WNBL-Playoffs: Basket Girls Rhein-Neckar – Team Mittelhessen 58:60 (27:31)31. März 2014

Heidelberg. Noch während der letzten Spielsekunden brach Helena Chatzitheodorou in Tränen aus. Die 17-jährige Leimenerin, die so hinreißend lachen und so voller Energie mitreißenden Basketball spielen kann, hatte beim Stand von 58:59 mit einem fatalen Fehlpass acht Sekunden vor Schluss alle Chancen der Basket-Girls Rhein-Neckar auf den Sieg verspielt. Ihr Team verlor ein dramatisches Viertelfinal-Rückspiel gegen das Team Mittelhessen mit 58:60 (27:31) und ist nach dem 58:70 im Hinspiel aus dem Kampf um die deutsche U17-Basketballmeisterschaft ausgeschieden.

Doch die Niederlage an der quirligen Aufbauspielerin festzumachen, wäre unfair, genauso wenig ist Anna Kötzl für ihre beiden vergebenen Freiwürfe 15 Sekunden vor Ende zu verdammen. Das wäre die 60:59-Führung gewesen. Es sind diese Nuancen in der faszinierenden Sportart Basketball, die in Sekundenbruchteilen über Sieg und Niederlage entscheiden. Beide Mannschaften lieferten sich ein ungemein intensives Basketballspiel von der ersten Sekunde an. Kaum ein Ball wurde verloren gegeben, das Tempo war sehr hoch. Zunächst dominierten die Defensivabteilungen. Nach sechs Minuten stand es erst 2:4. Doch mit einer starken Shanine Matz und einem Korb mit Foul von Anne Zipser gingen die Basket-Girls mit vier Punkten Führung.

Zu Beginn des zweiten Viertels kam Lena Frei ins Spiel und führte sich direkt mit einem Treffer gut ein. Genial dann die Aktion von Anna Klötzl, die in der Verteidigung spektakulär blockte, sofort nach vorne lief und einen langen Pass zum 16:8 verwandelte. Bis dahin hatten die Basket-Girls die im Hinspiel überragende Luana Rodefeld gut im Griff. Keinen einzigen Punkt hatte die U18-Nationalspielerin, die im Basketball-Internat Grünberg trainiert und für den Nord-Zweitligisten Grünberg spielt, bis dahin gemacht, doch das änderte sich nun. Den Korberfolg von Klötzl beantwortete sie direkt mit einem Dreipunkttreffer, bis zur Halbzeit folgten zehn weitere Punkte. 6:16 hieß es aus Sicht der Gastgeberinnen in den letzten drei Minuten der ersten Halbzeit.

Klötzl und Chatzitheordoru sorgten zu Beginn der zweiten Halbzeit für eine nochmalige Führung von 34:32, es sollte die letzte sein. Die Gäste zeigten sich im Rebound überlegen, waren etwas treffsicherer und zogen auf sieben, später gar acht Punkte davon. Vor allem Kira Barra wurde von den Basket-Girls häufig sträflich frei stehen gelassen. Doch der Kampfgeist brachte die Einheimischen unter dem Jubel ihrer Eltern, Freunde und Bekannten wieder heran. Vor allem Helena Rickert machte ein grandioses Spiel. Ihr 58:59 eine gute Minute vor Schluss ließ hoffen.

Doch das Glück war nicht hold mit den Basket-Girls Rhein-Neckar. „Schade, das große Ziel Final Four haben wir nicht erreicht, aber das war heute ein Spiel auf allerhöchstem Niveau“, sagte Trainer Czygan. „Wir sind für viele kleine Fehler bestraft worden“, meinte die 15-jährige Shanine Matz, die noch ein Jahr WNBL spielen kann. Für Helena Chatzitheodorou war es dagegen der Abschied aus dem Team.

(Text: Michael Rappe, Basket Girls Rhein-Neckar)

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