WNBL-Review: Favoriten mit gutem Saisonstart6. Oktober 2014

Die sechste WNBL-Saison seit Gründung im Jahr 2009 ist am vergangenen Wochenende eröffnet worden. Die Teams der höchsten Spielklasse im U17-Mädchen-Bereich starteten mit einem Doppelspieltag in die neue Spielzeit. Am Tag der deutschen Einheit stand für die meisten Mannschaften die Saisonpremiere, zwei Tage später bereits das zweite Spiel auf dem Programm. In einer Umfrage unter den Coaches vor der Saison wurden vor allem drei Teams genannt, als es um die Favoritenrolle ging: Herner TC, TSV Hagen 1860 und die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel. Alle drei Teams kamen gut aus den Startlöchern und feierten zwei Siege. Neuling TV 48 Schwabach hingegen bezahlte Lehrgeld und begann die Saison mit zwei Niederlagen.

In der Gruppe Südwest empfing der Rhöndorfer TV die Rhein-Main Baskets. Angetrieben von der starken Arina Vlasenko (19) dominierten die Mannschaft von Coach Robert Gan die Partie und gewann letztlich relativ deutlich mit 69:53. Neben Vlasenko punkteten auch Carlotta Ellenrieder (12) und Annika Gras (10) zweistellig. Für die Rhein-Main Baskets waren Florentine Rößner und Leah Niederhausen (jeweils 10) am erfolgreichsten, konnten aber die Auftaktniederlage nicht verhindern. Die Rhöndorferinnen bestätigten auch im zweiten Spiele ihre sehr gute Frühform und demonstrierten beim 113:59 bei den Pfalz Towers einen Klassenunterschied. Julia Loock (26) erwischte einen überragenden Tag, ebenso wie Elif Agirdogan (16), Carlotta Ellenrieder (14) und Annika Graß (11). Auf der Gegenseite gingen 45 der 59 Punkte auf die Konten von Annika Netter (23) und Jasmine Griggs (22). Damit ist der Fehlstart der Pfalz Towers perfekt, die trotz einer guten ersten Halbzeit gegen die SG Weiterstadt/Kronberg bereits am Freitag verloren (54:66). Mit Helena Eckerle (14), Jasmine Griggs (12), Yasminn Akele (11) und Annika Netter (10) waren im ersten Spiel aber immerhin noch vier Akteurinnen zweistellig erfolgreich. Auf Seiten der Spielgemeinschaft glänzten Melissa Kolb (Foto links, 23) und Karen Mareike Beuck (16).

Der USC Freiburg empfingen zum Saisonstart auf Vorjahresfinalist Team Mittelhessen. Angeführt von der starken U16-B-Europameisterin Kira Barra (Foto rechts) (16) gewann das Team Mittelhessen letztlich mit 66:52. Auch Susanne Seel und Anja Oehm (jeweils 11) überzeugten für die Gäste. Auf Freiburger Seite punkteten Katharina Hirt (13) und Viktoria Wieczorek (10) zweistellig. Zwei Tage später kassierten die Breisgauerinnen allerdings bereits die zweite Niederlage. Beim 59:91 bei den Rhein-Main Baskets waren die Gäste allerdings chancenlos (Felicia Kälbe 18, Katharina Hirt 13, Lea Schellbach 10). Die Rhein-Main Baskets präsentierten sich gut erholt von der Auftaktniederlage und zeigten in der gesamten Breite eine überzeugende Leistung. Monika Wotzlaw und Florentine Rößner avancierten mit jeweils 18 Punkten gemeinsam zu Topscorerinnen. Leah Niederhausen (13), Vanesa Talevska (12) und Paula Reinhard (10) komplettierten das gute Mannschaftsergebnis. Am Sonntag griffen auch die Basket-Girls Rhein Neckar ins Spielgeschehen ein. Im Heimspiel gegen die SG Weiterstadt-Kronberg war aber von fehlender Spielpraxis nichts anzumerken. Beim 55:43-Erfolg überzeugte insbesondere Anne Zipser mit 19 Punkten, auf der Gegenseite war Melissa Kolb erfolgreichste Schützin (13).

Schwabach startet mit zwei Niederlagen

In der Gruppe Südost kam es zu einer WNBL-Premiere für den TV 48 Schwabach. Im Heimspiel gegen die Main Sharks allerdings blieben die Neulinge ohne jede Chance und mussten sich am Ende mit 39:97 geschlagen geben. Jana Hewig und Zülal Kizilay punkteten immerhin zweistellig. Für die Main Sharks waren gleich fünf Spielerinnen zweistellig erfolgreich, wobei Anna Furmann mit 20 Punkten am besten scorte. Im zweiten Spiel der Saison verkaufte sich der TV 48 Schwabach schon etwas teurer, auch wenn das Ergebnis (45:70 beim TSV 1861 Nördlingen) am Ende wieder recht deutlich ausfiel. Schwabach bekam Luisa Geiselsöder (24) und Constanze Ehrmeier (22) nicht in den Griff, da blieben auch die guten Individualleistungen von Milana Walden (16) und Nadine Schwab (11) “nur” eine Randnotiz. Nördlingen dagegen konnte schon beim TS Jahn München am Freitag die ersten Punkte sammeln. Ab dem zweiten Viertel dominierten die Gäste (Constanze Ehrmeister 15, Luisa Geiselsöder 12, Johanna Klug 10) die Partie gegen gut gestartete Münchnerinnen, bei denen Sophia Ehrlacher (11) am besten punktete.

Die bärenstark gestarteten Main Sharks hatten im Heimspiel gegen TSV 1880 Wasserburg schon wesentlich größere Probleme und standen nach drei Vierteln beim STand von 36:41 mit dem Rücken zur Wand. Am Ende drehten aber die Würzburgerinnen auf und fuhren beim 59:54 den zweiten Sieg im zweiten Spiel ein. Anna Furmann glänzte mit 27 Punkten, Teamkameradin Johanna Michel kam auf 10 Zähler. Auf der Gegenseite waren Tatjana Stemmer (19) und Anna-Marie Fuchs (16) am treffsichersten, konnten aber die zweite Niederlage im zweiten Spiel nicht verhindern. Denn bereits zwei Tage zuvor unterlagen die Wasserburgerinnen im Auftaktmatch gegen das Team Oberfranken mit 63:74. Auch dort waren Stemmer (27) und Fuchs (14) bereits die Topscorerinnen für ihr Team, für das Team Oberfranken waren Ramona Hesselbarth (22) und Isabell Goller (16) die besten Punktesammlerinnen. Am Sonntag aber kassierte auch das Team Oberfranken ihre erste Saisonpleite. Im Heimspiel gegen die BSG Basket Ludwigsburg hielten die Gastgeber nur ein Viertel lang mit und mussten sich letztlich mit 47:66 geschlagen geben (Ramona Hesselbarth 21/ Iva Banozic 18, Linn Schüler 14, Nadja Stöckle 13).

Favoriten geben sich keine Blöße

Gleich zwei Favoriten spielen in der Gruppe Nordwest, trafen aber an diesem ersten Wochenende nicht aufeinander. Dennoch behielten sowohl der Herner TC als auch der TSV Hagen 1860 eine weiße Weste. Herne (Jenny-Meike Strozyk 21, Jule Kassack 19, Anna Lappenküper 16, Hannah Hahn 12) demonstrierte beim 84:44-Auftakterfolg gegen die Rhein Girls Basket (Karolin-Ivonn Tzokov 13, Ayla Faber 10) seine Klasse, auch Hagen gewann, wenn auch nicht ganz so deutlich bei den Metropol Girls (59:45). Dabei trumpften besonders Svea Tigges (23), Samiye Ayse Colakoglu (19), Elsa Bönicke (12) und Nina Schnietz (10) auf. Auf der Gegenseite traf Severine Greifenberg mit 16 Punkten zweistellig. Im dritten Spiel des ersten Spieltags duellierten sich die SG Rhein Berg/Erft mit evo New Basket Oberhausen. In einer spannungsgeladenen Partie hatten die Gastgeber den längeren Atem, holten einen Neunpunkte-Rückstand im Schlussviertel noch auch und gewannen mit 69:66 (Jessica Dahl 20/Melisa Kadic 23, Gina Sophia Wilke 14, Laura Weißenborn 10).

Am zweiten Spieltag gastierte die Spielgemeinschaft in Hagen, blieb dort aber letztlich trotz des Selbstbewusstseins aus dem Auftakterfolg ohne Chance (54:81). Zu stark präsentierten sich die Gastgeber, bei denen abermals vier Spielerinnen zweistellig punkteten. Julia Bauchmüller und Jessica Dahl waren auf Seiten der SG mit jeweils zehn Punkten die besten Schützinnen. Auch der Herner TC gab sich im zweiten Spiel keine Blöße. In Oberhausen dominierte der Favorit von Beginn an und gewann letztlich ungefährdet mit 72:39. Maria-Angelina Sola (30) präsentierte sich dabei in Topform, auch Jenny-Meike Strozyk (20) bestätigte ihre bemerkenswerte Frühform. Für Oberhausen punktete lediglich Gina Sophia Wilke zweistellig (10). Am Sonntag griffen auch die OSC Junior Panthers ins Spielgeschehen ein, mussten aber direkt einen herben Dämpfer verkraften. Beim 45:79 bei  den Rhein Girls Basket (Ayla Faber 24, Karolin-Ivonn Tzokov 20) blieben die Gäste in der zweiten Halbzeit ohne Chance. Insbesondere im dritten Viertel brachen die Junior Panthers (Emily Enochs 13) regelrecht ein.

In der Gruppe Nordost tritt der dritte große Favorit der Saison, die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel, an. Im Auftaktheimspiel gegen die SG ALBA/BG 2000 Berlin (Josephine Abbott 11) gelang vor allem dank des Trios Leonie Rosemeyer (16), Maileen Baumgardt (15) und Theresa Simon (13) ein ungefährdeter 73:35-Erfolg. Auch die ChemCats Chemnitz (Lucile Peroche 17, Blanca Stammer 16, Marlene Reimann, Jessica Kluge jeweils 11) unterstrichen beimm 67:56-Erfolg gegen die Metropolitan Baskets Hamburg ihre Ambitionen in der Gruppenphase. Auch 25 Punkte und zehn Punkte der Hamburgerinnen Mirja Beckmann und Muska Saidi konnten die Niederlage nicht abwenden. In der dritten Partie trafen sich die SV Halle Junior-Lions (Foto links) (Janina Schinkel 22, Celina Kühn 17) und die TuS Lichterfelde, die von einigen Coaches zum Geheimfavoriten ernannt worden war. Lichterfelde (Lisa-Marie Vierhuve 19, Hannah Neis 13, Chiara Dröll 11) tat sich allerdings schwer, feierte aber letztlich einen 55:51-Erfolg.

Die SG ALBA/BG 2000 Berlin feierte am zweiten Spieltag am Sonntag den ersten Erfolg der Saison. Gegen das am ersten Spieltag spielfreie Team Göttingen setzten sich die Hauptstädterinnen dank starker erster Halbzeit mit 62:49 durch. Sophia Müller (15), Teresa Ramme (12) und Josephine Abbott (12) waren die erfolgreichsten Schützinnen auf Seiten der Spielgemeinschaft. Die Partie zwischen der TuS Lichterfelde und den ChemCats Chemnitz wurde mit Spannung erwartet, konnte man doch von einer ersten Standortbestimmung der neuen Saison ausgehen. Es entwickelte sich eine enge Partie, in der die Gastgeberinnen im dritten Viertel ein Tief leistete, das am Ende spielentscheidend war. Chemnitz (Lucile Peroche 24, Blanca Stammer 16, Jessica Kluge 12, Elea Gaba 11) setzte sich am Ende mit 70:68 durch und feierte einen perfekten Saisonstart. Auf Seiten der TuS waren Chiara Dröll (21), Lisa-Marie Vierhuve (18) und Pauline Dreher (11) am erfolgreichsten. Die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel wurden ihrer Favoritenrolle auch im zweiten Spiel gerecht. Bei den Metropolitan Baskets (Mirja Beckmann 16) trumpfte abermals vier Spielerinnen mit zweistelliger Punkteausbeute auf (Leonie Rosemeyer 18, Antonia Rennspieß 13, Anneliya Draganova 11, Theresa Simon 11). Am Ende reichte es zum 70:36-Auswärtserfolg.

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