WNBL-Review: Metropol Girls – Rhein Girls Basket 43:53 (19:24)14. Oktober 2014

Im Heimspiel in der gut besuchten Bochumer Lohring-Halle konnten die Metropol Girls das Ziel, sich den ersten WNBL-Sieg zu sichern, nicht erreichen. Nach nervösem Beginn war es dann am Ende eine Schwäche im Schlussviertel, die nach einem insgesamt offenem Spielverlauf die Entscheidung brachte.

Die Bochum-Recklinghäuser Spielgemeinschaft war dabei auch noch von Pech verfolgt, denn neben den Verletzten Sera Asuamah-Kofoh, Luisa Kamp und Julia Wagner zog sich auch noch Aufbauspielerin Lena Schulz einen Bänderriss zu.
Den Metropol Girls war ein wenig Aufregung im gesamten Spiel oft anzusehen. Besonders im Angriff waren die jungen Spielerinnen etwas gehemmt und insgesamt agierte man zu statisch und wenig variabel.

Nach nicht optimalem Start und einem 0:6-Rückstand lief es dann zunächst ganz gut für das Heimteam und man fand deutlich besser in das Spiel. Mit einer Zwei-Punkte-Führung (11:9) ging es in das zweite Vierte und trotz magerer Punkteausbeutung war man dank einer engagierten Verteidigung im Soll. Allerdings wurde in der ersten Halbzeit die Reboundarbeit teilweise erheblich vernachlässigt. Insofern musste man mit einem knappen Rückstand in die Halbzeitbesprechung.
Es folgte dann das stärkste Viertel der Metropol Girls und die Nervosität schien verschwunden. Angeführt von Hanni Heinz agierte das Heimteam mit viel Energie und konnte das Spiel drehen. Nach einem 9:1-Lauf zum Ende des dritten Viertels und einer 37:32-Führung hatte man auf Seiten der Metropol Girls dann ein gutes Gefühl und die berechtigte Hoffnung auf den Sieg.
Ärgerlich war dann ein erfolgreicher Dreier der Gäste mit Ende des dritten Viertels, der die Partie wieder offener machte.

Dann folgten bedauerlicherweise fünf schwache Minuten, in denen die Metropol Girls im Prinzip das Spiel aus der Hand gaben und unnötigerweise völlig passiv agierten.
Ein 0:12-Lauf der Rhein Girls Baskets kam zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt und die Metropol Girls schafften es nicht mehr, noch rechtzeitig reagieren und das Spiel wenden zu können.
Am Ende blieb dann die Erkenntnis, dass die Rhein Girls sicherlich ein ordentlicher Gegner waren, aber ein Sieg der Metropol Girls bei stabiler Leistung und voller Besetzung absolut möglich gewesen wäre.

Die Coaches Frank Konstandt und Marcel Hauschild blicken trotz der Niederlage aber optimistisch auf den weiteren Saisonverlauf und man ist sicher, dass das junge Team zukünftig mit voller Besetzung das große Potential abrufen wird und entsprechend auch Sieg gefeiert werden können. Dies will man dann auch gleich beim nächsten Spiel in Osnabrück in die Tat umsetzen.

Heinz (15), Bietenbeck (7), Middeler (5), Ehling (4), Franze (4), Sanders (4), Olschar (3), Greifenberg (1), Kämper, Kourti,  Schulz, Suveyizdis

Text: Frank Konstandt (Metropol Girls Bochum/Recklinghausen)

 

 

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