WNBL: evo NB Oberhausen – OSC Junior Panthers 75:74 (48:33)13. Januar 2014

Nun hat es in der Gruppe Nordwest der WNBL auch die bislang ungeschlagenen OSC Junior Panthers Osnabrück erwischt: Mit 74:75 Punkten musste sich der bisher souveräne Tabellenführer bei evo New Basket Oberhausen geschlagen geben, weil sich insbesondere in der 1. Halbzeit die komplette Mannschaft eine gemeinsame Schwächephase leistete, die es so bislang noch nicht gegeben hatte. Die bislang so erfolgreiche Teamdefense der Osnabrückerinnen funktionierte an keiner Stelle, wodurch den Gastgeberinnen 27 (!) Punkte im 1. Viertel gelangen. Zur Halbzeitpause führte Oberhausen mit 48:33 und hatte
damit so viele Punkte erzielt, wie die Osnabrückerinnen normalerweise im Schnitt in einem ganzen Spiel zulassen.

Aber es fehlte der Druck am Ball ebenso wie die Fußarbeit und das aktive Helfen, sodass Oberhausens Topscorerin Ronja Spießbach schon bis zur Pause 29 ihrer insgesamt 40 Punkte erzielen konnte. Die OSC Junior Panthers kamen auch mit der Oberhausener Zonendefense nicht zurecht, weil sie sich ohne Ball zu wenig bewegten und von außen nicht trafen. Es fehlte spielerisch eine klare Linie und die hohe Foulbelastung führte frühzeitig zu vielen Freiwurftreffern der Gastgeber.

Nach der Halbzeitpause steigerten sich die Gäste und kamen auf 45:51 (25. Minute) heran, verloren dann aber wieder „den Faden“, sodass es zu Beginn des 4. Viertels immer noch nach einem klaren Sieg der Gastgeberinnen aussah. Doch nun drehte der Tabellenführer auf, verkürzte in der 39. Minute auf 64:69 und schaffte durch einen Dreier von Ann-Sophie Ossowski (22 Punkte) acht Sekunden vor Schluss den  74:74-Ausgleich. Doch 0,3 Sekunden vor der Schlusssirene wurde eine Osnabrücker Defenseaktion als Foul geahndet und von den fälligen Freiwürfen versenkte Meike Schleisiek einen zum 75:74-Endstand.

Der Sieg der Oberhausenerinnen war zwar am Ende glücklich, aber durchaus verdient, da sie die schwache Defense der Gäste ein ums andere Mal durch konsequente Dribblings zum Korb ausnutzten und am Ende die Nerven behielten. Auf Osnabrücker Seite stemmten sich in kämpferischer Hinsicht neben der schon erwähnten Ann-Sophie Ossowski vor allem Franca Riesmeier (13 Punkte) und Channy Wille (2 Punkte) gegen die drohende Niederlage. Zwar mussten die OSCerinnen aus schulischen Gründen auf Anne Potratz und Tonia Dölle sowie verletzungsbedingt auf Svea Tigges verzichten, doch einen Grund für die Niederlage wollte Trainer Jörg Scherz darin nicht sehen. „Wir waren auf die Zonenverteidigung Oberhausens nicht gut genug vorbereitet und haben in der eigenen Defense 30 Minuten kaum Druck auf
den Ball gemacht. Die Niederlage wird uns aber nicht umwerfen. Vielleicht macht sie uns ja sogar stärker!“, sah die Spielanalyse im Trainerstab schon wieder optimistisch aus. Die kommenden spielfreien zwei Wochen werde man nutzen, um die gezeigten Schwächen abzustellen, und in Recklinghausen werde die Mannschaft gestärkt an den Start gehen.>

Für den OSC spielten: Cherina Kaiser (11 Punkte, davon 2 Dreier), Ann-Sophie Ossowski (22, 3 Dreier), Franca Riesmeier (13, 2 Dreier), Nele Dallmann (2), Laura Hechler, Caroline Lahrmann (3), Lisa Siemund (11, 3 Dreier), Channy Wille (2), Carla Jankowski (4), Paula Overberg (4), Luise Krappen und Maren Grimm (2).
(OSC Junior Panthers, Jörg Scherz)

 

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