Mini-Turnier: Erlebnis in Göttingen kaum zu toppen11. Juni 2018

Da kann das Jahr für den EBC Rostock mit dem Aufstieg der Seawolves in die 2. Basketball-Bundesliga ProA eigentlich nicht erfolgreicher verlaufen – und dann triumphiert die U12 beim 39. Miniturnier der BG 74 Göttingen, das vom Deutschen Basketball-Bund und von der easyCredit Basketball-Bundesliga unterstützt wird. Im großen Finale vor vollen Rängen in der Sporthalle des Felix-Klein-Gymnasiums gibt es bei den Ostdeutschen kein Halten mehr, als die finale Sirene ertönt. Sie mussten kämpfen, zittern und am Ende vor allem Nerven von der Freiwurflinie behalten, um die BG Bonn mit 50:46 niederzuringen.

Das letzte der 392 Spiele an diesem Wochenende wurde allen Erwartungen gerecht. Und geradezu übertroffen wurde diese von Mika Freitag. Der Playmaker der Rostocker avancierte zum Matchwinner, übernahm, wann immer es darauf ankam. Mal als dynamischer Scorer am Brett, mal als zielsicherer Distanzschütze, mal per elegantem Handgelenkspass, der sehr an sein Vorbild LeBron James erinnerte. „Das ist der größte Erfolg meiner Karriere“, sagte Freitag.

Das soll etwas heißen, denn immerhin habe er erst vor einigen Wochen die Landesmeisterschaft gewonnen. Nun, zum Abschluss seiner U12-Karriere, nochmal einen derartigen Husarenritt zu vollbringen, sei schon „ziemlich cool“. Überhaupt war das Erlebnis in Göttingen kaum zu toppen. „Hier sind richtig viele Teams am Start, und wir sind das stärkste“, schwärmte Mika und resümierte: „Das Miniturnier ist richtig geil.“ Und DBB-Maskottchen Arnold (Foto oben) war mitten drin im bunten Geschehen.

Bestimmt keine exklusive Meinung. Denn wo auch immer die Blicke in der südniedersächsischen Metropole hinfielen, waren dort glückliche Kinder zu sehen. Mehr als je zuvor im Übrigen. 1.583 Minis bedeuteten einen Teilnehmerrekord. Die Verantwortlichen der BG 74 Göttingen um Cheforganisator Manfred Ude hatten das Feld aufgrund der zusätzlichen Hallenkapazitäten durch das neue Basketball-Zentrum auf 166 Mannschaften ausgeweitet. „Duselig wie wir sind, haben wir uns noch mehr Arbeit aufgebürdet“, betonte Ude scherzhaft.

Die Koordination und Planung der Partien, Shuttle-Busse und Essensausgaben verlief dennoch einwandfrei. „Es ist doch super, dass wir diesmal mehr Kindern die Chance gegeben haben, beim Miniturnier mitzumachen. 234 Anmeldungen sind bereits bis November eingegangen. Das Interesse ist ungebrochen“, so Ude, der wieder etliche ehemalige Teilnehmer begrüßen durfte, die heute als Trainer oder Eltern wiederkommen, wie beispielsweise die Ex-Nationalspielerin Sophie von Saldern.

Im kommenden Jahr ergibt sich allerdings ein Terminproblem. Der traditionelle Termin am zweiten Juni-Wochenende lässt sich aufgrund von Pfingsten nicht halten, eine Woche vorher ist Himmelfahrt. „Wir werden dann auf das dritte Juni-Wochenende ausweichen“, erklärt Ude. Für den BC 70 Soest bietet sich dann die Chance, den Bestwert von drei Altersklassentiteln zu verteidigen.

Sieger:
U12: EBC Rostock
U12 II A: SG SW Baskets Wuppertal
U12 II B: BC 70 Soest
U12 II C: TSV Kronshagen
U12 weiblich: SC Rist Wedel
U12 weiblich II: KSV Ajax
U11: ALBA Berlin
U11 II A: BC 70 Soest
U11 II B: VfB Hermsdorf
U11 weiblich: SSV Lok Bernau
U10: NINERS Chemnitz
U10 II A: BC 70 Soest
U10 II B: Basketball Club Anhalt
U10 weiblich: TG Würzburg
U9: BG Zehlendorf
U9 II: TuS Lichterfelde

Text/Fotos: Swen Pförtner

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