DBB-Damen im Ausland 2020/2021 – Update 2520. April 2021

Unser heutiges Update über die DBB-Nationalspielerinnen im Ausland beschäftigt sich mit den drei verbliebenen Deutschen: Wir begrüßen eine „Championesse“, eine Bronzemedaillengewinnerin und eine Halbfinalistin! In der kommenden Woche sind es dann nur noch zwei DBB-Akteurinnen, dann werden wir unsere Updates zunächst einmal beenden.

Unsere MVP der Woche: Sonja Greinacher (Foto)
Wer Meister wird und dabei in den Finalspielen vier und fünf ordentlich abliefert, der hat sich diese Auszeichnung verdient! Unser herzlicher Glückwunsch geht an Sonja Greinacher und Arka Gdynia zum Gewinn der polnischen Meisterschaft. Es wurde allerdings nichts mit einem glatten Erfolg, wie man nach den ersten beiden Arka-Erfolgen noch hätte erwarten können. Polkowice schlug in Spiel drei zurück und setzte mit 74:59 ein Ausrufezeichen. Offensiv kam Greinacher wie auch ihr Team nicht auf Betriebstemperatur (19 Min., zwei Pkte, 1/5, sieben Reb., zwei Bl.).

Mit aller Macht wollte Gdynia die Entscheidung dann in Spiel vier, um ein echtes Finale im fünften Spiel zu vermeiden. Beide Seiten schenkten sich im hochklassigsten der fünf Finalspiele nichts, das bessere Ende hatte aber wieder Polkowice für sich (79:74). Die Deutsche zeigte sich in Bestform und kam in 20 Minuten auf 14 Punkte (6/7, 2/2 3er) und vier Rebounds. Mit fünf Fouls wurde sie sogar noch etwas „eingebremst“. Partie Nummer fünf war dann eine ganz klare Sache. 97:69 deklassierte Arka Gdynia den Gegner und feierte anschließend die Meisterschaft. Mittendrin Sonja Greinacher, die auch persönlich allen Grund zum Jubeln hatte. Nach 24 Minuten auf dem Parkett waren zwölf Punkte (5/6, 2/2 3er), drei Rebounds und zwei Assists für sie notiert.

Satou Sabally (re.)
Viel hat nicht gefehlt und wir hätten an dieser Stelle Satou Sabally zu etwas ganz Großem gratulieren dürfen. Weit entfernt waren sie und ihr Klub Fenerbahce Istanbul am vergangenen Wochenende vom Triumph in der Euroleague Women jedenfalls nicht. Nach einem herausragenden Spiel, das echte Werbung für den Damenbasketball war, mussten sich die Gastgeberinnen des Final Four im Halbfinale dem großen Favoriten UMMC Jekaterinburg aus Russland knapp mit 84:88 beugen. Dabei sah es nach recht ausgeglichener erster Hälfte früh im dritten Viertel ganz danach aus, als wenn sich UMMC entscheidend absetzen könnte. Aber auch von zwölf Punkten Rückstand und einigen Ballverlusten ließ sich Fenerbahce nicht beirren, kämpfte sich verbissen ins Spiel zurück und kam in der Schlussminute noch auf einen Punkt heran.

Zum entscheidenden Comeback reichte es aber nicht mehr. Sabally überzeugte auf ganzer Linie und wäre bei geringerer Foulbelastung wohl in der Lage gewesen, noch mehr Input aufs Feld zu bringen. Sie konnte jedenfalls von keiner Gegenspielerin wirklich verteidigt werden, zeigte aber defensiv auch Schwächen. Ihre 20 Punkte (6/9, 1/2 3er, 9/10 Fw.), sechs Punkte und vier Assists sind jedenfalls aller Ehren wert, auch wenn die Enttäuschung anschließend natürlich groß war. Immerhin reichte es zum dritten Platz, der durch einen 64:58-Erfolg gegen Sopron/Ungarn erreicht wurde. Die Deutsche war erneut ein wichtiger Faktor (31 Min., 13 Pkte, 4/9, 1/3 3er, 4/5 Fw., drei Reb., zwei Ast.).

Marie Gülich
Halbfinale! Als Vorrundenzweiter gegen den Dritten aus Girona. So lauten die nächsten Pläne von Marie Gülich und Valencia BC in den Playoffs der spanischen Liga Dia. Ensino wurde im dritten Spiel der ersten Playoffrunde leicht mit 82:54 bezwungen. Daran hatte auch die DBB-Centerin einen größeren Anteil. Sie startete und wurde insgesamt 25 Minuten lang eingesetzt. Ihre elf Punkte (5/9) hätte sie durchaus noch etwas aufstocken können, aber ausgerechnet an der Freiwurflinie lief es nicht nach Wunsch (1/4). Außerdem sicherte sich Marie Gülich fünf Rebounds.

Foto Sonja Greinacher: Arka Gdynia
Foto Satou Sabally: FIBA

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