WNBL: SV Halle Junior LIONS – TuS Lichterfelde 38:87 (24:29)2. Dezember 2013

Ein Unterschied wie Tag und Nacht ist manchmal innerhalb weniger Stunden zu erkennen. So könnte man das Spiel der WNBL des SV Halle in einem Satz zusammenfassen.

Die Spieler-Situation hat sich zur Vorwoche nicht wirklich verbessert. Nach fast 2 Wochen Pause stieg Lena Büschel mit nur einer vollen Trainingseinheit wieder ein und machte das was sie am besten kann, Rebounden. Dennoch war die einzige Centerin alles andere als in Topform: „Natürlich ist Lena konditionell gerade unter ihrer gewohnten Leistungsfähigkeit. Das ist normal wenn man nicht trainieren kann, das kommt aber auch schnell wieder zurück. Umso mehr muss man Ihre Leistung im Rebounding heute herausstellen“ so ihr Trainer nach dem Spiel. Rosa Burczyk ist auf dem Weg der Besserung, dennoch fällt sie weiterhin aus. Aus privaten Gründen fehlt leider Luzie Niederhausen, die wie auch Rosa eine große Position bei den Junglöwinnen spielt.

Alle Spielerinnen wussten, dass es ein sehr schweres Spiel werden würde, welches nur mit einer absoluten Top-Leistung gewonnen werden konnte. Durch die kurze Rotation auf der Bank und die fehlenden Center, mussten sich die jungen Hallenserinnen defensiv auf die Gegner aus Berlin stürzen, um überhaupt eine Chance auf den Sieg zu haben. Eine aggressive Ganzfeld-Verteidigung und gute Rotation im Rückfeld, waren in der ersten Hälfte der Schlüssel für Halles Erfolg. Zur Halbzeit stand es 24:29. „Bis zur Halbzeit konnte man ein wirklich gutes Basketballspiel zweier gleichstarker Mannschaften sehen.“ so der Trainer. Die Fans glaubten an das Wunder, ebenso wie die Spielerinnen und ihr Trainer.

In der Halbzeitbesprechung ermahnte der Trainer seine Mädels nach Wiederanpfiff da zu sein und dort weiterzuspielen wo sie in Hälfte eins aufgehört hatten. Zu oft hatten sie in den letzten Spielen, das dritte Viertel verschlafen und sich so um den Sieg gebracht. Was dann geschah lässt sich nur zum Teil erklären, es wirkte als wäre es plötzlich Nacht geworden. Wie ausgewechselt spielte jetzt nur noch TuSLi. Stand nach dem 3.Viertel 27:63.

Die kleinen Lions waren stehend K.O. „Die hohe Investition in die Verteidigung hat zu viel Energie gekostet, die Mädels waren fertig und wer müde ist, ist nicht nur langsam beim Laufen, der ist auch langsam beim Entscheiden. Da hat uns TusLi dann den Zahn gezogen, indem sie uns immer wieder zu Entscheidungen gezwungen haben“ musste der enttäuschte Trainer im Anschluss zugeben „das wir so fertig sind, kann mit dem Oberliga-Spiel am Samstag zuvor zu tun haben (die WNBL startet ebenfalls in der Oberliga Damen, Anm.d.Red.), mit 8 Spielerinnen ist es bei unserer intensiven Spielweise sehr schwer eine Doppelbelastung zu fahren.“

Am Ende des Spiels stand 38:87 auf der Anzeige, die Enttäuschung war allen anzumerken. Die Fans konnten zwar eine müde Mannschaft sehen, dafür aber keine die aufgibt. Den Tränen nahe, haben heute alle Spielerinnen bis zum Umfallen gekämpft, das sahen neben dem Trainer auch die Fans so und bedankten sich bei den kleinen Raubkatzen mit Applaus und aufmunternden Worten.
Junior LIONS:
Reinicke, A. (18 Punkte); Schinkel, L. (7); Schinkel, J, (6); Pappaleonidas, E. (2); Kühn, C. (6); Kovalev, K. (4); Mettin, A.
(Halle LIONS Basketball GmbH)

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