WNBL: Team Göttingen – BG 2000 Berlin 43:69 (19:27)19. November 2013

Nachdem man vor zwei Wochen in Chemnitz eine enttäuschende Vorstellung abgegeben hatte, glich das Spiel in Göttingen einem Befreiungsschlag für das WNBL Team der BG 2000 Berlin. Nachdem man gute 350km zurückgelegt hatte und sich aufwärmte, schwor man das Team ein, ohne Druck in das Spiel zu gehen, dafür großen Einsatz und Willen zu zeigen und niemals aufzugeben. Das Spiel begann holprig, beide Teams ohne nennenswerten Aktionen, dafür mit dem bekannten Bild: Ballverluste. Nachdem es nach vier Minuten lediglich 6:4 für die Gastgeber stand, starteten die Berlinerinnen einen 8:0 Lauf, der das 10:17 Viertelergebnis maßgeblich beeinflusste. Im 2. Viertel häufte sich leider wieder die Fehlerquote, sodass es zwischenzeitlich zu einem sehr zähen Spiel wurde, dennoch: Die Berlinerinnen wollten unbedingt die Oberhand behalten und mauserten sich zu einer 19:27 Halbzeitführung.

Während die Spielerinnen der BG 2000 die Halbzeit, nach einer kurzen Ansprache,  nutzten in Bewegung zu bleiben und sich einzuwerfen, verbrachte das Heimteam 13 Minuten in der Kabine- anscheinend war man nicht mit der Leistung des Teams zufrieden. Anpfiff zweite Halbzeit und Göttingen stellte in der Verteidigung auf eine 3-2 Zone um. Während die Berlinerinnen sich davon irritieren ließen, kam ein bekanntes Bild auf: Man ließ sich verunsichern, schmiss den Ball teilweise ohne Druck weg und in der Defense vernachlässigte man die Basics, sodass Göttingen in den ersten sieben Minuten das Viertel mit 12:8 für sich entschied und in der 28. Minute auf 31:35 sich herankämpfte. Dann jedoch platzte endlich der Knoten bei den Gästen und man beendete das Viertel mit einem 0:5 Lauf und hatte eine wichtige zehn-Punkteführung  nach drei Viertel.

Das 4. Viertel ist schnell erzählt: Während Göttingen zwischenzeitlich an ihrer Zone festhielt, starteten die Spielerinnen der BG 2000 einen 20:2 Lauf, in den ersten fünf Minuten, welcher endgültig die Moral der Gastgeber brach und man von dort an das Geschehen auf dem Feld bestimmte. An einer Sequenz lässt sich bswp. Das letzte Viertel erklären: Rookie „Juli“, Aufbauspielerin, schnappte sich innerhalb kürzester Zeit fünf Offensivrebounds- die zusätzlichen Ballbesitze führten jedes Mal zu erfolgreichen Korbabschlüsse, welche die Führung wachsen ließen. Dies soll einfach den Einsatz und den Willen der Berlinerinnen widerspiegeln. Das Feuer, welches die Mannschaft im 4. Viertel innehatte, war insgesamt sehr beeindruckend. Man konnte durch ein aggressives Deny (Das Spiel wurde generell sehr körperlich von Seiten der Unparteiischen ausgelegt) viele Ballgewinne herausholen und überrumpelte das Team aus Göttingen letztendlich mit 28:12 im Schlussviertel.

Das für einige sicherlich überraschend hohe Ergebnis  war aufgrund des Einsatzes und des Willen absolut berechtigt und verdient! Das Trainerteam hofft jetzt natürlich, dass sich das Team nach den ganzen Stolpersteinen (Kapitän verabschiedete sich mit einem Kreuzbandriss aus der Saison, eine andere Spielerin wurde mit einer undichten Herzklappe diagnostiziert usw) sich endlich gefunden hat und die gute Leistung konstant abrufen kann. Das letzte WNBL Spiel in diesem  Jahr steigt am 8.12 in Braunschweig.
(BG 2000 Berlin, Tilmann Rocha)

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