WNBL: BSG Basket Ludwigsburg – Basket-Girls Rhein-Neckar 50:46 (23:18)3. Februar 2014

Enttäuschung bei den Basket-Girls Rhein-Neckar. Im Topspiel der WNBL-Gruppe Süd unterlagen sie bei Spitzenreiter BSG Basket Ludwigsburg mit 46:50 (5:7, 13:16, 34:36) und können damit nicht mehr Erster werden. Als Zweiter werden sie in der ersten Play-off-Runde auf den Drittplatzierten der Gruppe Mitte treffen. Das könnten die Main Sharks oder die Dragons Rhöndorf sein.

Dass es ein echtes Prestigeduell war, konnte jeder auf der vollbesetzten Tribüne sehen. Die Eltern aller Spielerinnen waren zur Unterstützung mitgekommen. Entsprechend groß war die Nervosität, obwohl Trainer Oliver Muth zuvor versucht hatte, den Druck rauszunehmen. Um den direkten Vergleich mit Ludwigsburg zu gewinnen, wäre ein Sieg mit zwölf Punkten Differenz nötig gewesen. Das erste Viertel war von den Defensivreihen geprägt. Den ersten Korberfolg landeten die Rhein-Neckar-Girls, es sollte leider ihre einzige Führung bleiben. Dann zog Ludwigsburg bis Mitte des zweiten Viertels auf zwölf Punkte davon.

Die Basket-Girls kamen mit der Zonenverteidigung einfach nicht zurecht, leisteten sich insgesamt 20 Ballverluste. Nach der Halbzeit hatten die Gäste eine sehr gute Phase von rund vier Minuten, doch das Team verlor gleich wieder an Spannung. Bei Ludwigsburg trumpfe Lucy Reuß mit 22 Punkten groß auf. Es zeigte sich auch die größere Erfahrung, denn mit zehn Spielerinnen aus dem 97er Jahrgang ist Ludwigsburg deutlich älter als das Heidelberger Team. Gerade bei der Nervenstärke fällt das schon sehr ins Gewicht. Beim 46:46 war der Ausgleich geschafft, doch nach einem Foul verwandelte Ludwigsburg beide Freiwürfe. Nach dem Einwurf folgte ein Ballverlust, der zum 50:46-Endstand führte.

Punkte BGRN: Matz 11/1, Klötzl 7, Gertenbach 6, Chatzitheodorou 5/1, H. Rickert 5, Frei 4, Zipser 3, Karavassilis 3/1, Schätzle 2, Ernst, Lamaj, Richter.

Stimmen zum Spiel:

Trainer Oliver Muth: „Einige hatten heute wohl die Hosen voll. Wir haben aus unserer Nervosität keine positive Energie herausgeholt. Was mich sauer macht, ist, dass die taktische Disziplin gefehlt hat. Defensiv waren wir gut, Ludwigsburg bei 50 Punkten zu halten, ist gut. Aber offensiv haben wir nicht ins Spiel gefunden. Dass Janina Ernst null Punkte macht, ist  ungewöhnlich, ebenso die nur drei Punkte von Anne Zipser. Shanine Matz hat ein gutes Spiel gemacht, weil sie von den taktischen Vorgaben am meisten umgesetzt. Anna Klötzl war stark, wenn wir es geschafft haben, sie ins Spiel zu bringen. Es war klar, dass es schwer wird zu gewinnen, erst recht mit zwölf Punkten.“

Melina Karavassilis: „Wir sind nicht gut gestartet. Fünf Punkte im ersten Viertel sind unterirdisch. Wir konnten taktisch nicht gut mit deren Zone umgehen und sind sehr wenig ans Brett gekommen. Der Kampfgeist war gut, aber es halt nicht gereicht.“

Helena Rickert: „Der Start war schlecht. In der zweiten Halbzeit haben wir gut begonnen und besser gegen die Zone gespielt. Dadurch haben wir mehr getroffen. Auch die Center haben wir gut gesucht.“

Bericht: Basket-Girls Rhein-Neckar / Michael Rappe

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