DBB-Damen verpassen EM-Qualifikation6. Februar 2021

Nach der 57:78 (14:20, 5:15, 13:18, 25:25)-Niederlage gegen Lettland im abschließenden Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft in Frankreich und Spanien (7.-17. Juni 2021) hat die deutsche Damen-Nationalmannschaft die Teilnahme an den kontinentalen Titelkämpfen verpasst. Es wäre ein sehr deutlicher Sieg nötig gewesen, um als einer von fünf besten Gruppenzweiten noch zur EM zu kommen. Letztlich konnte das Team von Bundestrainer Walt Hopkins die missliche personelle Situation (Ausfälle von Leonie Fiebich, Marie Gülich, Satou Sabally und Lina Sontag) nicht kompensieren.

Die DBB-Auswahl begann erneut mit Svenja Brunckhorst (Foto unten), Emma Stach, Laura Hebecker (Foto oben), Sonja Greinacher und Luisa Geiselsöder. Von Beginn an übten die Lettinnen, die ihrerseits einen klaren Sieg zur EM-Qualifikation benötigten, einen enormen Druck in der Defense aus. Eine Mischung aus Mann- und Zonenpresse verfolgte die deutsche Mannschaft über das gesamte Spielfeld. Damit kamen die Hopkins-Schützlinge anfangs sehr gut zurecht. Sie zeigten sich bestens vorbereitet und lagen nach einem Dreier und Punkten an der Freiwurflinie von Hebecker mit 9:2 vorne (5.). Dann bewies Lettland seine Qualität aus der Distanz und drehte das Blatt mit einem 13:0-Lauf binnen zwei Minuten (9:15, 7.). Ama Degbeon brachte Deutschland unter dem Korb wieder auf das Scoreboard und war auch mit Freiwürfen zur Stelle (13:17, 8.). Die Verteidigung der gegnerischen Dreier war allerdings in dieser Phase nicht gut genug, während die Würfe auf deutscher Seite nicht fallen wollten (14:20, 10.).

Lettland agierte clever und nutzte die „Angebote“ der DBB-Korbjägerinnen. Die Partie war jetzt recht zerfahren, auf beiden Seiten gab es kaum gelungene Aktionen. Bis die Lettinnen wieder per Dreier erfolgreich waren (14:25, 13., Auszeit Deutschland). Die Antwort des DBB-Team erfolgte per Dreier von Hebecker, aber Nachlässigkeiten im Rebound und Ballvortrag verhinderten eine Aufholjagd (19:29, 17.). Offensiv lief bei Deutschland überhaupt nichts zusammen (5/29 zur Pause), während Lettland per „and one“ und Dreier auf 19:35 stellte (19.).

Nach dem Seitenwechsel setzte sich Geiselsöder unter dem Korb durch und Greinacher netzte einen Dreier zum 24:37 (22.). Die Körpersprache stimmte jetzt, auch wenn nach wie vor nicht alles gelang. So leicht wie in der ersten Halbzeit wollte man es Lettland nicht noch einmal machen. Die Schwierigkeiten gegen den konstant hohen Druck des Gegners blieben aber, die Gastgeberinnen bauten den Vorsprung aus und dominierten die Partie eindeutig (28:51, 29.). Hebeckers Dreier bedeutete etwas Schadensbegrenzung, aber nach drei Vierteln war nahezu jegliche Hoffnung auf einen Sieg gewichen (32:53).

Im Schlussabschnitt bemühten sich die Letten, weiter davonzuziehen, um ihre Qualifikationschancen zu erhöhen. Die DBB-Damen wehrten sich und zeigten trotz der vermeintlichen Aussichtslosigkeit Charakter (37:53, Dreier Brunckhorst, 32.). Stach versenkte einen Dreier zum 40:58 (34.) und Geiselsöder war wieder per „and one“ erfolgreich und ließ Lettlands Hoffnungen schwinden. Nach einem unsportlichen Foul des Gegners hieß es 44:58, dann traf die nun kaum zu stoppende Geiselsöder zum 46:58 und Lettland rettete sich in eine Auszeit (36.). Mehr hatte die deutsche Mannschaft dann aber nicht mehr zuzusetzen.

Für Deutschland spielten:
Alexandra Wilke (BC pharmaserv Marburg, dnp), Marie Bertholdt (BC pharmaserv Marburg), Jennifer Crowder (flippo Baskets BG 74 Göttingen), Johanna Klug (BC pharmaserv Marburg, dnp), Laura Hebecker (TSV 1880 Wasserburg, 14), Sonja Greinacher (Arka Gdynia/POL, 13), Luisa Geiselsöder (Landerneau Bretagne Basket/FRA, 10), Alina Hartmann (CB ISLAS CANARIAS/ESP), Svenja Brunckhorst (TSV 1880 Wasserburg, 9), Ama Degbeon (A3 Basket Umea/SWE, 4), Anneke Schlüter (XCYDE Angels Nördlingen), Emma Stach (A3 Basket Umea/SWE, 7).

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