Letzte Testphase vor der Damen-EM15. August 2005

‚Oranje‘-Team als Aufbaugegner

Die von Bundestrainer Olaf Stolz trainierte Damennationalmannschaft, die beim Vorbereitungsturnier in der Türkei ihr letztes Testspiel erfolgreich bestreiten konnte (58:52-Sieg gegen Rumänien), sieht sich nunmehr ihren letzten beiden Aufgaben gegenüber (am 21.08. und 22.08. gegen die Niederlande), bevor es zur Europameisterschaft in die Türkei geht.

Nachdem der ursprünglich eingeplante Testspielgegner Weißrussland für die beiden Heimspiele in Dorsten und Hagen absagte, müssen nun die eher als zweitklassig einzustufenden Niederländer dem DBB-Team als Aufbaugegner dienen. Die schnelle und aggressive Spielweise dieser Mannschaft könnte dabei jedoch eine gute Vorbereitung auf die beiden ersten EM-Gegner Griechenland und Lettland sein, deren Spielstil sich durch einen ähnlichen Charakter auszeichnet.

Die zahlreichen Niederlagen aus den vergangenen Spielen, in denen die deutschen Spielerinnen sich nicht nur den europäischen Spitzenteams aus Spanien und Tschechien deutlich geschlagen geben mussten, sondern auch gegen die schwächer einzuschätzenden Mannschaften aus Belgien, Finnland und der Türkei das Feld als Verlierer verließen, zeugen von einer eher durchwachsenen Vorbereitung. Trotzdem liefert nicht nur der letzte Sieg gegen Rumänien Grund zum Optimismus.

Neben den „deutlich erkennbaren Fortschritten“, die Olaf Stolz seiner Mannschaft diagnostiziert, ist es vor allem das Hoffen auf die Schlüsselspielerin Linda Fröhlich, die bisher an keinem der Vorbereitungsspiele teilgenommen hat. „Linda wird wahrscheinlich in den nächsten Tagen nach Deutschland kommen. Ich denke, dass sie gegen Holland dabei sein wird“, sagt er hoffnungsfroh, um jedoch gleichzeitig zu betonen, dass „man sich vor allem konzentrierter in der Mannschaftsverteidigung präsentieren muss“ als bisher.

Die spezielle Zielsetzung für die Spiele gegen die Niederlande soll nun sein, „die in der Türkei angedeutete Entwicklung“ und vor allem „die Integration von Linda“ voranzubringen. Unter diesen Vorzeichen darf man optimistisch sein, dass die deutschen Damen ihren letzten Test erfolgreich absolvieren, um mit viel Selbstbewusstsein ihre Reise zur Europameisterschaft antreten zu können.

Die nominierten Spielerinnen:

Marlies Askamp (NB Oberhausen), Anne Breitreiner (TSV Wasserburg), Linda Fröhlich (Foto, Risto Rovereto/Italien), Petra Gläser (z. Zt. Ohne Verein), Andrea Harder (Powerbasket Wels7Österreich), Tini Ishaque (BC Marburg), Esther Katona (USC Freiburg), Alexandra Müller (BSG Ludwigsburg), Katja Munckj (TSV Wasserburg), Dorothea Richter (GB Dorsten), Lubica Schultze (Tarbes Gespe Bigorre/Frankreich), Yvonne  Weber (BC Marbug).

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