WNBL-Review: Team Göttingen – SV Halle Junior Lions 48:57 (14:25)21. Oktober 2014

Das dritte Saisonspiel für die Junior LIONS aus Halle wurde in Göttingen ausgetragen. Dabei trafen zwei sieglose Mannschaften aufeinander und beide wollten die ersten Punkte in der Tabelle erkämpfen. Entsprechend engagiert gingen beide Teams zu Werke.

Wieder einmal mussten die kleinen Raubkatzen mit einem dezimierten Kader antreten. Leonie Wackermann aufgrund ihrer Sprunggelenksverletzung und Helen Lißon aufgrund eines erneuten Infektes konnten nicht mitspielen. Dafür stieß Luzie Heller zur Mannschaft und sollte erstmals WNBL-Luft schnuppern. Die Junior LIONS begannen gut, verteidigten hart und konnten daraus einige Punkte erzielen. Das erste Viertel entscheiden die kleinen Raubkatzen mit 6:16 für sich. „Im letzten Spiel haben wir es nicht geschafft unsere Verteidigung zu stabilisieren, das war heute viel besser!“ freute sich Nándor Kovács, der Trainer der Junior LIONS.

Auch im zweiten Viertel waren die Hallenserinnen nur schwer zu überwinden, was zur Halbzeit eine 14:25-Führung aus Sicht der Gäste bedeutete. „Zur Halbzeit hatte ich das Gefühl wir haben das Spiel im Griff und werden die Führung weiter ausbauen, doch leider läuft es im Sport manchmal anders als gedacht. Man darf ja auch nicht vergessen, das der Gegner was dagegen hat zu verlieren.“ schmunzelt der Übungsleiter des LIONS-Nachwuchs. In Halbzeit zwei begannen die Junglöwinnen zu passiv. Die Göttinger kam wie die Feuerwehr aus der Kabine und man hat gemerkt sie wollen sich nicht so einfach geschlagen geben. Immer wieder kamen sie durch Schnellangriffe zu Treffern oder zu Freiwürfen. Neun Freiwürfe erhielten die Göttingerinnen allein in Abschnitt drei. Grund dafür war das zu langsame Umschalten in die Verteidigung, woraus Göttingen entweder leichte Punkte oder Freiwürfe machen konnte. Zum Ende des dritten Viertels war aus der komfortablen 11-Punkte-Führung nur eine knappe 32:33-Führung aus Sicht der Hallenserinnen geworden.

„Wir haben uns die gesamte Woche über versucht so vorzubereiten, das die Halbzeitpause nicht wieder zu einem Leistungsverlust führt. Wir haben in den Trainingseinheiten die Pausengestaltung an die des Spiels angepasst. Ich denke wir werden in dieser Richtung weiterarbeiten. Aus meiner Sicht war das schon besser, aber eben nicht gut genug. Göttingen hat das Spiel zum Ende des dritten Viertels fast gekippt.“ mahnt der
Trainer des Hallenser Nachwuchs.

Im letzten Viertel platzte der Knoten bei den kleinen Löwinnen, sie erzielten 24 Punkte. Aus der immer besser werdenden Verteidigung konnten die Junior LIONS wieder einfache Körbe erzielen. „Im letzten Viertel haben wir stark gespielt, hart verteidigt und endlich die Chancen vorn genutzt. 24 Punkte in einem Viertel ist mal eine Ansage“ freut sich Trainer Kovács. Aber Göttingen gab noch immer nicht auf und die Gastgeber erzielten sechs Körbe, davon aber eben fünf
per Dreier,sodass sie bis vier Minuten vor Schluss nur mit zwei Punkten (42:44) hinten lagen und das Spiel ein weiteres Mal zu kippen drohte.

In der Endphase der Partie konnten vor allem Celina Kühn, Janina & Laura Schinkel, Charlotte Kreuter und Lena Büschel überzeugen. „Charlotte erzielte 5 ihrer 9 Punkte in den letzten 3 Minuten, Laura hat alles gegeben um als unsere Top-Verteidigerin den Go-to-guy von Göttingen aus dem Spiel zu nehmen, Celina und Janina haben jeweils 15 Punkte in die Partie gebracht und Lena hat heute gefühlte 20 Rebounds geholt. Aber auch die anderen Spielerinnen haben heute einen guten Job gemacht…ich bin stolz auf meine Mädels“, gab sich der Raubtierbändiger am Ende zufrieden. So konnte Rosa Burczyk mit einem sehr guten Auftritt überzeugen. Sie hat viele wichtige Rebounds geholt, oft konnte der Gegnern sie nur per Foul vom Korb fern halten.

Nach dem Spiel fasste Trainer Kovács das Spiel wie folgt zusammen: „Der Einsatz heute hat, bis auf die ersten 4 Minuten des dritten Viertels gestimmt. Wir haben heute einen wichtigen Sieg erzielt. Mich freut, dass wir allen Spielerinnen Einsatzzeit geben konnten. Ich hoffe Helen und Leonie steigen bald wieder ein, denn mit ihnen ist unsere Rotation wieder länger. Wir hatten mit den zwei knappen Niederlagen in Folge gegen TusLi und Alba ein wenig das Vertrauen in uns selbst verloren. Immerhin haben wir beide Spiele recht ordentlich verteidigt aber am Ende knapp verloren. Heute konnten wir uns von dieser Last befreien, denn im nächsten Spiel müssen wir unter allen Umständen positiv bleiben, egal wie das dann für uns laufen wird“ prognostiziert der Übungsleiter für das kommende Spiel gegen Meisterfavorit Wolfenbüttel/Braunschweig.
Junior LIONS:

Schinkel, J.: 15Pkt (1 3er); Kühn, C.:15Pkt; Büschel, L.:6Pkt.(16 Rebounds); Schinkel, L.:4Pkt; Niederhausen, L. 2Pkt.; Kreuter, C.: 9Pkt.; Burczyk, R.: 6Pkt.(8 Rebounds); Heinicke, L.; Röber, V.; Heller, L.

Text: Nándor Kovács (SV Halle Junior Lions)

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