„“Career High“: Levke Brodersen und Johannes Thiemann22. Juli 2020

Seit einigen Wochen läuft bei uns die Serie „Career High“, bei der wir uns mit den Karrierebestleistungen der A-Nationalspieler*innen für die deutsche Damen- und Herren-Nationalmannschaft beschäftigen. Heute schauen wir auf Levke Brodersen und Johannes Thiemann.

In 22 offiziellen Länderspielen war Levke Brodersen für die deutsche Damen-Nationalmannschaft aktiv. Ihr Debüt feierte sie am 20. Februar 2016 in Nördlingen im EM-Qualifikationsspiel gegen Luxemburg (80:36). Bisher zweimal gelangen der Playmakerin im DBB-Team sieben Punkte, was bis dato ihre Karriere-Bestleistung bedeutet. Erstmals gelang ihr das am 23. November 2016 in Luxemburg, als die EM-Qualifikation mit einem 94:54 (22:16, 27:12, 20:11, 25:15)-Erfolg in Luxemburg abgeschlossen wurde. Deutschland übernahm sofort das Kommando und führte nach dem bereits zweiten Dreier von Finja Schaake nach fünf Minuten mit 13:6. Luxemburg hielt aber couragiert dagegen, ehe Brodersen von weit draußen traf (22:16, 10.).

Das DBB-Team legte insgesamt einen 16:0-Lauf zum 35:16 (13.) hin und entschied die Partie damit frühzeitig. Deutschland blieb am Drücker, auch wenn nach dem Seitenwechsel das Tempo etwas nachließ. Die DBB-Auswahl behielt aber jederzeit die Kontrolle über das Spiel. Im Schlussabschnitt baute die Mannschaft von Bundestrainer Bastian Wernthaler seinen Vorsprung noch weiter aus und verabschiedete sich mit einer guten Leistung aus der EM-Qualifikation.

„Ich bin heute zufrieden. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir heute die nötige Intensität auf das Feld gebracht haben. Ich wollte auch die Spielerinnen der zweiten Fünf zeigen und trotzdem ein deutliches Ergebnis erzielen. Das ist gelungen. Insgesamt waren wir in der Qualifikation besser als erwartet, wenn man bedenkt, wo die Mannschaft zu Beginn stand. Wir hatten tolle Heimspiele gegen die Ukraine und Serbien und haben Luxemburg zweimal dominiert. Die Mannschaft ist auf einem guten Weg“, meinte der Bundestrainer. Für Deutschland spielten: Finja Schaake (BC pharmaserv Marburg, 11), Stephanie Wagner (Rutronik Stars Keltern, 8), Katharina Fikiel (TSV Wasserburg, 17), Laura Hebecker (SV Halle Lions, 8), Sonja Greinacher (Herner TC, 23), Ilka Hoffmann (Eisvögel USC Freiburg, 6), Lena Bradaric (Fireballs Bad Aibling), Svenja Brunckhorst (Cadi La Seu d’Urgell/Spanien, 2), Levke Brodersen (TV Saarlouis Royals, 7), Alina Hartmann (SV Halle Lions, 7), Kimberly Pohlmann (SV Halle Lions, 5).

Im Rahmen eines Turniers in Amsterdam trafen die Adlerträgerinnen 2017 auf die Auswahl aus dem Senegal. Deutschland setzte sich souverän mit 78:57 (23:9, 17:6, 14:27, 24:15) durch. Die DBB-Damen bestimmten von Beginn an die Partie (7:0, 2.; 15:1, 5.). Die deutsche Auswahl leistete sich in der Folge mehr Ballverluste, dominierte aber weiterhin (23:9, 10., 40:15, 20.). Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste mit mehr Biss aus der Kabine. Die Senegalesinnen kamen jetzt offensiv besser ins Spiel und verkürzten auf 13 Punkte (48:35, 28.). Die Afrikanerinnen zeigten im dritten Spielabschnitt ansehnliches Fastbreak-Spiel und verkürzten per Dreier auf zwischenzeitlich neun Punkte (51:42, 30.). Brodersen konterte jedoch umgehend ebenfalls von „Downtown“ (54:42, 30.), sodass das Team von Bundestrainer Hermann Paar mit einem zweistelligen Vorsprung in den Schlussabschnitt ging. Dort setzten sich die DBB-Akteurinnen letztlich ungefährdet mit 78:55 durch.

Entsprechen zufrieden zeigte sich nach dem Spiel der Bundestrainer: „Wir haben insbesondere in der ersten Halbzeit wirklich gut gespielt, gut verteidigt. Im dritten Viertel haben wir uns dann etwas aus dem Rhythmus bringen lassen, aber wir haben die Härte der Senegalesinnen angenommen und dagegengehalten. Insgesamt war das Spiel ein Schritt nach vorne, alle Spielerinnen haben heute ihren Beitrag geleistet.“ Für Deutschland spielten: Levke Brodersen (TV Saarlouis Royals, 7), Svenja Brunckhorst (Cavigal Nice Basket 06/FRA, 5), Katharina Fikiel (Rutronik Stars Keltern, 7), Svenja Greunke (BC pharmaserv Marburg, 5), Stefanie Grigoleit (TK Hannover, 2), Marie Gülich (Oregon State University/USA, 13), Laura Hebecker (TSV Wasserburg, 10), Nadjeschda Ilmberger (TV Saarlouis Royals, 12), Finja Schaake (BC pharmaserv Marburg, 10), Emma Stach (Gonzaga University/USA, 5), Stephanie Wagner (BC pharmaserv Marburg, 2).

Seit ziemlich genau vier Jahren ist Johannes „JT“ Thiemann nunmehr A-Nationalspieler. Das erste seiner bisher 45 Länderspiele bestritt er am 30. Juli 2016 in Würzburg gegen die Ukraine. Der Test ging damals mit 77:83 verloren. Richtig gut lief es dann für den Big Man am 27. November 2017 im österreichischen Schwechat bei Wien, als sich die DBB-Auswahl in der WM-Qualifikation recht locker mit 90:49 (20:8, 21:13, 23:12, 26:16) gewann. Thiemann lieferte als Top-Scorer 17 Punkte, Bestwert in seiner bisherigen DBB-Karriere.

Im „ewig jungen“ Duell mit Österreich – in den Jahren zuvor hatten die DBB häufig größere Probleme mit der Alpenrepublik – blieb das DBB-Team dieses Mal ungefährdet. Sehr verhalten begann die DBB-Auswahl, aber Österreich hatte nach einem Blitzstart nicht mehr viel zu bieten. Ein früher 16:0-Lauf der Deutschen sorgte für klare Verhältnisse (31:8, 13.). Man gestattete den Gastgebern anschließend eine Ergebniskorrektur (34:19, 17.), ehe es zur Pause 41:21 für die ING-DiBa-Korbjäger hieß.

Die vom ehemaligen DBB-Assistenztrainer Matthias Zollner gecoachten Österreicher kamen kurzfristig mit neuem Elan aus der Kabine, aber Thiemann übernahm und war überall zur Stelle, während Benzing aus der Distanz zum 49:24 traf (23.). Das Spiel plätscherte jetzt so dahin, Deutschland behielt aber immer die Kontrolle. Dominic Lockhart erhöhte per Dreier auf 30 Punkte Differenz (62:32, 29.), man durfte spätestens jetzt von einer Vorentscheidung sprechen. Im Schlussabschnitt wurde der Vorsprung souverän verwaltet, es war ein Klassenunterschied zwischen beiden Teams.

„Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Unsere erfahrenen Spieler haben früh den Ton angegeben und die besseren Spieler der Österreicher kontrolliert. Wir waren sehr fokussiert, es war eine gute Teamleistung. Es macht einfach Spaß diese Jungs zu coachen, ich bin stolz auf meine Spieler. Wir haben innerhalb sehr kurzer Zeit eine tolle Atmosphäre kreiert“, so ein gelöster Bundestrainer nach dem Spiel. Für Deutschland spielten: Joshiko Saibou (ALBA Berlin, 2 Lsp., 8), Dominic Lockhart (BG Göttingen, 2 Lsp., 10), Karsten Tadda (EWE Baskets Oldenburg, 77 Lsp.), Robin Benzing (s.Oliver Würzburg, 129 Lsp., 11), Bastian Doreth (medi Bayreuth, 78 Lsp., 5), Robin Amaize (medi Bayreuth, 5 Lsp., 2), Ismet Akpinar (ratiopharm ulm, 17 Lsp., 10), Danilo Barthel (FC Bayern München, 31 Lsp., 15), Johannes Thiemann (MHP RIESEN Ludwigsburg, 23 Lsp., 17), Maik Zirbes (FC Bayern München, 60 Lsp., 2), Andreas Obst (Oettinger Rockets, 2 Lsp., 2), Isaiah Hartenstein (Houston Rockets G-League/USA, 17 Lsp., 8).

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