WNBL: TS Jahn München – Dragon Girls Rhöndorf: 76:66 (39:28)29. Februar 2016

Die weibliche Nachwuchs Basketball Bundesliga Mannschaft der Dragons Rhöndorf hat im Spitzenspiel in München die erste Niederlage in der Hauptrunde Süd einstecken müssen. In einem hochklassigen WNBL Spiel reichten zwölf starke Minuten nicht um die furios treffenden Münchnerinnen zu stoppen und die 76:66 (19:13, 10:15, 24:19, 13:19) Pleite zu verhindern.

Dabei starteten die Dragon Girls stark in das Spiel in der bayerischen Landeshauptstadt. Ein Dreier von Elif Agirdogan sowie ein And One von Carlotta Ellenrieder, gefolgt von zwei Korblegern von Svea Carstens und Esther Kaltwasser brachten eine schnelle und verdiente Führung (4:10, 6. Minute). Doch schon zu diesem Zeitpunkt kämpften die Rhöndorferinnen mit vielen Fouls. Agierte die Mannschaft von Coach Robert Gan bis dahin noch aggressiv, so folgte mit zunehmender Anzahl der Pfiffe immer passiveres Defensiv Verhalten.

Der TS Jahn München nutzte den nun vorhandenen Platz und bestrafte unmittelbar die schwache Verteidigung der Rheinländerinnen im Stil einer Spitzenmannschaft. Die Dragon Girls erwischten dagegen eine schwache Offensive Phase. Offene Würfe fielen nicht und viele mentale Aussetzer schlichen sich ins Spiel ein. Lediglich Carina Lenze aus der Mid Range, und Julia Loock mit zwei Körben nach Offensiv Rebounds konnten dagegen halten, während München die Führung übernahm (26:20, 13. Minute).

Es folgte eine rabenschwarze Phase der Rheinländerinnen. Mentale Aussetzer führten zu Ballverlusten die Gastgeber sofort in Korberfolge transformierten. Defensiv brachen alle Dämme. Zwei Minuten vor der Halbzeit führten die Jahn Girls nach einem 13:4 Run mit 15 Punkten. Erst die an diesem Tag beste Rhöndorferin Annika Graß konnte mit zwei Korberfolgen den Run beenden und damit zur Halbzeit etwas für Ruhe sorgen (39:28).

Jegliche Hoffnung auf ein Ende des Münchner Rausches und defensive Stops der Rheinländerinnen blieb auch im dritten Viertel unerhört. Zwar verkürzte ein Dreier von Agirdogan gleich zu Beginn den Vorsprung auf zehn Punkte, doch München bestrafte weiterhin eiskalt jeden individuellen Aussetzer der Dragons (47:31, 23. Minute). Den Gästen gelang es minutenlang nicht die Münchnerinnen vom Punkten abzuhalten. Lediglich starke offensive Aktionen hielten die Rhöndorferinnen im Spiel. Immer wieder war es Annika Graß, die versuchte ihr Team mit viel Einsatz und Leidenschaft zurück ins Spiel zu bringen. Dies gelang den Dragons jedoch nur offensiv durch Dreier von Jessika Schiffer und Elli Emrich (59:45, 29. Minute). Kurze offensive Schwächephasen konnten die Rheinländerinnen aber nicht kompensieren. München scorte jeden Angriff und setzte sich sechs Minuten vor Schluss bis auf 22 Punkte ab (73:51, 34. Minute).

Erst jetzt gewannen die Dragon Girls die Kontrolle über das Spiel zurück. Im Bewusstsein, dass es im Rückspiel in der heimischen Menzenberger Halle wohl um den direkten Vergleich beider Teams gehen würde, gab die Mannschaft von Robert Gan nicht auf und kämpfte sich nun endlich mit Hilfe von defensiver Stops zurück ins Spiel. München investierte weiterhin alles, um dagegen zu halten, doch die Dragons Offensive eröffnete ein wahres Feuerwerk. Agirdogan, Schiffer und Emrich per Dreier sowie Annika Graß am Korb nach schönem Anspiel von Alex Ritter und nochmals Schiffer per Pull Up in der Midrange verkürzten den Vorsprung bis zum Ende des Spiels auf zehn Punkte und verbesserten damit die Ausgangslage für das Rückspiel dramatisch.

Dragons Coach Robert Gan zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht über die defensive Leistung seiner Mannschaft, zeigte sich jedoch glücklich über das Aufbäumen seiner Mannschaft zum Ende des Spiels: “Zwischen der 6. und 34. Minute lief heute quasi alles schief. Wir wurden hochverdient für unsere Aussetzer bestraft und hatten dazu sehr viel das gegen uns lief. München ist eine absolute Spitzenmannschaft und spielte heute auf hohem Niveau. Wer wie wir heute in 28 Minuten 70 Punkte zulässt kann so ein Spiel nicht gewinnen. Dennoch bin ich glücklich darüber, dass wir es am Ende geschafft haben dagegen zu halten und somit im Rückspiel alle Chancen haben werden den direkten Vergleich zu holen.

Es spielten: Agirdogan 12, Ritter, Carstens 2, Kaltwasser 2, Graß 12, Ellenrieder 10, Emrich 10, DeMuirier, Loock 4, Lenze 2, Hartmann 2, Schiffer 10

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