WNBL: TuS Lichterfelde – Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel 48:59(18:31) – 221. Januar 2014

Am Sonntag fand das Spitzenspiel der WNBL Gruppe Nordost zwischen dem TuS Lichterfelde und den Girls Baskets aus Braunschweig/Wolfenbüttel statt. Die 125 Zuschauer sahen über die gesamte Spielzeit ein hart umkämpftes Spiel zwischen zwei ebenbürtigen Teams. Den besseren Start erwischten eindeutig die Gäste aus Wolfenbüttel/Braunschweig, die schnell mit 11:4 in Führung gingen. Die erste Halbzeit war geprägt von anfänglicher Nervosität auf beiden Seiten.

Die Berliner Mädchen machten sich zusätzlich mit zu vielen untypischen Ballverlusten das Leben unnötig selber schwer. So rannte man dem 10-Punkte-Rückstand aus der Anfangsphase fast über die gesamte Spielzeit hinterher. Mit einem ungewohnten 13-Punkte-Rückstand ging es in die Halbzeitpause (18:31).

Wer aber nun gedacht hat, dass die Hauptstädterinnen sich die Punkte einfach so abnehmen lassen, sah sich getäuscht. Fokussiert und konzentriert starteten die jungen Damen aus Lichterfelde in der Defense und legten die berühmte Schippe drauf. Das zeigte deutliche Wirkung im Braunschweiger/Wolfenbütteler Team.

Ein 18:3-Lauf brachte die Berlinerinnen wieder zurück ins Spiel und man ging sogar mit 36:34 selber in Führung. In dieser Phase wurde das Spiel noch intensiver und so hagelte es auf beiden Seiten reichlich Fouls. Die beiden Schiedsrichter gaben den Teams eine großzügige Linie mit viel erlaubten Kontakt vor. Diese Vorgabe wurde von beiden Teams aktiv angenommen und ausgereizt. Einfluss auf das Spielergebnis selbst hatte dies jedoch nicht. Leider blieb das Laster der zahlreichen Ballverluste auch in der zweiten Halbzeit ein ständiger Begleiter im Berliner Spiel (insgesamt 26/12 Ballverluste).

Mit Kampf und Einsatzwillen gingen die Berlinerinnen unter den Körben zu Werke, so dass das Rebound-Duell mit 46/25 klar auf das Lichterfelder Konto ging. Leider paarten sich die Ballverluste mit einer miserablen Abschlussquote unter dem Brett. Zu oft wurde in dieser Phase die gute Reboundarbeit mit Fehlwürfen direkt unter dem Korb wieder zunichte gemacht. Auch aus der Distanz fiel an diesem Nachmittag nichts mehr in den Korb, sodass man zusätzlich zur Niederlage auch noch den direkten Vergleich abgeben musste. Schlussendlich muss man aber sagen, dass die 48:59-Niederlage gegen einen Mitfavoriten auf den WNBL Titel an diesem Tag gerechtfertigt war.

„Diese Niederlage wird uns nicht umwerfen, sie wird uns stärker machen “ sind sich beide Trainer sicher. Mit der Situation, erstmals in dieser Saison nicht als ungeschlagener Spitzenreiter und damit „der Gejagte“ zu sein, können sich die Berlinerinnen durchaus anfreunden. Der Weg durch die Play Offs wird ähnlich schwer wie das Spitzenspiel an diesem Wochenende gegen die Girls Basket aus Braunschweig/Wolfenbüttel. Wohlwissend, welche Möglichkeiten in diesem Team stecken, freut man sich in Berlin auf weitere enge Spiele, die dann mit einem besseren Ende für die Hauptstädterinnen ausgehen sollen.

TuS Licherfelde: Sabally 16, Neis 10, Dreher 8, Vierhuve 7, Sauthoff 5, Link 2, Dröll , Helmke, Lehmann, Koulis, Moritz, Hagenhaus.
(TuS Lichterfelde, Guido Helmke)

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