WNBL: BG´89 Rotenburg / Scheeßel – Metropol Girls Bochum / Recklinghausen 67:84 (45:33)20. Januar 2014

Beim Stand von 39:58 in der 28. Minute und somit 19 Punkten Rückstand glaubte beim Auswärtsspiel der Metropol Girls wohl niemand in der Halle an einen Sieg der Gäste aus dem Ruhrpott. Zuvor hatten die Metropol Girls nach einem durchaus positiven Start – in der vierten Minute führt man mit 13:7 – zunächst alles dafür getan, eine Niederlage zu erleiden und unnötig die gute Platzierung im Kampf um die Play Offs in der WNBL-Gruppe Nord-West auf Spiel zu setzen.

Vielleicht lag es auch am mittlerweile unglaublichen Verletzungspech, dass es dem Team erst einmal überhaupt nicht gelang, eine positive und aktive Einstellung zum Spiel zu finden. So konnte Annika Küper wegen eines Verdachtes auf Haarriss im Fußgelenk nur mit Gips anreisen und auch Josephine Ehling fehlte weiterhin aufgrund ihrer Fußverletzung. Da zudem auch Anastasia Kourti krankheitsbedingt nicht dabei war, waren es dann noch zehn Metropol Girls, die es im Lauf der ersten Halbzeit zuließen, dass die BG´89 munter aufspielen konnte und wiederholt offene Würfe traf oder durch mangelhafte Hilfe in der Verteidigung zum Korb ziehen konnte. Da dann auch noch die Reboundarbeit unkonzentriert war und in der eigenen Offensive nur wenig lief, ging es bereits mit 14 Punkten in die Halbzeitbesprechung, in der erstmals in dieser Saison ein Donnerwetter auf die Spielerinnen der Metropol Girls wartete.

Nach einer sehr deutlichen Ansprache lief es aber zunächst kaum besser, nach dem erwähnten 19-Punkte-Rückstand stellten die Metropol Coaches dann das erste Mal in dieser Saison in der Defensive auf eine Ball-Raum-Verteidigung um, welche bislang in den eigenen taktischen Planungen bewusst keine Rolle spielte. Diese Maßnahme führte dann aber fast augenblicklich zu einer deutlichen Wende im Spiel. Das Spiel der Metropol Girls wurde deutlichst aggressiver und aktiver und die Metropol-Spielerinnen wirkten wie ausgewechselt. Ein Ballgewinn nach dem anderen gelang und auch in der Offensive wurde nun viel konsequenter agiert. Der Rückstand wurde kontinuierlich verkürzt und in der 37. Minuten lag das Team aus Bochum und Recklinghausen mit 64:63 vorne. Der Metropol-Express rollte nun geradezu über die BG Rotenburg / Scheeßel hinweg, die nun nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Das Schlussviertel wurde mit einer gewaltigen Dominanz mit 39:7 überragend beherrscht, so dass mit dem 84:67-Sieg doch noch zwei Punkte eingefahren wurden. Diese waren enorm wichtig für den weiteren Saisonverlauf sind, insbesondere auch da auch die direkten Konkurrenten Metropolitan Baskets Hamburg und Herner TC, der ein wenig überraschend gegen den TSV Hagen gewann, erfolgreich waren. Positive Ansätze für die weiteren Spiele waren bei den Metropol Girls das couragierte Auftreten des Teams in der zweiten Halbzeit und der starke Zusammenhalt des gesamten Team. So unterstützen auch die Spielerinnen, die in Scheeßel nur wenig zum Einsatz kamen unermüdlich und selbstlos die Kolleginnen auf dem Feld und trugen so erheblich zum Erfolg bei. Auch wenn das gesamte Team in der zweiten Halbzeit sich gut präsentierte, muss Leonie Schiermeyer im zweiten Spiel nach ihrer langen Verletzungspause als überragende Akteurin genannt werden, die etliche Ballgewinne initiierte, die Teamverteidigung klug lenkte und mit starken 25 Punkten  Topscorerin war.

In der kommenden Woche treffen die Metropol Girls beim Heimspiel am Sonntag um 15:00 Uhr in der vestischen Arena in Recklinghausen auf den Tabellenführer aus Osnabrück. Hier gilt es weiterhin der Verletzungsschwäche zu trotzen und an das  gute Auftreten des ganzen Teams in der zweiten Hälfte anzuknüpfen.

Schiermeyer (25), Gries (15), Neumann (15), Asuamah-Kofoh (11), Greifenberg (10), Brosenius (8), Brinkmann, Kamp, Simon, Wagner

Bericht: Metropol Girls Bochum / Frank Konstandt

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