WNBL: USC Freiburg – SG Weiterstadt 32:66 (12:22)13. November 2012

Die längste Anreise der Vorrunde stand für das Weiterstädter WNBL-Team beim Auswärtsspiel in Südbaden auf dem Programm, deutlich gewinnt das Nachwuchsteam der SGW gegen die Freiburger Eisvögel mit 32:66 Punkten.

Besonders am Anfang entstand jedoch der Eindruck, das Weiterstadt trotz körperlicher Präsenz in der Halle noch nicht richtig angekommen war. Ob es am 11.11. und Auftakt der närrischen Saison lag, an der frühen Anreise oder an den schlechten Lichtverhältnissen bleibt unklar. Die erste Halbzeit beschränkten sich die Gäste auf gute Verteidigung, die zweite Spielhälfte sahen die Zuschauer dann auch im Offense eine extrem dominante Weiterstädter Equipe.

In den ersten Minuten ging das Publikum noch von einem normalen Spielverlauf aus. Schnell gingen die Südhessinnen mit Treffern von Gießelbach und Müller in Führung (2:7), dann stockte das Spiel. Man konzentrierte sich auf die Verteidigung der eigenen Zone und der Freiburger Centerin Quedraogo, dies vor allem durch Maike Molitor. Das funktionierte auch hervorragend, den Gastgeberinnen gelang zwar der ein oder andere Treffer, man hatte aber überhaupt kein Rezept gegen die Weiterstädter Defense. Freiburg war angewiesen auf eine Vielzahl von Distanzschüssen bei mäßiger Trefferquote, der Zug zum Korb gelang kaum.

Leider patzen aber auch die Gäste in den ersten zwei Viertel in fast allen Angriffssituationen. Schlechtes Stellungsspiel, eine schwache Freiwurfquote und verlegte Korbwürfe ermittelten den Eindruck von mangelnder Konzentration und sprichwörtlichem Durcheinander. Immerhin gelangen 13 Punkte, aber ein Halbzeitergebnis von 11:20 Punkten zugunsten Weiterstadt spricht Bände. Chiara Gießelbach kommentiert den Zwischenstand: „Die erste Halbzeit haben wir im Angriff total verpennt. Es war ein ziemliches Chaos und keiner wusste so richtig was er machen sollte. Und das lag nicht an einer überragenden Freiburger Verteidigung, sondern irgendwie war bei uns der Wurm drin.“

Eine ähnliche Ansage, wahrscheinlich drastischer, muss Coach Tuna Isler wohl in der Halbzeit getätigt haben. Denn zumindest das Weiterstädter Team kehrte wie verwandelt auf das Spielfeld zurück.  Mit einem 16:0 Lauf, gekrönt durch einen Dreier von Knauf, eröffneten die Gäste das dritte Viertel. Die starke Defenseleistung der ersten Halbzeit führte man fort, mit Tempo und Druck überrannte man ein ums andere Mal die Freiburger Verteidigung. Wie verwandelt funktionierten auch die Standardsituationen und Systeme, die Freiburger Verteidigung hatte große Probleme. 9 von 11 Spielerinnen konnten punkten, bevor Celine Martin in den Schlußsekunden das Duell mit einem Korb beendete.

Weiterstadt gewinnt also hochverdient mit 34 Punkten Vorsprung, auch wenn man einen WNBL-reife Leistung erst in der zweiten Halbzeit zeigte. Isler ist demzufolge auch nicht uneingeschränkt begeistert: „Eigentlich war es geplant die gesamten 40 Minuten so zu bestreiten wie die zweite Halbzeit, das hätte uns im weiteren Spielverlauf mehr Raum zum Wechseln und das Testen von Systemen gegeben. So bin ich zwar mit dem Ergebnis zufrieden, gegen einen stärkeren Gegner dürfen wir uns aber am Anfang nicht so gehen lassen, ein Aufholen wäre dann schwierig. Mit der Leistung der letzten beiden Viertel bin ich aber mehr als einverstanden.“

Etwas mehr in den Südwesten geht es dann am nächsten Sonntag, am 18.November tritt das Team bei den Saarlouis Royals an.

Für die SG Weiterstadt spielten: Beck (2), Gießelbach (18, 7/4 Freiwürfe), Gümüs (3, 2/1), Kahnt, Jana Knauf (6, 2/1, 1 Dreier), Lange, Martin (2), Molitor (9, 3/1), Müller (21, 4/3), Russell (2), Schmidt (3, 6/1).

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