WNBL-Playoffs: OSC Junior Panthers – TuS Lichterfelde 79:38 (46:19)24. März 2014

Konzentriert und mit dem festen Willen, die selbstbewusst in der OSC-Halle auftretenden Berlinerinnen von Spielbeginn an unter Druck zu setzen, gelang des OSC Junior Panthers mit einem 20:4-Lauf (8.) ein Traumstart. Die Osnabrückerinnen punkteten durch Fastbreaks, aus der Mitteldistanz und auch von der Dreierlinie, während die Berlinerinnen ihre beiden fehlenden Nationalspielerinnen Satou Sabally und Patricia Broßmann schmerzlich vermissten. Lediglich Pauline Dreher (12) und Chiara Dröll (8) schienen sich gegen die drohende Niederlage wehren zu wollen. Die Gastgeberinnen hatten in den beiden ersten Vierteln, die sie fast nach Belieben dominierten, ihre stärksten Spielerinnen in Ann-Sophie Ossowski, die 11 ihrer insgesamt 22 Punkte im 1. Viertel erzielte, und Cherina Kaiser, die unwiderstehlich zum Korb zog und von außen punktete (17, davon 2 Dreier).

Aber auch die anderen eingesetzten Spielerinnen nutzten die Chance, sich auf das zweite Spiel in Berlin vorzubereiten. Anne Potratz (7/1) zeigte in der Defense eine tolle Leistung, Franca Riesmeier (6), Maren Grimm (4, 8 Rebounds), Carla Jankowski (6), Caro Lahrmann (4), Channy Wille, Laura Hechler und Lisa Siemund (3/1) setzten deutliche Akzente und sorgten für eine Stärkung des eigenen Selbstvertrauens. Paula Overberg blieben zwar ohne eigenen Punkt, holte aber für eine Aufbauspielerin ungewöhnliche fünf Rebounds und zwei Ballgewinne, was stellvertretend für die Entschlossenheit der Gastgeberinnen stand. Wichtig war das Spiel auch für Svea Tigges (10, 6 Rebounds), die nach langer Verletzungs- und Krankheitspause jede Spielminute auf WNBL-Niveau benötigt, um zu alter Stärke zurückzufinden. Insgesamt waren die Junior Panthers ihrem Gegner an diesem Sonntag in allen Belangen überlegen. Aus Ballverlusten erzielten sie 24 Punkte (Berlin nur 6), nach Rebounds 13 Punkte (Berlin 6) und von der Bank kamen Spielerinnen, die 17 Punkte erzielten (bei Berlin 10). Das Reboundverhältnis lag bei 39:29, die Wurfquote aus der Nah- und Mitteldistanz lag bei guten 45,5 Prozent (bei Berlin 30,2%) und der Sieg hätte noch deutlicher ausfallen können, wären noch einige der vielen Dreipunktewürfe, vor allem im 3. Viertel, in den Korb gefallen: Von den 25 Wurfversuchen landeten nur sechs im gegnerischen Korb (bei Berlin 0 von 7 Versuchen).

Am kommenden Sonntag werden sich die Berlinerinnen sicher anders präsentieren, denn mit Sabally und Broßmann steht dann eine ganz andere Mannschaft auf dem Feld. Aber auch die OSC Junior Panthers sind sich dieses Umstands bewusst und werden sich entsprechend vorbereiten. Es bleibt spannend…

(Text: Jörg Scherz, OSC Junior Panthers)

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