WNBL: Stormarn Wild Wings – OSC Junior Panthers 71:63 (34:23)10. Dezember 2012

“Was für eine geile Truppe – die Mädchen und die Coaches haben wieder eine ganz starke spielerische und taktische Vorstellung abgeliefert”. Teammanager Stefan Möller gab sich nach dem neuerlichen Coup seiner Wild Wings verbal gelöst und in Jubelstimmung, denn mit einer erneuten kämpferischen und spielerischen Bravourleistung gegen die favorisierten OSC Junior Panthers aus Osnabrück, haben die ATSV-Mädchen ihre Erfolgsserie auf mittlerweile fünf Spiele ausgebaut und damit zu Tabellenführer TuS Lichterfelde aufgeschlossen.
Die Gäste aus Niedersachsen, die die winterliche Anreise nach Ahrensburg heil und unbeschadet überstanden hatten, legten zunächst den besseren Start hin (2:7). Mit mehreren Ballgewinnen und schnellen Fastbreaks waren die Wild Wings jedoch mit leichter Verspätung zur Stelle und übernahmen nun auch immer mehr das Kommando in einem hart umkämpften, aber nicht unfairen Match in dem in den Schlussminuten insgesamt acht Spielerinnen frühzeitig mit erreichter Foulgrenze auf der Bank Platz nehmen mussten (zwei bei den Wild Wings / sechs bei den Junior Panthers).

In der Defensive überzeugten die Wild Wings mit einer bärenstarken Kollektivleistung und engten damit insbesondere den Wirkungskreis der körperlich alles überragenden OSC-Centerin Vera König (6 Pkt.) ein. So kamen die Gäste nur sehr selten zu vermeintlich leichten Punkten. In der Offensive wurde das Spiel der ATSV-Girls wie gewohnt von der clever und souverän Regie führenden Merle Bitter (Foto) dirigiert. Die 15-Jährige liefert in dieser Spielzeit konstante Topleistungen ab. ist Antreiberin, Defense-Kämpferin und Scorerin in Personalunion. Trotz Doppelpressdeckung war sie von den Gästen kaum zu stoppen und so konnte sie immer wieder ihre Mitspielerinnen erfolgreich in Szene setzen oder selbst punkten. Zur besten Punktesammlerin avancierte allerdings erneut Jasmin Zimmermann, die mit ihren 23 Zählern, davon drei Dreipunkttreffer, auch Topwerferin der Partie war.
Bis zur Pause (34:23) konnten sich die “Wildschwäne” eine überraschende elf Punkte-Führung herauswerfen. Die große Frage für den zweiten Durchgang war jedoch, ob man die kräftezehrende Spielweise auch in den zweiten zwanzig Minuten wird aufrecht erhalten können, denn entschieden war zu diesem Zeitpunkt noch nichts. Die Osnabrückerinnen kamen dann auch mit frischem Elan aus der Kabine und zeigten mit drei schnellen Körben von Cherina Kaiser, dass man die Partie noch lange nicht verloren geben wollte. Die Wild Wings hielten zwar dagegen, konnten aber nicht verhindern, dass der Vorsprung kontinuierlich zusammenschmolz. Zu Beginn des vierten Viertels, als den Gästen mit 52:53 die Führung gelang, drohte die Begegnung dann sogar zu kippen. Doch eine Siegesserie und unbändiger Teamgeist machen stark und selbstbewusst, und dies bekamen in den Schlussminuten dann auch die Junior Panthers zu spüren. Trotz des knappen Rückstandes, liessen sich die Wings nicht beirren und meisterten mit vereinten Kräften auch diese brenzlige Situation. Zwei Körbe von Kaja Witkowski und zwei weitere Dreier von Jasmin Zimmermann und Merle Bitter stellten die Weichen schliesslich auf Sieg. In den letzten Minuten versuchten die Gäste mit Stop-the-Clock-Fouls das Unheil zwar noch abzuwenden, doch neben einer überragenden Dreierquote, lieferten die Wings in diesem Spiel auch an der Freiwurflinie gute Zahlen ab, so dass der Erfolg unter der lautstarken Anfeuerung des heimischen Anhanges am Ende sicher nach Hause gebracht wurde.
Große Zufriedenheit strahlte nach dem Abpfiff auch Headcoach Marc Köpp aus. Nicht nur wegen des Sieges und der überzeugenden Darbietung seines Teams, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass man die Zonenverteidigung der Junior Panthers erfolgreich aushebeln konnte. Eine Verteidigungsform, die die Bundestrainer in der WNBL eigentlich nicht als das Mittel der Wahl sehen wollen, aber auf die leider immer häufiger zurückgegriffen wird.
Die WNBL pausiert nun erst einmal bis Mitte Januar. Für die Wild Wings bzw. einige Akteurinnen stehen bis zum Jahresende allerdings noch einige Aufgaben auf dem Terminzettel. Zunächst absolvieren Jasmin Zimmermann, Merle Bitter und Kaja Witkowski vom 14.-17. Dezember das Try Out der U16-Nationalmannschaft in Kienbaum. Am 20.12. findet dann die teaminterne Weihnachtsfeier statt. Zwischen den Feiertagen startet man schliesslich beim internationalen Turnier im dänischen Lemvig, allerdings ohne Lilli Stenzel, Mirja Beckmann und Carina Kellermann, die zeitgleich beim Leistungscamp (Jahrgang 1998) des DBB weilen.

Für die Wild Wings spielten: Jasmin Zimmermann (23/3), Merle Bitter (18/2), Lilli Stenzel (8), Kaja Witkowski (7), Jennifer Struve (5/1), Clara Schwartz, Nora Reimann (je 4), Carina Kellermann (2), Merle Schrader, Maxime Mönke, Mirja Beckmann, Yasmin Martens.

Für die OSC Junior Panthers spielten: Cherina Kaiser (16), Maja Girmann, Ann-Sophie Ossowski (je 8), Annemarie Potratz (7),  Vera König, Lisa Siemund (je 6), Lotta Eichmeyer (5), Marisa Koopmann (4), Caroline Lahrmann (3), Judith Pauls, Franca Riesmeyer.

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