WNBL TOP4: TSV Hagen 1860 folgt BGZ ins Endpiel5. Mai 2012

Eine recht klare Angelegenheit wurde das 2. Halbfinale beim WNBL TOP4 in Hirschaid. Nach 40 Spielminuten hatte der TSV Hagen 1860 das gastgebende Team Oberfranken mit 73:50 (24:10, 14:14, 18:15, 17:11) besiegt. Damit kommt es am morgigen Sonntag um 13.0 Uhr zum Endspiel zwischen der BG Zehlendorf und dem TSV Hagen 1860, während das Team Niedersachsen Nord und das Team Oberfranken den 3. Platz um 11.00 Uhr ausspielen.

Kompakt und physisch (Oberfranken) gegen schnell und aggressiv (Hagen), so sollte das Motto des 2. Halbfinales lauten. Mit Volldampf legten beide Teams los und brachten die rund 600 Zuschauer in Stimmung. Alina Hartmann begann für die Oberfranken stark, erzielte vier Punkte zur 5:4-Führun nach drei Minuten. Hagen versuchte ins Laufen zu kommen, aber das Team Oberfranken zeigte sich bestens vorbereitet und anfangs eine erstklasige Transition Defense. Hagen drückte aber durch die glänzend aufgelegte Birte Bencker (Foto) unverdrossen auf das Gaspedal .. mit Erfolg, denn nach sechs Minuten hatten Jordis Wächter und Alina Gimbel zum 8:14 vollstreckt. Die Gastgeberinnen versuchten es zu sehr mit Einzelaktionen, während das Hagener Spiel nun wie am Schnürchen lief (10:22, 8. Min.). Wie eine kaum überwindbare Wand stand die Verteidigung der ganz in schwarz angetretenen Westfälinnen, die auch ohne viel Zutun ihrer vermeintlich besten Spielerin” Chantal Neuwald klar dominierten (10:24, 10. Min.).

Das Team Oberfranken intensivierte die Defense, hatte auch einige Ballgewinne, konnte diese aber nicht dazu nutzen, den Rückstand zu verkürzen (14:26, 12. Min.). Egal, mit welcher Formation Hagens Coach Tobit Schneider agieren ließ, die Überlegenheit seiner Mannschaft war doch deutlich, zumal auch Hartmann nach ihren beiden Anfangstreffern kein Wurfglück mehr hatte (16:34, 17. Min.). Es machte sich fast schon so etwas wie Verzweiflung breit im heimischen Lager, denn es lief nicht viel zusammen im Team von Trainerin Janet Fowler-Michel. Hagen rannte und rannte, verlor dabei zwar auch mal die Kontrolle, dominierte aber weiter eindeutig. Eine nun aufdrehende Hartmann machte ihrem Team mit einem schönen Drive und weiteren Punkten Mut (23:35, 20. Min.), doch es fehlte eine echte Serie, die die Oberfranken bis zum Seitenwechsel weiter herangebracht hätte (24:38).

Guter Start für das Team Oberfranken in das 3. Viertel: während Hagen im Gefühl des scheinbar sicheren Sieges etwas pomadig auftrat, netzte Hartmann zwei Mal ein und verkürzte den Rückstand (28:38, 23. Min.). Schneider nham umgehend eine Auszeit, um sein Team wieder in die Spur zu bringen. Nora Duckarm traf zum 30:38, ehe Hagen erst nach drieinhalb Minuten die ersten Punkte nach der Pause erzielen konnte. Mona Kramers “and one” tat den Gastgeberinnen richtig weh (30:43, 25. Min.), ihr anschließender Dreier noch mehr, das Momentum hatte sich komplett verflüchtigt. Doch mit dem Mute der Verzweiflung wehrten sich die heimischen Korbjägerinnen, erzielten sechs unbeantwortete Punkte (36:46, 27. Min.) und waren wieder im Spiel. Hagen blieb aber weitestgehend souverän und hatte nun in Alina Gimbel eine wichtige Vollstreckerin (38:54, 29. Min.). Nach 30 Minuten musste man von mehr als von einer Vorentscheidung sprechen, zumal auch noch Hartmann und Eva Kriebel beim Team Oberfranken mit Krämpfen ausgefallen waren (39:56).

Im Schlussabschnitt änderte sich nicht mehr viel am Spielgeschehen. Zwar konnten Hartmann noch einmal auf das Spielfeld zurückkehren, aber für ein echtes Comeback der Oberfranken war es zu spät. Die offensichtlich schwere Knöchelverletzung von Gimbel trübte die Freude der Hagenerinnen über den Sieg allerdings spürbar.

Team Oberfranken
Christine Sokolowski 5, Sandra Schrüfer, Leonie Schönhammer, Anne-Kathrin Landwehr 4, Eva Kriebel 2, Eva Kloos 5, Saskia Beringer 2, Nadjeschda Ilmberger 2, Laura Geiselsöder 9, Nora Duckarm 4, Alina Hartmann 17, Katharina Kreklau.

TSV Hagen 1860
Leonie Schütter, Mona Kramer 15, Chantal Neuwald 7, Paulina Fritz, Liesa Mikus 4, Birte Bencker 5, Isabelle Judtka 14, Laura Zdravevska, Jordis Wächter 10, Alina Gimbel 18, Ayse Colakoglu.

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