WNBL TOP4: BG Zehlendorf nach zwei Verlängerungen erster Finalist5. Mai 2012

Im ersten Halbfinale des diesjährigen TOP4 der WNBL in Hirschaid gab es gleich den ersten hochdramatischen Krimi. Das Team Niedersachsen Nord unterlag nach hartem Kampf der favorisierten BG Zehlendorf  nach zwei Verlängerungen mit 86:97 (16:18, 14:15, 27:19, 13:18, 9:9, 7:18)

Gespannt wartete das Publikum in der bereits gut besetzten Regnitz Arena vor allem auf den Auftritt von Emma Stach (Team Niedersachsen Nord), die ob ihrer großartigen Vorstellungen in der Damenbasketballbundesliga (DBBL) von allen Spielerinnen im TOP4 mit den meisten Vorschusslorbeeren bedacht worden war. Angelina Kraski oder Olivia Duany verteidigten Stach zu Beginn sehr aggressiv über das gesamte Feld, während die übrigen Berlinerinnen den Raum verteidigten. Die Niedersächsinnen versuchten es mit einer Zonenverteidigung und mit ihrer “berüchtigten” Zonenpresse. Nach einem Dreier von Edda Schmidt führte das Team Niedersachsen nach drei Minuten mit 7:4.

Zehlendorf versuchte es über die körperliche Dominanz von Hannah Siegfried und Noemie Rouault unter den Körben und kam in der Folge gut mit der Zoenenpresse zurecht und zu einigen leichten Punkten durch Fastbreaks (10:12, 6. Min.). Doch das Team Niedersachsen bewies, dass es keinesfalls ein “1-Mächen-Team” ist und hielt in dieser Anfangsphase bestens mit. Überhaupt durften sich die Zuschauer über ein attraktives und temporeiches Spiel freuen. Die ersten Punkte von Stach brachten per Dreier den 16:16-Ausgleich nach acht Minuten. Die Norddeutschen hatten bis dahin nur Probleme mit ihrer Transition Defense gezeigt.

In der Folge blieb die Begegnung mit leichten Vorteilen für die BGZ eng, die Fehler auf beiden Seiten nahmen allerdings zu (18:22, 13. Min.). Die Niedersächsinnen taten sich zunehmend schwerer, gegen die starke Berliner Defense zu punkten und mussten beim konstant hohen Tempo des Gegners immer auf der Hut sein. Die Berlinerinnen vergaben aber einfach zu viele Chancen, um sich klarer absetzen zu können. So tat sich punktemäßig minutenlang nichts auf der Anzeigetafel (21:24, 17. Min.). Stach agierte extrem unglücklich, verzagte aber nicht und versuchte es immer wieder. Ihre Teamkolleginnen sprangen in die Bresche, Flavia Behrendt traf zum 25:28 zwei Minuten vor dem Kabinengang, Alena Tusek (Foto) legte zum 27:28 nach, ehe Bianca Schumann per Dreier zum 27:31 für Berlin einnetzte. Das Spiel war jetzt zu einem Fehler-“Festival” geworden, zur Pause war noch alles offen (30:33).

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag, als die starke Behrendt (Jg. ´97) ihr Team mit einem tollen “and one” mit 35:33 in Führung warf. Die nicht minder überzeugende Tusek legte mit vier Zählern zum 39:35 nach (23. Min.), das vielzitierte Momentum lag nun etwas überraschend bei den Niedersächsinnen. Fast schon Ratlosigkeit machte sich bei Zehlendorf breit, als Behrendt das 41:35 besorgte. Das Team Niedersachsen spielte die Defense der Berlinerinnen nun konsequent aus und hatte auch das nötige Wurfglück (Dreier Andrea Baden, 46:39, 25. Min.). Stach machte enormes Tempo und bestimmte in dieser Phase  das Spiel, obwohl ihr das Fortune beim Wurf bis dahin gänzlich fehlte. Es musste schon an die Freiwurflinie gehen, dass sie zu ihrem nächsten Punkt kam (48:43, 27. Min.). Doch dann schien der Knoten für sie geplatzt zu sein, denn einen Steal nutzte sie per Korbleger zum 50:43. Auch nach 30 Minuten behauptete das nun auf eine deutlich präsentere Stach zählende Team Niedersachsen eine Führung (57:52).

Zehlendorf steckte nicht auf und kam duch die unermüdlich kämpfende und jetzt auch erfolgreich reboundende Rouault auf 59:58 heran (33. Min.). Siegfried sorgte an der Freiwurflinie für den Ausgleich, die Partie wogte hin und her und stand nun auf des Messers Schneide. Den Dreier von Baden (62:59, 35. Min.) konterte die BGZ umgehend durch zwei Fastbreaks und weitere Punkte, sodass nur eine Minute später die Führung wieder gewechselt hatte (62:65). Hochspannend verlief die Schlussphase, in der das Team Niedersachsen beim 64:69 (39. Min.) geschlagen schien. Aber ein weiterer Schmidt-Dreier und ein Freiwurftreffer von Stach brachten die Nordlichter auf 68:69 heran (1´10). Viel zu spät foulte man dann sieben Sekunden vor dem Ende und schickte Bianca Schumann an die Freiwurflinie: 68:70. Stach wurde bei 4,4 Seknden gefoult, traf beide Freiwürfe … Verlängerung.

In der brachte ein Dreier von Sonia Lee die nun ohne die ausgefoulten Baden und Behrendt auskommenden Niedersächsinnen nach vorne (73:72), ehe die kaum noch zu stoppende Rouault und die sehr starke Henriette Link zum 73:78 trafen (42. Min.). Stach sorgte per “and one” für das 77:78, als noch 90 Sekunden zu spielen waren, und Tusek traf zwei Freiwürfe zum 79:78 (1´15). Rouault machte den Ausgleich (´59), Stach verwarf einen Dreier (´47), Siegfried vergab eine weitere “einfache” Wurfgelegenheit, gefolgt vom vergeblichen Stach-Versuch kurz vor der Sirene … 2. Verlängerung.

Siegfried machte es dann besser, traf zwei Mal und zeichnete gemeinsam mit Kraski für das 81:85 (47. Min.) verantwortlich. Jennifer Schulze erhöhte, und die nun körperlich stark unterlegenen Niedersächsinnen schienen erneut geschlagen (81:87, 48. Min.). Aber die Hurricanes wehrten sich immer noch, wurden aber von Link “ins Herz” getroffen (83:89, 1´20). Schulze schließlich machte per Steal und Korbleger “den Sack zu” (83:93, ´38).

Team Niedersachsen Nord
Andrea Baden 6, Birte Riebesell, Flavia Behrendt 15, Sonia Lee 3, Victoria Storm,  Svenja Nolte, Edda Schmidt 14, Sina Borchert 2, Christin Thom Suden, Alena Tusek 21/10 Rebounds, Emma Stach 25, Sophie Kliemisch.

BG Zehlendorf
Henriette Link 24, Jennifer Schulze 6, Olivia Duany 2, Anelina Kraski 6, Sophia Neubauer, Nicki Graumüller, Bianca Schumann 6, Frederike Sonntag, Hannah Siegfried 19/10 Rebounds, Noemie Rouault 26/10 Rebounds, Marija Krstanovic 6, Vivian Dörr 2.

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