WNBL: SG Weiterstadt – TV Saarlouis 68:73 (31:36)18. Februar 2013

Auch wenn der TV Saarlouis in der Tabelle einen Platz besser positioniert war, vorab hatte man in Weiterstadt die Erfolgschancen relativ hoch eingeschätzt. Umso enttäuschter musste das WNBL-Team die eigene Halle nach einer hart umkämpften 68:73 Niederlage verlassen.

Dabei gab es durchaus gute Phasen im Weiterstädter Spiel, letztendlich scheiterte man aber wie auch im Hinspiel an den eigenen Schwächen. Die streckenweise mangelnde Treffsicherheit, eine nicht immer konsequente Verteidigung und Unsicherheiten in der Ballkontrolle verhinderten den Heimsieg, Saarlouis dagegen schien oft den entscheidenden Tick wacher, schneller, aktiver und aggressiver.

Den etwas verschlafenen Weiterstädter Start nutzen die Gäste denn auch gleich, um mit sich eine leichte Führung zu verschaffen. Doch zu diesem Zeitpunkt schien die Welt für die Gastgeberinnen noch in Ordnung. Denn nachdem man sich auf die Anfangs ungehindert punktende Saarländer Centerin Elizabeth Gbadago eingestellt hatte kam diese nicht mehr ungestört zum Zug. Weiterstadt selber dominierte die zweite Hälfte des Viertels mit schnellen und erfolgreichen Angriffen, spielgestaltend in dieser Phase vor allem Jana Knauf. Lohn der Aufholjagd war eine 19:15 Punkte Führung zur Viertelpause.

Den Vorsprung konnten die Hessenmädchen im zweiten Spielabschnitt allerdings nur kurze Zeit halten. Ab der 14. Spielminute wollte der Ball nicht mehr in den Korb, alle Angriffsversuche scheiterten an einer gut verteidigenden Saarländer Mannschaft. Missverständnisse beim Passen, Fehler bei Dribblings usw. verschafften den Gästen die Möglichkeit zur Eroberung der Führung. Wieder war es Gbadago, aber auch Lynn Grandjean, welche die Weiterstädter Defense vor große Probleme stellten. Ob Distanzwürfe oder Korbleger, häufig war die Abwehrspielerin zu spät oder musste foulen, Saarlouis gelang so ein 12:0 Lauf bevor Kübra Gümüs auf Weiterstädter Seite endlich mal wieder den Ball versenkte. Zur Halbzeit lagen die Gastgeber aber immer noch mit 5 Zählern im Rückstand, Punktestand 31:36 für Saarlouis.

Geschlagen gaben sich die Gastgeberinnen noch lange nicht. Immer wieder kämpften sich die Weiterstädterinnen unter der Führung von Chiara Gießelbach an die Gäste heran und verkürzten die Abstand, mussten aber im Gegenzug auch immer wieder Punkte abgeben. Erst in der 27. Spielminute gelang durch zwei verwandelte Freiwürfe von Rebecca Russel eine kurze Führung, die man nach zwei Turnoversituationen zwei Minuten später wieder abgeben musste. Vor der letzten Pause konnte Saarlouis wieder mehr Punkte vorweisen, Zwischenergebnis zu diesem Zeitpunkt 50:52.

Bezeichnend für die kämpferische Leistung beider Teams sollte die Korbausbeute des letzten Viertels sein, dieses wurde zur punktereichsten Phase. Dreimal gelang es dem Weiterstädter Team, sich auf einen Punkt Abstand oder sogar Gleichstand heranzukämpfen. Jede dieser Aufholjagden beendete man jedoch mit Leichtsinnsfehlern oder Defenseschwächen selber. Saarlouis, ebenfalls erbittert um jeden Punkt kämpfend, nutzte diese Chancen clever und konnte immer wieder die knappe Führung halten. Die letzten Minuten wurden extrem spannend, als dann auch noch in der 38. Minute Gbadago mit dem 5. persönlichen Foul das Spielfeld verlassen musste schien ein Weiterstädter Sieg trotz 3 Punkte Rückstand in greifbarer Nähe. Zwei Chancen für Korbtreffer vergaben die Gastgeberinnen dann aber, vier Freiwürfe wurden ebenfalls nicht genutzt. Saarlouis zeigte auch hier die besseren Nerven, verwandelte noch in der letzten Minute 2 Freiwürfe und gewinnt somit knapp dieses Duell knapp mit 5 Zählern Differenz.

Im Ergebnis zeigte Saarlouis an diesem Spieltag die bessere Teamleistung. Mit 5 Spielerinnen die zweistellig punkteten und kontinuierlich hohen Druck auf die Weiterstädter Defense ausübten waren die Gäste dominanter und flexibler als die Gastgeberinnen. Das bestätigt auch Coach Tuna Isler: „Es ist schade so knapp zu verlieren. Denn zum einen gab es auch einiges an schönen Spielzügen, zum anderen habe ich viel kämpferischen und engagierten Einsatz gesehen. Andererseits muss man ehrlich zugestehen das wir zu viel zu viele individuelle Fehler gemacht und dem Gegner unter unserem Korb viel zu viel Raum gelassen haben. Wir müssen uns nun konzentrieren und diese Fehler abstellen, vor allem aber Biss und Kampfgeist mit kompromissloser Verteidigung und Korberfolg kombinieren.“

Dank der Spielverluste der direkten Verfolger geht es nun bei unveränderter Tabellenkonstellation in ein intensives „Super-Wochenende“, am kommenden Freitag und direkt darauf folgend am Sonntag trifft Weiterstadt auf die beiden Tabellenführer Rhöndorfer TV und Rhein-Main-Baskets.

Für Weiterstadt spielten:
Annalisa Beck, Chiara Gießelbach (28, 18/10 Freiwürfe), Kübra Gümüs (11, 4/3), Mira Kahnt, Jana Knauf (7, 1 Dreier), Johanna Lange (2), Maike Molitor (2), Lara Müller (8, 2/0), Jasmin Pieper, Rebecca Russell (4, 4/4), Sandra Schmidt (8, 4/3, 1 Dreier), Johanna Wenzel.

 

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