„“Ich möchte mehr Spielzeit bekommen und meine Stärken ausspielen.“22. Mai 2019

Nach dem Wechsel zu den Atlanta Dream steht für Marie Gülich nun die zweite Saison in der WNBA an. Die deutsche Nationalspielerin wurde im Draft 2018 von den Phoenix Mercury unter Vertag genommen und kam dort bereits in 23 Spielen zum Einsatz. In der vergangenen Saison spielte sie in der italienischen Liga für Reyes Venezia und hofft nun nach ihrem Trade zu den Atlanta Dream auf einen Neuanfang in der WNBA.
Im DBB-Interview sagte sie folgendes:

Wie beurteilst du rückblickend deine Saison in Italien?
Zurückblickend war die Saison vor allem in Sachen Basketball nicht sehr erfolgreich. Für mich persönlich war es eine große Herausforderung, die mich aber als Sportler weitergebracht hat. Ich habe gelernt mit den Challenges umzugehen, die man als professioneller Sportler in Europa hat. Ich glaube, dass mir das auch in der Zukunft sehr helfen wird, bessere Leistungen zu bringen und mit schwierigen Situationen besser umgehen zu können. Durch die stetigen Ups and Downs, mit Siegen und Niederlagen, habe ich mich selbst auch besser kennengelernt und denke, dass mir das auf lange Sicht in meiner persönlichen Entwicklung helfen kann.

Wie kam es in der WNBA zum Wechsel zu den Atlanta Dream?
Das weiß ich gar nicht genau. Die Coaches von Atlanta wollten mich letztes Jahr im Draft schon gerne haben und  Phoenix hat dann zu einem Trade angefragt. Ich persönlich wusste davon aber nichts und habe erst in der Nacht des Drafts erfahren, dass ich getradet wurde.

Was hast du dort für Perspektiven? Was hast du dir vorgenommen?
Ich bin jetzt eineinhalb Wochen mit dem Team im Trainings-Camp und habe mir vorgenommen, allen zu zeigen, wo meine Stärken sind und zu beweisen, was ich draufhabe. Nach vielen Gesprächen mit den Coaches versuche ich natürlich umzusetzen, was sie in mir sehen. Ich werde jetzt keine verrückten, neuen Sachen ausprobieren, sondern ganz einfach versuchen, das zu zeigen, was von mir erwartet wird und in jedem Training 100% zu geben – vor allem in der Defense.

Wie muss man die Stärke der Dream im Vergleich zu den Mercury einordnen?
Letztes Jahr waren sie eines der Top-Defense Teams in der Liga. Insgesamt ist es ein sehr junges und sehr athletisches Team. Ich glaube der größte Unterschied ist, dass wir nicht die ganzen Star-Spieler haben, die Phoenix hat. Dadurch ist die Team-Dynamik auch eine ganz andere – nicht dass die in Phoenix schlecht war. Aber da die Mädels hier alle jünger sind und noch ganz viel vorhaben, sind die Stärken auch ganz anders verteilt. Natürlich müssen wir auch alle noch viel dazu lernen, aber durch das Erreichen der Semi-Finals in den Playoffs letztes Jahr haben alle hier hohe Ansprüche und wollen viel erreichen. Dafür arbeiten die Mädels natürlich umso härter.

Wenn du an deine erste WNBA-Saison zurückdenkst: Was soll sich ändern? Woran musst du besonders arbeiten?
Ich möchte natürlich mehr Spielzeit bekommen und die Chance haben, dem Team auf dem Court zu helfen. Vor allem versuche ich einfach meine Stärken – offensiv sowie defensiv – weiter auszubauen, um das Beste aus mir heraus zu holen. Ich will positiv bleiben, um das, was ich persönlich am besten kann, weiter verbessern zu können, ohne irgendwelche verrückten Dinge zu versuchen.

In der Pre-Season der WNBA absolvierte Marie Gülich bereits drei Spiele mit den Atlanta Dream. Dabei kam sie in 21,3 Minuten im Schnitt auf 5,3 Punkte, 4,7 Rebounds, 1,7 Assists sowie 1,0 Blocks. Ihre beste Performance zeigte sie im Spiel gegen die Dallas Wings – zehn Punkte, sechs Rebounds, zwei Assists und ein Block standen am Ende für sie zu Buche.

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