WNBL-Review: Main Sharks – Team Oberfranken 59:40 (33:24)27. Oktober 2014

Leider nichts Zählbares im Gepäck hatte das Team Oberfranken bei seiner Rückkehr aus Würzburg nach der vorgezogenen Partie des fünften Spieltages: Mit letztlich 40:59 (Viertelergebnisse: 12:14, 12:19, 2:12 & 14:14) musste man sich den Main Sharks geschlagen geben, welche auch weiterhin verlustpunktfrei an der Tabellenspitze der Gruppe Südost stehen. Nichts desto trotz findet Cheftrainer Patrick Seidel versöhnliche Worte nach der Heimkehr aus Unterfranken: „Wir haben über weite Strecken des Spiels einen ebenbürtigen Kampf liefern können, auch wenn sich dies im ersten Moment nicht aus dem Endergebnis herauslesen mag. Bis zum Ende hin haben wir tolle Moral bewiesen und konsequent unsere Vorgaben einer harten Verteidigung sowie schnellen Fastbreakspiels umgesetzt.“

Verantwortlich für die recht hohe Niederlage war trotz des tollen Kampfgeistes die offensive Durststrecke im dritten Viertels, in welchem lediglich ein einziger Korbwurf sein Ziel fand. Obgleich sämtliche Angriffe gut ausgespielt und reihenweise freie Würfe kreiert wurden, schien der Korb in dieser Phase wie vernagelt; selbst bei einfachen Überzahlangriffen im Fastbreak kullerte der Ball das ein ums andere Mal wieder heraus, sodass sich die Startruppe vom Main in dieser Phase entscheidend absetzte. Besonders Jugendnationalspielerin Anna Furman konnte sich im Aufeinandertreffen gegen ihre altbekannten Kollegen auf das Wurfglück verlassen, welches den Bambergerinnen über weite Strecken der Partie fehlte: Innerhalb von nur drei Minuten netzte sie Mitte des zweiten Viertels gleich drei erfolgreiche Dreipunktwürfe ein und avancierte mit 25 Punkten nicht zur Topscorerin des Abends, sondern zeichnete sich damit auch für über ¼ aller insgesamt erzielten Punkte der beiden Teams verantwortlich.

„Defensiv haben wir Würzburg dennoch insgesamt mit einer tollen Teamleistung weit unter ihrem bisherigen Saisonschnitt von über 70 Punkten/Spiel halten können. Diese Energie, an welcher alle zwölf eingesetzten Spielerinnen ihren Anteil hatten, müssen wir auch zukünftig konsequent beibehalten. Ich bin sicher, dass wir in den nächsten Spielen dann auch wieder unseren offensiven Rhythmus finden werden“, gibt Assistenztrainer Konstantin Hammerl einen Einblick in die Schwerpunkte der kommenden Trainings. Und davon wird es in den nächsten Tagen einige geben: Ganze vier Wochen Pause hält der Spielplan der Weiblichen Nachwuchs Basketball Bundesliga WNBL nun für die Oberfränkinnen bereit. Erst am 19. November gastiert am Buß- und Bettag mit dem momentan Zweitplatzierten TSV Nördlingen zum Hinrundenabschluss die nächste Spitzenmannschaft im Basketballcenter Hauptsmoor. „Mit der nötigen Fortune im Abschluss möchten wir zukünftig eine tolle Verteidigungsleistung wieder mit einer gefährlichen Offense paaren. Wir sind als Team schon heiß darauf, in den vor uns liegenden Trainingseinheiten gemeinsam den nächsten Schritt zu gehen, um Ende November vielleicht wieder den ein oder anderen Favoriten ärgern zu können“, fasst Teamkapitän Ramona Hesselbarth die wichtigste Erkenntnis des vergangenen Abends zusammen.

Für das Team Oberfranken spielten:

Goller, Isabell (9 Punkte/0 erfolg. Dreipunktwürfe); Hesselbarth, Ramona (8/0); Hager, Franziska (6/1); Gese, Julika (4/0); Hartmann, Anika (4/0); Lott, LaTisha (4/0); Distler, Jana-Sophie (2); Landwehr, Magdalena (2); Förner, Julia (1); Maaßen, Jospeha (0); Okosun, Alexandra (0); Winter, Felicia (0)

Text: Konstantin Hammerl (Team Oberfranken)

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