Zwischen geplatzten Träumen und neuen Zielen9. März 2020

Eines der größten Talente, das Basketball-Deutschland jemals hervorgebracht hat. Zwei Kreuzbandrisse noch vor dem 20. Geburtstag. Und zwei ganz starke Comebacks, das jüngste jetzt am vergangenen Wochenende in der DBBL (23 Punkte gegen Heidelberg). Leonie Fiebich ist wieder da! Und wie! Die Nationalspielerin vom TSV Wasserburg hat immer weitergemacht, da, wo andere längst aufgegeben hätten. Woher Sie die Motivation für das zweite Comeback genommen hat und wie sie sich aktuell fühlt, hat sie uns im Interview erzählt.

Glückwunsch zum starken Einstand! Woraus hast du die Motivation für dein erneutes Comeback gezogen?
Vielen Dank! Es war tatsächlich schwer, weil für mich in einer üblen Situation im U19-WM-Spiel gegen die USA nicht nur meine Träume für das Turnier, sondern auch mein Traum vom Ausland geplatzt ist. Als ich allerdings gesehen habe, welches Team in Wasserburg aufgebaut wird, war mir klar, dass ich so schnell es geht wieder ein Teil davon sein will. Auch die Nationalmannschaft ist immer mein Ziel und ich arbeite hart daran, wieder berufen zu werden.

Du sprichst das Ausland an, hattest du dazu schon konkrete Pläne?
Nein, ein bestimmtes Land hatte ich mir nicht ausgesucht. Aber ich wollte eine neue Herausforderung annehmen, dabei die Welt sehen und anderen Basketball kennenlernen.

Teil deiner Reha war auch Mental Coaching. Wie sah das aus und wirst du es weiterhin betreiben?
Ich habe das ab und zu auch vorher schon gemacht, vor allem zur Vorbereitung zum Beispiel auf die U19-WM im letzten Sommer. In der Reha hatte ich dann aber viel regelmäßiger Kontakt mit meinem Mental Coach. Wir haben mir in Gesprächen verschiedene Ziele gesetzt, es ist einfach eine gute Unterstützung von außen mit neuen Ideen. Das will ich auch weiter so machen, weil es mir sehr hilft.

Die Zahlen vom Wochenende machen nicht den Eindruck, merkst du dennoch einen Unterschied zu vorher?
Wir haben von Anfang an mit den Coaches besprochen, dass ich bereit bin, sobald ich nicht mehr an das Knie denke. Im Training war das dann nicht mehr der Fall und auch jetzt im Spiel habe ich in keiner Situation gedacht: „Oh Gott, dieses oder jenes kannst du mit dem Knie nicht machen!“ Die Intensität im Spiel ist natürlich eine andere als im Training und ist noch eine Umstellung. Aber ich wollte einfach nur wieder auf dem Feld stehen, dass es direkt so gut geklappt hat und mein Wurf gefallen ist, macht es umso schöner.

Vielen Dank für deine Zeit und viel Erfolg für die Playoffs!

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