Bundesbestenspiele M Ü60 20177. Juni 2017

Bei schönstem Sommerwetter traten am 27./28. Mai zehn Mannschaften in der Baumschulgemeinde Halstenbek an, um den Achim Schell-/Otto Jagla-Pokal der M60 zu gewinnen. In der Halle Feldstraße begrüßten Oldie-Obmann Helmut Keil und der 2. Bürgermeister der Gemeinde Halstenbek, Helmut Ahrens, am Samstagvormittag  mehr als 100 topfitte Basketballer und wünschten ihnen viel Erfolg, spannende und faire Spiele ohne Verletzungen.

Die Herren sollten Recht behalten: Die Spiele waren spannend und verliefen fair – sicher auch ein Verdienst der insgesamt zwölf Schiedsrichter (zwei Damen, zehn Herren, darunter Andreas Schreiner, ehemaliger Bundesligaschiedsrichter mit mehr als 800 Ansetzungen).

Gleich zum Auftakt gab es in der Gruppe 1 eine Überraschung, als der Titelverteidiger, die SG Möhringen, gegen den VFB Gießen nur ein Unentschieden erreichte. Aber die Stuttgarter steigerten sich und gewannen die nächsten beiden Gruppenspiele. Im abschließenden Spiel traf Möhringen dann auf die SG Halstenbek/Pinneberg, die bis dahin ihre drei Gruppenspiele souverän gewonnen hatte. Insgesamt acht verworfene Freiwürfe (von elf) kosteten Halstenbek letztendlich den Sieg (22:27 für Möhringen). Möhringen war damit Sieger der Gruppe 1, Halstenbek/Pinneberg belegte Platz 2 – ein durchaus zu erwartender Einlauf. Dahinter belegten SG Osnabrück, Gießen und der TUS Lichterfelde in dieser Reihenfolge die Plätze drei bis fünf.

In der Gruppe 2 spielte der große Favorit, die SG DBV Charlottenburg mit mehreren ehemaligen National- und Bundesligaspielern. Die Berliner setzten sich sicher durch und gewannen ihre Spiele jeweils sehr deutlich. Dahinter sollten sich eigentlich die SG Heidelberg und der Vorjahres-Zweite Oldenburger TB um Rang zwei streiten – aber es gab eine große Überraschung: Die SG Neukölln, Achter des Vorjahres, besiegte nicht nur die Heidelberger 36:32, sondern auch die Oldenburger 29:23. Damit stand die zweite Berliner Truppe im Halbfinale. Platz drei belegte Oldenburg, Platz vier Heidelberg und Rang fünf belegte das Team der SG Darmstadt.>

Die den ersten Tag abschließende Sitzung der Mannschaftsverantwortlichen brachte zwei wichtige Ergebnisse: Heinz Schlichter (Saarlouis) und Detlev Schneider (Charlottenburg) wurden Sprecher bzw. stellvertretender Sprecher der 60-er. Und die Teams beschlossen, dass ab 2018 wieder alle Spieler beim DBB gemeldet werden und einen Spielerpass beantragen – damit heißt das Bundesturnier ab 2018 auch offiziell  wieder Deutsche Meisterschaft!

Der Abend startete mit einem gelungenen Buffet in den Räumen des Halstenbeker Schützenhauses. Anschließend gab es drinnen und draußen kleinere Gesprächsrunden. Einige nutzten die Gelegenheit, sich am Schießstand zu messen. Gegen 23.00 waren schon fast alle verschwunden – die Spiele in der zunehmend von der Sonne aufgeheizten Halle waren wohl doch ganz schön anstrengend.

Sonntagmorgen starteten die Überkreuzspiele – zunächst in der „unteren Hälfte“: Gießen unterlag Oldenburg 21:32, Heidelberg besiegte Osnabrück 35:30. Dann die Halbfinals, in denen es zu zwei hart umkämpften Spielen kam: Titelverteidiger Möhringen setzte sich äußerst knapp mit zwei Punkten Vorsprung (28:26)  gegen das Überraschungsteam aus Neukölln durch. Das schnelle Spiel der Neuköllner Ulli Tangl und Werner Achhammer und die Dreier von Franz Elsner reichten gegen die Treffsicherheit von Norbert Breier und Roland Knapp nicht.

Im zweiten Halbfinale traf der Außenseiter Halstenbek/Pinneberg auf den Favoriten Charlottenburg. Aber wie hatte Detlev Schneider noch am Samstagabend geunkt: „Morgens ist nicht unsere Zeit“ – das sollte sich bestätigen. Vom Start weg waren die Halstenbeker hellwach und voll da, agierten mit hoher Intensität und taktisch diszipliniert. Die sehr aggressive Zone ließ den Charlottenburger Schützen kaum Raum, deren Center wurden praktisch aus dem Spiel genommen; Spielercoach Hans-Jürgen Duchstein trieb seine Truppe immer wieder zu hohem Tempo an. So setzte sich Halstenbek letztlich verdient mit 33:24 durch („Wir wollten den Sieg einfach mehr“ –so Duchstein hinterher) und zog ins Finale ein.

Die Platzierungsspiele konnten beginnen. Zunächst spielten Lichterfelde und Darmstadt um Platz neun – Tus Lichterfelde besiegte die Neulinge aus Darmstadt 21:18. Nach einem 32:27-Sieg gegen Gießen belegte Osnabrück Platz sieben. Und Oldenburg besiegte Heidelberg  32:27 und wurde somit Fünfter. Dann kam es im Spiel um die Bronzemedaille zur Berliner Stadtmeisterschaft: DBV Charlottenburg besiegte in einem einseitigen Spiel die SG Neukölln mit 43:28 und sicherte sich so den dritten Platz.

Das Finale stand an: SG Möhringen gegen die SG Halstenbek/Pinneberg. Unter der souveränen Leitung der Schiedsrichter Schreiner und Naujoks kam es zur Revanche für das verlorene Gruppenspiel. Ein Traumstart für Halstenbek – Hutmacher und Wulf sorgten für eine 6:0-Führung. Auszeit Möhringen – half nicht, die Halstenbeker mit ihrer aggressiven Zone blieben dominant. Immer wieder führte das hohe Tempo im Angriff zum Erfolg. Und am Sonntagmittag trafen die Halstenbeker deutlich besser als am Abend zuvor. Zur Halbzeit eine sichere Führung: 22:14.

Auch die zweite Halbzeit verlief ähnlich: bärenstarke Halstenbeker Verteidigung, keine freien Schüsse für die Stuttgarter und immer wieder mit druckvollem Spiel nach vorne. Der Vorsprung wuchs an: 17 Punkte nach fünf Minuten in der zweiten Halbzeit – da konnte nichts mehr passieren. Bereits eine Minute vor dem Ende gratulierte der Möhringer Coach den Halstenbekern, die am Ende 36:25 siegten. Ausgelassener Jubel dokumentierte die Freude der Lokalmatadoren über diesen Erfolg!

Anschließend übernahmen Helmut Keil und Heinz Schlichter die Siegerehrung; sie dankten den Schiedsrichtern und Kampfgerichten für ihren Einsatz, den Organisatoren für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung und überreichten  jeweils Urkunde und ‘ne Flasche Sekt für die Plätze zehn bis vier. Und dann die Medaillen dazu für die Plätze drei und zwei. Unter dem Beifall aller Anwesenden erhielten die Spieler der SG Halstenbek/Pinneberg (zu der neben den sechs einheimischen Akteuren Spieler aus Kiel, Magdeburg und Düsseldorf gehören) ihre Medaille umgehängt und dann nahm Kapitän Manhard Miehlke den großen Siegerpokal in Empfang.
Jürgen Freybe

Alle Ergebnisse und weitere Informationen zum Turnier findet man auf der Homepage dieser Meisterschaft unter https://dmbasketball-60plus.jimdo.com/

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