WNBL: Stormarn Wild Wings – OSC Junior Panthers 70:77 (37:24)4. März 2013

Am Ende waren es fünf Minuten, die den Wild Wings den nicht unverdienten Sieg und damit den zweiten Tabellenplatz bei den favori-sierten Junior Panthers aus Osnabrück kosteten. Der geneigte Betrachter mag sich aussuchen, ob es nun die fünf Minuten der Overtime waren oder die ersten fünf Minuten nach der Halbzeitpause, in denen das Team des Trainerduos Köpp/Kühn keinen Punkt erzielte und die Gastgeberinnen den deutlichen 37:24-Pausenrückstand ausgleichen konnten und so wieder ins Spiel zurückkamen?

In den ersten zwanzig Minuten hatten die Wild Wings auf alle Fälle stark begonnen, präsentierten sich konzentriert in der Verteidigung und treffsicher im Angriff und lagen so nach drei Minuten bereits mit 11:0 in Front. Man war also im Gegensatz zum Spiel vom Freitag gegen Rotenburg von Beginn an hellwach und gab dem Favoriten, lautstark vom mitgereisten Ahrensburger Fanblock angefeuert, in so mancher Phase dieser Hälfte zahlreiche Rätsel auf. Ob es nun Mirja Beckmann oder Jenny Struve mit ihren Dreiern waren oder Nora Reimann in der Zone oder Jasmin Zimmermann mit ihrem unnachahmlichen Zug zum Korb, alle Spielerinnen zeigten, dass Sie unbedingt noch den zweiten Platz in der Nordstaffel erreichen wollten. Auch Clara Schwartz, die die Wochen zuvor wegen ihrer Fußverletzung zum Zuschauen verurteilt war, meldete sich wieder kampfstark zurück um ihr Team beim Endspurt zu unterstützen.

Nachdem die Junior Panthers im ersten Abschnitt der Musik mehr oder weniger hinterherliefen, war klar, dass sie im zweiten Durchgang noch einmal mit frischen Elan nach der Krone der Nordstaffel greifen würden. So kamen die Gastgeberinnen wesentlich bissiger aus der Kabine und nahmen den Wild Wings früh den Schwung aus ihren Angriffsaktionen. Diese waren zu Beginn des dritten Viertels nicht mehr so zwingend und mit zahlreichen Fehlwürfen versehen. Es kam also wie es kommen musste, beide Mannschaften lieferten sich in Abschnitt zwei ein hart umkämpftes Kopf-an-Kopf-Rennen. Während es bei den Wildschwänen Merle Bitter und Jasmin Zimmermann waren, die die Geschicke lenkten, wurde bei den OSC-Mädchen Centerspielerin Vera König (33 Punkte) immer mehr zur bestimmenden Akteurin. Sie profitierte mit fortschreitender Spieldauer von den Foulproblemen ihrer beiden Bewacherinnen Nora Reimann und Clara Schwartz und nutzte die dadurch entstandenden Freiräume eiskalt aus. Aller OSC-Brettdominanz zum Trotz blieben die ATSV-Mädchen aber weiter im Geschäft, führten drei Minuten vor Schluss sogar noch einmal mit 62:55, mussten per Freiwurf dann aber kurz vor dem Abpfiff den bitteren Ausgleich (64:64) hinnehmen und vergaben im Gegenzug leider ihre allerletzte Wurfchance zum Sieg. So musste die Overtime dieses packende Duell und damit die Reihenfolge der drei Spitzenplazierungen in der WNBL-Nordstaffel entscheiden. Hier erwiesen sich die Gäste am Ende als cleverer und mit den besseren personellen und spielerischen Ressourcen ausgestattet, so dass man trotz eines starken Auftrittes leider mit einer großen Portion Enttäuschung die Heimreise antreten musste. Beste Wild Wings-Werferin war am Ende Jasmin Zimmermann (Foto links), die damit im Duell mit OSC-Nationalmannschaftskollegin Cherina Kaiser (8, Foto rechts) am Ende deutlich die Nase vorn hatte und der Bundestrainerin noch einmal nachhaltig signalisierte, sie zum nächsten Lehrgang Ende März vielleicht nicht nur auf Abruf zu nominieren!
Für Team und Coaches heisst es nun bis zum Start der Play Off´s in zwei Wochen frische Kräfte zu sammeln. Als Gegner in der ersten Runde steht jetzt der Zweitplazierte der West-Staffel, das mit zahlreichen Nationalspielerinnen gespickte, Team Göttingen fest. Die Wild Wings müssen dabei zunächst auswärts antreten (17.03.) und empfangen dann am 24.03. die Niedersächsinnen in der heimischen Sporthalle Reesenbüttel. Gespielt wird nach dem Modus “Best-of-Three”, d.h. ein eventuell drittes Spiel würde dann wieder in Göttingen gespielt werden.

Für die Wild Wings spielten: Jasmin Zimmermann (28), Merle Bitter (18), Jennifer Struve (9), Mirja Beckmann (7), Nora Reimann, Clara Schwartz (je 4), Merle Schrader, Maxime Mönke, Kaja Witkowski.

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