacers gab es eine empfindliche 85:111-Niederlage, die der deutsche Pointguard in 25 Minuten mit neun Punkten (3/10), zwei Rebounds, zwei Assists und zwei Ballverlusten nicht verhindern konnte. Ganz wichtig für OKC war dann der 127:119-Erfolg nach Verlängerung gegen die Philadelphia 76ers (Schröer 25 Min., acht Pkte, 3/9, ein Reb., vier Ass., zwei Bv.). Gegen die Los Angeles Clippers gab es dann jedoch den nächsten Dämpfer – hier verloren Schröder und Co knapp mit 88:90 (Schröder: 12 Pkt., 4 Reb., 2 Ass.). OKC liegt nach der Niederlage im Westen auf Platz elf (5:8).

Nach seiner kurzzeitigen Fingerverletzung, die ihn beim 140:133 bei den Washington Wizards zum Zusehen zwang, befindet sich Daniel Theis wieder in guter Form. Zum 105:100-Sieg bei den Golden State Warriors steuerte der Deutsche in 22 Minuten sieben Punkte (3/7) und sieben Rebounds bei. Bei der 99:100-Niederlage bei den Sacramento Kings war es dann sogar ein „double double“ aus 14 Punkten (5/6) und zehn Rebounds in 22 Minuten. Die Pleite gegen die Kings verdauten die Celtics schnell und fanden durch ein 99:85 gegen die Phoenix Suns direkt zurück in die Erfolgsspur. (Theis: 11 Reb., 1 Blk.) Boston steht im Osten weiterhin auf Platz eins (11:2).

Auf und ab geht es derzeit bei den Dallas Mavericks und genauso auch bei Maxi Kleber. Blieb der DBB-Korbjäger beim 103:106 bei den New York Knicks in 18 Minuten noch gänzlich ohne Punkte (0/3, vier Reb., ein Bv.), war er beim 110:102-Triumph gegen Titelverteidiger Toronto Raptors in 38 Minuten mit zehn Punkten (4/10), sechs Rebounds und zwei Assists zur Stelle. Auch gegen die San Antonio Spurs gingen die Mavs als Sieger vom Feld. Maxi Kleber brachte es dabei in 28 Minuten auf acht Punkte, vier Rebounds und zwei Assists. Mit Platz fünf bleibt Dallas weiterhin auf einem Playoff-Platz (8:5).

Endlich durfte auch Isaiah Hartenstein bei den Houston Rockets aufs NBA-Parkett. Für den verletzten Center Clint Capela rückte der Youngster in den Kader und machte seine Sache gut. 111:102 setzte sich Houston gegen Indiana durch, Hartenstein beteiligte sich in 13 Minuten mit vier Punkten (2/2). Sogar 31 Minuten auf dem Spielfeld erhielt er beim 125:105-Erfolg bei den Minnesota Timberwolves. Seine 16 Rebounds bedeuteten ein „career high“, dazu kamen sechs Punkte (1/2) bei zwei Ballverlusten. Auch in der Partie gegen die Portland Trail Blazers wusste Hartenstein zu überzeugen. Beim 132:108 kam der Deutsche in lediglich 13 Minuten auf neun Zähler, einen Rebound und zwei Blocks. Houston rangiert im Westen knapp hinter den LA Lakers auf Rang zwei (11:3).

Nur einmal ran musste Johannes Voigtmann mit ZSKA Moskau, und zwar in der Euroleague. 88:70 gewann ZSKA gegen Fenerbahce Istanbul, was den ersten Platz in der Tabelle brachte (6:2, sechs punktgleiche Teams an der Spitze). Der deutsche Center spielte allerdings in acht Minuten keine Rolle (0/3, drei Reb., zwei Ass.).

Das war bei Tibor Pleiß im Dress von Efes Istanbul ganz anders. In der Euroleague gewann Efes knapp mit 90:88 gegen Zenit St. Petersburg, Pleiß überzeugte (21 Min., 13 Pkte, 5/8, drei Reb.). Und auch in der türkischen BSL wurde der 218 cm Mann wieder eingesetzt. 81:71 hieß es dort nach 40 Minuten gegen Turk Telekom Ankara (Pleiß 20 Min., 13 Pkte, 6/11, acht Reb., zwei Bv.). Efes ist in der Euroleague punktgleich mit dem Spitzenreiter ZSKA auf Rang sechs platziert (6:2), in der BSL auf Platz eins (7:1).

Hui und pfui für Robin Benzing mit Casademont Zaragoza. Mit dem 75:60-Erfolg in der Basketball Championsleague gegen Dijon ist Zaragoza nun Vierter in der Gruppe D (3:2). Der deutsche Forward punktete in 26 Minuten fleißig (20, 7/13) und holte zwei Rebounds und zwei Assists bei drei Ballverlusten. In der spanischen ACB musste man ein 74:92 in Valencia hinnehmen, steht aber mit sechs Siegen und drei Niederlagen immer noch auf einem starken dritten Platz (Benzing 25 MIn., zwölf Pkte, 5/11, zwei Reb., ein Ass.).

Zwei klare Siege gelangen Besiktas Istanbul mit Ismet Akpinar. Der kam beim 74:49 in der Championsleague gegen Szombathely auf zehn Punkte in 25 Minuten (4/15) und holte drei Rebounds. Besiktas springt damit in Gruppe D auf Platz fünf (2:3). 80:59 hieß es in der BSL gegen Bursaspor. Akpinar agierte stark und wurde in 31 Minuten mit 16 Punkten (5/9), einem Rebound und zwei Assists notiert. Besiktas klettert in der Tabelle auf Platz elf (3:5).

Ebenfalls zwei Erfolge – wenn auch deutlich knapper – gab es für Maik Zirbes im Trikot von Cedevita Olimpija Ljubljana. Im Eurocup gelang mit dem 81:76 gegen Unics Kazan der zweite Erfolg in Serie. Zirbes war in 26 Minuten mit fünf Punkten (1/1) und vier Rebounds durchaus ein Faktor (Ljubljana in Gruppe C auf Platz sechs, 2:5). In der Adrialiga ABA schließlich wurde FMP Belgrad mit 93:89 bezwungen (Zirbes 18 Min., sechs Pkte, 3/3). Dort stehen die Slowenen moit sechs Siegen und einer Niederlage auf Platz zwei.

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