DBB-Herren im Ausland 2018/19 – Update 2212. März 2019

Der Schlussspurt in der NBA und in den europäischen Ligen und Wettbewerben hat begonnen. Dabei sind die deutschen Korbjäger im Ausland in völlig unterschiedlichen Situationen. Wir schauen zurück, was in den vergangenen Tagen alles so passiert ist:

Beginnen möchten wir heute mit dem 21-jährigen deutschen Youngster bei den Los Angeles Lakers. Während es für den Traditionsclub gar nicht rund läuft, legte Moritz Wagner (Foto) zwei sehr gute Vorstellungen aufs Parkett. Zunächst sammelte er bei der 99:115-Niederlage bei den Denver Nuggets 27 NBA-Minuten, die er zu elf Punkten (4/11), drei Rebounds und zwei Assists bei drei Ballverlusten nutzte. Es folgte „seine“ Nacht, denn die 22 Punkte (7/13) und sechs Rebounds gegen die Houston Rockets bedeuteten bei der 107:120-Niederlage ein doppeltes „career high“ für den Berliner. Dazu verteilte Wagner noch drei Assists. Für die Lakers wird es nichts mehr mit den Playoffs, sie stehen im Westen auf Platz elf (30:36).

Noch voll im Rennen um eine möglichst gute Ausgangsposition vor den Playoffs sind die Oklahoma City Thunder mit Dennis Schröder. Dabei musste OKC sich bei den Minnesota Timberwolves zunächst mit 120:131 beugen (Schröder 29 Min., 14 Pkte, 4/8, vier Reb., fünf Ass., zwei Bv.), ehe man in Portland nach Verlängerung mit 129:121 gewann (Schröder 27 Min., 14 Pkte, 7/16, vier Reb., vier Ass., zwei Bv.). Bei den Los Angeles Clippers gab es dann wieder nichts zu holen (110:118), der deutsche Pointguard haderte vor allem mit seinen Würfen aus der Dreierdistanz (2/11). Dennoch kam er in 33 Minuten auf 15 Punkte (5/20), vier Rebounds und vier Assists bei zwei Ballverlusten. Der folgende 98:89-Sieg bei den Utah Jazz wurde ganz wesentlich von Dennis Schröder verantwortet. Als Topscorer seines Teams steuerte er in 30 Minuten 24 Punkte (10/18), sieben Rebounds und drei Assists bei einem Ballverlust bei. OKC liegt im Westen auf Rang vier (41:26).

In einer ähnlichen Situation befinden sich auch die Boston Celtics mit Daniel Theis. Ganz stark spielten die Celtics beim Champion Golden State Warriors auf (128:95), Theis stand zwölf Minuten auf dem Feld (zwei Pkte, vier Reb., vier Ass, ein Bv.). In den folgenden Spielen wurde die Rolle des Deutschen dann kleiner: 111:109 in Sacramento (Theis fünf Min., zwei Reb., ein Bv.), 120:107 bei den Los Angeles Lakers (Theis vier Min., ein Reb.), 115:140 bei den Los Angeles (Theis neun Min., zwei Pkte, zwei Reb., ein Bv.). Boston steht im Osten auf Platz fünf (41:27).

Für die Dallas Mavericks mit den beiden Deutschen Dirk Nowitzki und Maximilian Kleber sind die Playoffs passé. Die fünf Niederlagen in Folge zuletzt machen endgültig alle Resthoffnungen zunichte. 123:132 hieß es nach 48 Minuten bei den Washington Wizards. Kleber spielte angeschlagen nicht, Nowitzki kam in zwölf Minuten auf zwei Punkte (0/3) und zwei Rebounds. Auch das 106:111 bei den Orlando Magic verfolgte Kleber von außerhalb des Spielfelds, Nowitzki zeigte eine der stärksten Vorstellungen in dieser Saison (19 Min., 15 Pkte, 6/11, fünf Reb., ein Ass.). Es folgte das unglückliche 93:94 gegen die Houston Rockets. Kleber war wieder mit von der Partie und zeigte eine sehr ordentliche Leistung (31 Min., zehn Pkte, 4/7, elf Reb., ein Ass.), für Nowitzki war es kein besonderer Abend (Sieben Min., sechs Pkte, 1/3, zwei Reb., ein Ass.). Dallas ist im Westen auf Platz 14 (27:39) zurückgefallen.

„Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ – dieser Spruch trifft momentan auf Isaac Bonga zu, der zuletzt wieder ein paar NBA-Minuten sammeln durfte. Zwei waren es beim 99:115 in Denver (zwei Punkte, ein Reb., ein Ass., ein Bv.), sechs beim 107:120 gegen Boston (Ein Reb., ein Bv.).

Isaiah Hartenstein ist egentlich zu gut für die G-League. So lautet die Meinung zahlreicher Experten. Eine weitere „Monster-Performance“ legte der Deutsche im Trikot der Rio Grande Valley Vipers beim 97:113 gegen die Raptors aufs Parkett: 37 Minuten, 28 Punkte (11/15), 17 Rebounds, fünf Assists … so lauteten die beeindruckenden Zahlen. Anschließend wurde er nach nur elf Minuten (Zwei Pkte, vier Reb.) beim 117:112 gegen die Stockton Kings wieder in den Kader der Houston Rockets berufen, kam aber dort nicht zum Einsatz.

Auf nach Europa: Dort präsentiert sich Johannes Voigtmann (Foto re.) weiterhin in bestechender Form. 90:72 gewann sein Team Kirolbet Vitoria in der spanischen ACB bei Breogan. Der deutsche Center ließ in 32 Minuten mit 20 Punkten (7/10, 3/6 Dreier), vier Rebounds und einem Assist nicht viel anbrennen. Vitoria steht auf Platz drei mit 16 Siegen und sechs Niederlagen. Auch in der Euroleague sind die Basken auf einem guten Weg: 104:86 gegen Khimki Moskau. Nur haarscharf schrammte Voigtmann mit 16 Punkten (7/9), neun Rebounds und neun Assists in 31 Minuten an einem „triple double“ vorbei. Auf Platz sechs (13:12) hat Vitoria gute Chancen auf das Viertelfinale.

Ebenfalls in der ACB unterlag Andreas Obst mit Monbus Obradoiro bei Manresa 72:75. Es war nicht der Tag des deutschen Wurfspezialisten (16 Min., 0/3, ein Reb., ein Ass., ein Bv). Obradoiro belegt Platz elf (10:12). Einen Platz dahinter rangiert Paul Zipser mit San Pablo Burgos (9:13). Beim 88:97 in Barcelona verkaufte sich der deutsche Forward ordentlich (13 Min., sieben Pkte, 2/6, drei Reb., zwei Ass., ein Bv.).

Schließlich ist auch Lucca Staiger mit Iberostar Tenerife in der ACB aktiv. Eine 86:90-Niederlage im „Lokalderby“ gegen Gran Canaria gab es zuletzt, für Staiger bleibt nicht viel in Erinnerung (Fünf Min., keine Stats). Und auch beim 57:69 im Hinspiel des Achtelfinales der Basketball Championsleague in Patras fand der Deutsche kein Wurfglück (19 Min., zwei Pkte, 1/7, 0/6 Dreier, ein Reb.).

Bei Tibor Pleiss bleibt alles beim Alten. In der türkischen BSL kommt der 2,18 m Mann bei Efes Istanbul nicht zum Einsatz (84:70 in Ankara, Zweiter, 16:3). Dafür aber in der Euroleague, wo es einen ungefährdeten 92:70-Erfolg gegen Barcelona gab. Pleiss erzielte in 13 Minuten vier Punkte (2/7), sechs Rebounds und einen Assist. Efes steht so gut wie sicher im Viertelfinale (Vierter, 16:9).

Mit Roter Stern Belgrad dominiert Maik Zirbes die Adrialiga ABA nach wie vor. Das 87:69 in Zadar bedeutete bereits den 20. Sieg im 21. Spiel. Zirbes wurde 15 Minuten auf das Feld geschickt und zahlte neun Punkte (4/8), drei Rebounds und einen Assist zurück.

Noch an seinem Fingerbruch laboriert Robin Benzing bei Besiktas Istanbul. Ohne den deutschen Nationalmannschaftskapitän gewann Besiktas in der BSL mit 82:79 gegen Belediyes. Im ersten Achtelfinalspiel in der Basketball Championsleague unterlagen die Türken mit 59:68 in Nanterre.

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