WNBL-Playoffs: Basket-Girls Rhein-Neckar – Dragons Rhöndorf 55:51 (32:37)17. März 2014

Die WNBL des Rhöndorfer TV hat das alles entscheidende Spiel 3 der Best of three Serie gegen die Basket Girls Rhein Neckar in Heidelberg in letzter Minute sehr bitter 55:51 (9:16, 16:15, 7:6, 23:14) verloren. In einem bis zum Ende hochdramatischen Spiel fehlte am Ende die Erfahrung und nötige Abgeklärtheit um die Sensation gegen den haushohen Favoriten perfekt zu machen.

Mit viel Selbstvertrauen und ohne Druck reisten die RTV Girls nach einem starken 65:57 Heimsieg im 2. Spiel nach Heidelberg. Unter der Woche schaffte es die Mannschaft, die auch geschlossen als Schulmannschaft des Hagerhof spielt, sensationell das Landessportfest der Schulen, Jugend trainiert für Olympia, zu gewinnen. Durch einen grandiosen Sieg im Landesfinale gegen das Otto Hahn Gymnasium aus Herne, dass mit 2 Nationalspielerinnen und 4 weiteren Auswahlspielerinnen als hoher Favorit galt, lösten die Dragon Girls das Ticket für das im Mai in Berlin stattfindende Bundesfinale. 

Die RTV Girls erwischten einen nervösen Start in die Partie in Heidelberg. Die Gäste punkteten fast ausschließlich an der Freiwurflinie, während vor allem die Jugendnationalspielerinnen Anne Zipser auf Seiten der Gastgeber zeigen wollte, dass sie nach 2 schwachen Spielen, etwas wieder gutzumachen hatte (9:3, 4. Minute). Die Dragon Girls zeigten in der Folge ein anderes Gesicht, Punkt für Punkt kämpften sie sich wieder heran, bevor der erste Korb aus dem Feld, ein Dreier von der starken Denise Weiß die erste Führung des Spiels brachte. Diese Führung gaben die Gäste erst in der letzten Minute des Spiels wieder aus der Hand. Heidelberg erzielte bis zum Viertelende keinen Punkt mehr (9:16, 11. Minute)

Das Quartett Flottmann, Weiß, Vlasenko, Dikalenko, zeigte nun, wie gefährlich die Dragon Girls sein können. Beim Stand von 16:27 für die Gäste, sah es kurzzeitig so aus, dass der RTV dieses Spiel deutlich gewinnen könnte.

In der Folge schlichen sich jedoch Fehler ein. Viele Fouls gegen die Dragons und schlechte offensive Entscheidungen führten dazu, dass Heidelberg im Spiel blieb. Vor allem die beiden weiteren Jugendnationalspielerinnen auf Seiten der Gastgeber, Anna Klötzl und Helena Rickert, zeigten immer wieder gute Entscheidungskompetenz. So ging es mit einem knappen 6 Punkte Vorsprung in die Kabine (25:31).

Auch im 3. Viertel taten sich die Gäste offensiv schwer gegen die Physis und Größe der Heidelbergerinnen. Ein grandioses defensives Viertel führte trotz viertelübergreifend nur 11 Punkten in 16 Minuten dazu, dass die Dragon Girls mit einer knappen Führung ins letzte Viertel gingen (32:37). 

Emily Emrich eröffnete mit einem And One im 4. Viertel den Showdown um den Einzug ins Viertelfinale. Heidelberg, in Person von Ann Kathrin Schätzle antwortete jedoch sofort mit einem Dreier und antwortete mit einem 9:2 Run, der den Vorsprung der Gäste auf einen Punkt schrumpfen ließ. (42:41). Innerhalb von Sekunden verloren die Gäste zudem mit Arina Vlasenko und Sina Flottmann zwei enorm wichtige Starterinnen mit 5 Fouls. Die Dragon Girls beantworteten diesen Durchhänger nervenstark mit mehreren wichtigen defensiven Stops. Ein Dreier und 2 Freiwürfe von Darja Dikalenko 3 Minuten vor Schluss. brachten die Gäste 43:49 in Front. Kurz vor Schluss und mit eigenem Ballbesitz beim Stand von 49:44 sah die Mannschaft von Robert Gan und Maike Otto schon wie der sichere Sieger aus. Es folgten die 95 bittersten Sekunden der Saison. 

Die Dragon Girls brachen komplett zusammen. Es zeigte sich, dass die 15 und 16 jährigen Mädchen zum ersten Mal in ihrem Leben in einer derartigen Stresssituation waren. Viele, unter normalen Bedingungen, unvorstellbare Ballverluste und defensive Breakdowns, sowie 3 ganz starke Aktionen von der überragenden Anna Klötzl stellten den Spielverlauf Sekunden vor Schluss völlig auf den Kopf. 

Bezeichnend für das Pech der RTV Girls waren 2 Offensiv Rebounds von Heidelberg nach Freiwürfen in den letzten Sekunden, die ihnen jegliche Chance nahmen, das Spiel noch zu drehen. 

Trotz der unheimlich bitteren Niederlage gehen die Dragon Girls mit erhobenem Haupt aus der Serie gegen den selbsternannten Titelfavoriten aus Heidelberg. So schaffte es die immer weiterkämpfende aufopferungsvolle Truppe, nicht jedes Viertel in Spiel 2 und 3 mit acht Punkten zu verlieren, was die Heidelbergerinnen nach Spiel 1 noch als Ziel ausgaben. Ihnen gelang es als Mannschaft in Spiel 2 und 39 Minuten in Spiel 3 besser zu spielen, als der Gegner, der mit fast ausnahmslos Kader und Nationalspielerinnen über die deutlich bessere individuelle Qualität verfügt. 

Nach dem sehr unglücklichen Ausscheiden aus den WNBL Playoffs geht es nun für die Mannschaft darum, sich auf den Saisonhöhepunkt, das Schulbundesfinale in Berlin Anfang Mai, vorzubereiten und sich aus der schon gewohnten Aussenseiterrolle möglicherweise ein weiteres Mal für die harte Arbeit und Entwicklung dieser Saison zu belohnen, nachdem dies in Spiel 2 gegen Heidelberg, im Landesfinale gegen Herne und fast im Spiel 3 gegen Heidelberg der Fall war. 

(Text: Robert Gan, Dragons Rhöndorf)

 

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