WNBL-Review: SV Halle Junior-Lions – TuS Lichterfelde 51:556. Oktober 2014

Die WNBL-Saison begann für die Junior Lions mit einem Heimspiel gegen den Tus Lichterfelde als Vorprogramm der DBBL, in der neuen Erdgas-Arena.

„Wir freuen uns auf das Spiel in dieser wunderbaren Halle“ so Coach Nándor Kovács vor dem Spiel.

Das Bundesjugendlager(BJL) 2014 war gerade mal 4 Tage zuvor beendet. Da sich die Jahrgänge der WNBL und die des BJL überschneiden, hatten viele teams Schwierigkeiten eine gescheite Vorbereitung machen zu können. Für die Junior Lions aus Halle bedeutete das, 7 Starter der WNBL waren den gesamten September gerade mal zu EINER WNBL-Trainingseinheit anwesend. Untätig blieben die Mädels nicht, mit der MDA waren sie in Trainnigslagern oder auf Turnieren und letzlich beim Bundesjugendlager, wo die Bundestrainer nach den Spielerinnen der Zukunft suchen. Besonders erfreulich war dabei die Sichtung von Celina Kühn und Janina Schinkel. Der Trainer dazu kurz vorm Spiel: „ Das wir nicht gemeinsam trainieren konnten war natürlich bitter, die Mädels haben aber nicht auf der faulen Haut gelegen, sondern sehr hart für die MDA gearbeitet, wir müssen heute das beste daraus machen.“

Nach einem erwartet, holprigem Start überzeugten die Junior Lions durch starken Kampf! Gerade in der Defense waren die Junglöwinnen besonders stark, was 32:26 steals zeigen. Jedoch waren es viel zu viele Fehler im Zusammenspiel, weshalb die gute Verteidigung nicht immer belohnt wurde (33:34 turnovers). „Wenn man aus einem Steal nur einen Turnover macht, kommt nix zählbares raus. Daran müssen wir noch mehr arbeiten“ analysierte CoachNansen (N.Kovács a.d.R.) nüchtern.

Besonders auffällig im Spiel waren eben diese Teilnehmer des BJL. So avancierte Janina Schinkel mit 22 Punkten(2 3er) zum Top-scorer der Partie. Danneben überzeugte Celina Kühn, die 17Punkte erziehlte, davon 3 3er. Eine Qualität, die bisher nicht die Stärke der Junior Lions war, scheint sich so langsam in der Mannschaft entwickelt zu haben.

„Wir haben letzte Saison sehr viel in den Wurf investiert, es freut mich sehr, das wir bereits jetzt die Wirkung unserer Arbeit sehen können.“ lobte der Trainer seine Mädels.

Während des Spiels lief es dann auch noch unglücklich:

Als erstes hatte es Charlotte Kreuter erwischt, die kurz nach ihrer Einwechselung einem wunderbaren Alleingang zum Korb abschloss und bei der Landung solche Schmerzen im Knie bekam, das sie nicht mehr eingesetzt werden konnte. „Besonders schade fand ich Charlotte’s Ausfall. Es schien mir, als würde sie heute ein gutes Spiel abliefern, manchmal spürt man, das wird heute ein Ding…und dann kam das Knie. Wirklich schade.“ befand der Raubtierdompteur.

Der nächste Ausfall betraf Helen Lißon, die nur aufgrund eines Infektes am Ende nicht im BJL teilnehmen konnte, vorher jedoch fast alle Trainingslager und Vorbereitungsturniere mit bestritten hatte. „Sicher war die Belastung im Spiel für den Moment einfach zu heftig, besonders nach ihrem letzten Infekt schien sie ein wenig angeschlagen,  sonst hätte sie sich sicher nicht so einfach übergeben.“ beurteilte ein fast trauriger CoachNansen. Einher mit der Übelkeit hatte sie ein Schwindelgefühl, ein weiterer Einsatz war nicht mehr möglich.

Die dritte im Bunde war Leonie Wackermann, ebenfalls 2000er Jahrgang und „neu“ in der WNBL. Sie hatte sich vorerst sehr gut ins Spiel integriert und konnte so den Startern wichtige Minuten für die Erholung bieten. Leider ist sie im Spiel dolle umgeknickt und konnte ebenfalls nicht mehr eingesetzt werden.

Damit fehlten auf den kleinen Positionen die Alternativen, sodass die Intensität ein wenig nachlassen musste.

Ähnlich die Situation untern den Körben, Kapitänin Luzi Niederhausen, Lena Büschel und Rosa Burczyk teilten sich die beiden großen Postitionen. „Rosa war heute ein wenig übermotiviert, sie wollte in manchen Situationen einfach zu viel. Sie hat sich wirklich weiter entwickelt und ich hoffe sie wird sich über die Saison weiter entwickeln. Sie hat ein gutes Gespür für den Rebound und versteht so langsam wie man wo helfen muss…genau das brauchen wir von ihr. Dann ist sie eine Alternative für Lena und Luzi, denn auch die brachen ab und an eine Pause.“ faste der Trainer, der Junior Lions zusammen.

Am Ende mussten die kleinen Raubkatzen das Spiel über die verlorenen Rebounds abgeben (35:44). Gerade im letzten Viertel gaben die Lions immer wieder rebounds an TusLi ab.

„Für unsere erstes Spiel mit solch einer suboptimalen Vorbereitung und dann noch diesem Verletzungspech, fand ich das die Mädels stark gespielt haben. In den nächsten Spielen werden wir bereits anders auftreten und hoffentlich unsere Verletzten wieder voll einsetzen können. Dann sind wir ein ganz anderes Kaliber.“ freut sich der Übungsleiter auf die nächsten Partien.

Junior Lions:

Schinkel, J.: 22Pkt(2 3er); Kühn, C. 17Pkt(3 3er); Büschel, L. 8Pkt.(12rebounds); Schinkel, J, 4Pkt;  Wackermann, L.; Heinicke, L.; Lißon, H.; Niederhausen, L.; Kreuter, C.; Burczyk, R.; Röber, V.

Text: N.Kovács, Foto: Thomas Brüning (beide SV Halle Junior-Lions)

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