WNBL-Playoffs: TuS Lichterfelde – OSC Junior Panthers 62:7231. März 2014

Es war das erwartet enge Spiel, doch die OSC Junior Panthers aus Osnabrück bewahrten auch in schwierigen Phasen des Spiels die Ruhe und siegten am Ende verdient mit 72:62 (36:35) beim TuS Lichterfelde Berlin. Nach dem 79:38-Hinspielerfolg krönten die Junior Panthers damit eine bislang äußerst erfolgreiche Saison und lösten das Teilnahmerecht am Top4-Turnier in Ludwigsburg (3./4.5.2014).

Dort können die Osnabrückerinnen ganz befreit aufspielen, denn die Favoritenrolle liegt sicher bei den anderen Teams, Ludwigsburg als Ausrichter und einzig noch ungeschlagene Mannschaft der WNBL, Grünberg als Leistungsstützpunkt für Nationalspielerinnen des DBB oder bei den von Nationalspielerinnen getragenen Teams aus Hagen oder Wolfenbüttel, die allerdings am 13.4. erst den vierten Teilnehmer des Top4 ausspielen müssen.

In Berlin gingen mit Satou Sabally (19) und Patricia Broßmann (11) die im Hinspiel fehlenden Starspielerinnen an den Start und man merkte den Gastgeberinnen von der ersten Sekunde an, dass eine andere Mannschaft auf dem Feld stand als eine Woche zuvor in Osnabrück. Aber auch auf Seiten des OSC war mit Tonia Dölle (14) eine äußerst wichtige Spielerin wieder mit von der Partie. TuSLi ging gleich in Führung (13:7, 7. Minute), doch die Gäste vom OSC kämpften sich in die Partie und konnten bis zur Viertelpause (17:16) den Anschluss wieder herstellen. Kurz nach der Viertelpause verletzte sich Cherina Kaiser (3) bei einem Fastbreak am Sprunggelenk und musste schmerzverzerrt auf die Bank getragen werden.

Doch davon ließen sich die Gäste nicht aus der Bahn werfen, variierten ihre Offense und lagen bis zur Halbzeitpause (35:36) knapp in Führung. Deutlich erkennbar setzten die OSC Junior Panthers auf Tempobasketball, um die anscheinend
konditionell nicht auf der Höhe zu spielenden Berlinerinnen unter Druck zu setzen. Nach der Pause fiel dann zunächst bei Patricia Broßmann auf, dass sie dem hohen Tempo Tribut zollen mussten und auch die Aktionen der anderen Berlinerinnen wurden unkonzentrierter, während Satou Sabally sich mit letzter Kraft und großem Willen gegen die drohende Niederlage stemmte.

Doch auf Osnabrücker Seite liefen nun Spielerinnen zur Höchstform auf, die die Gastgeberinnen sicher nicht auf der Rechnung hatten: Lisa Siemund (23/6) traf fast nach Belieben aus allen Lagen und Franca Riesmeier (9/1) und Maren Grimm (3/1) sorgten mit ihren Dreiern für einen beruhigenden 9-Punkte-Vorsprung im 4. Viertel (56:65, 36.). Anne Potratz (14) und Ann-Sophie Ossowski (6/2) spielten auf hohem Niveau und organisierten konzentrierte Spielzüge gegen
immer mehr nachlassende Berlinerinnen. Am Ende war der Sieg der Osnabrückerinnen verdient und der geschlossenen Mannschaftsleistung zu verdanken. Neben den genannten Spielerinnen sorgten Svea Tigges, Caro Lahrmann, Paula Overberg, Channy Wille und Carla Jankowski dafür, dass die OSC Junior Panthers zum Top Four nach Ludwigsburg fahren dürfen. Bis dahin wird in Osnabrück noch viel Trainingsschweiß fließen…

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