WNBL: evo NB Oberhausen – Herner TC: 66:59 (29:28)30. Januar 2014

„Im Vorfeld und auch nach der Partie gab es unschöne Momente (…)“. So fängt der NBO Bericht zum 11. Spieltag der WNBL an. Dies kann auch der HTC nur unterstreichen, doch zunächst zum sportlichen Teil des Dienstagabend:

Von Beginn an zeichnete sich im Revierderby eine hart umkämpfte Partie ab, in der die Herner Ladies (Foto) alles gaben. Zwar erwischte Oberhausen den besseren Start, sodass Coach Mike Carlson bereits nach einer Minute seine erste Auszeit nehmen musste, danach rehabilitierten sich die Herner Mädels jedoch und konnten in der siebten Minute erstmals in Führung gehen (9:8). Das Team spielte gut zusammen, allen voran Anna Lappenküper, die mit 22 Punkten nicht nur die Topscorerin auf Herner Seite war, sondern auch klug das Spiel leitete. Oberhausen drehte noch im ersten Viertel die Partie wieder und sollte die Führung auch nicht mehr abgegeben. Neben Anna Lappenküper konnten auch Mira Carlson und Pia Proske schöne Akzente gesetzt. Mehrmals zog NBO einige Punkte weg, mehrmals minimierten aber auch die Hernerinnen den Vorsprung wieder auf Schlagweite. Den Ausgleich schaffte der HTC jedoch nicht mehr. Mit einem verwandelten Freiwurf drei Sekunden vor dem Ende egalisierte Oberhausens Alica Delling dann noch den Herner Vorsprung aus dem Hinspiel.

Herne hat gekämpft, eine echte Chance jedoch hatte das Herner Team an diesem Dienstag jedoch nicht, und das hatte einen einfachen Grund: Zwar agierten die jungen Oberhausener Spielerinnen auf dem Feld sportlich fair und engagiert, sodass der HTC der Mannschaft zum verdienten Sieg gratuliert. Doch bleibt es in den Augen der Herner Basketballfamilie ein unschöner Sieg. Nicht wegen der Geschehnisse auf und neben dem Feld. Dass ein paar Pfiffe strittig waren, dass die Uhr mal lief, mal nicht, dass man nach Fouls lautstark applaudiert und bei gegnerischen Freiwürfen stört – das passiert bei fast jedem Spiel. Das „Unschöne“ fing schon lange vor dem Spiel, nämlich in September 2013 an. Sofort nach Spielplanveröffentlichung war für den HTC klar, dass das Spiel am 26.01.2014 so nicht gespielt werden kann. Am Otto-Hahn-Gymnasium (das neun der HTC-Spielerinnen besuchen und damit deutscher Meister geworden sind) finden in dieser Zeit Praktikumswochen statt: Drei Spielerinnen, Malina Sola, Hanna Hahn und Pauline Schröder sind zur Zeit in England, die anderen haben Arbeitszeiten bis in den frühen Abend hinein. Sofort bat der HTC Oberhausen offen und hoffnungsvoll um Spielverlegung außerhalb dieses Zeitraumes. In sechs Monaten (von September bis Februar) hat Oberhausenes Trainer und Spielleitung jedoch keinen einzigen (!) Alternativtermin gefunden. Aus Prinzip, wie dem HTC zugetragen wurde. Natürlich geht es um die Play-Offs, zumal Oberhausen im bisherigen Saisonverlauf nicht glänzte. Erst die Tatsache, dass Jenny Strozyk zu einer Maßnahme des Landesverbands eingeladen war zwang NBO zu einer Spielverlegung. Der Herner Hoffnung zum Trotz schlug NBO drei Ausweichtermine genau innerhalb der Praktikumszeit vor. Das ist natürlich regelgerecht, doch sportliches Miteinander sieht anders aus. Kein Team kann den Ausfall von drei Leistungsträgerinnen kompensieren, was NBO klar unsportlich für sich ausgenutzt hat. Für die anderen vier betroffenen Herner Spielerinnen war es sowieso wegen dem Praktikum ein großer Akt überhaupt zum Spiel zu kommen. Teammanagerin Karina Sola: „Hätte Oberhausen sich getraut gegen unsere vollständige Mannschaft zu spielen und gewonnen, hätten wir gerne die Hand gereicht und ohne Vorbehalt gratuliert. So war der Spielverlauf vorhersehbar, Fairness sieht anders aus“.

Am kommenden Wochenende hat die Herner WNBL-Mannschaft spielfrei. Am Sonntag, 9.02. geht es in und gegen Recklinghausen in die heiße Phase um einen Startplatz in den Play Offs. Eine Woche darauf erwarten die Herner Mädels Rotenburg/Scheeßel zum letzten Spiel der Vorrunde. Der HTC hofft auf große Unterstützung!

Mira Carlson (10), Laura Dams, Tabea Hassel, Melina Hauke, Anna Lappenküper (22/2 Dreier), Jil Ormanin (6/1), Pia Proske (10), Klara Schönberg (5), Lisa-Marie Schulte-Göcking, Jenny-Meike Strozyk (6)

Bericht: Lars Winkelmann, Herner TC

 

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