Playdowns: Metropol Girls – Stormarn Wild Wings und TV Saarlouis2. April 2012

Die Metropol Girls haben den Klassenerhalt geschafft und auch für den nächsten Saison einen Startplatz in der WNBL erreicht! Im Playdown-Down-Turnier in der Vestischen Arena gab es nach dem 59-43-Sieg gegen Stormarn Wild Wings Ahrensburg eine 66-72-Niederlage gegen TV Saarlouis.

Da Saarlouis gegen Ahrensburg 73-63 gewonnen hatte, bedeutete dies für die Metropols den zweiten Platz. Schon vor den Spielen am Sonntag war klar, dass zwei Teams aus diesem Turnier die Startberechtigung für 2012/2013 erhalten – bedingt durch die kurzfristig beschlossene Regelung des DBB, auch die nächste WNBL-Saison mit 28 statt 24 Teams zu planen.

Der Play-Down-Wettbewerb war geplant als Turnier mit 4 Teams, in dem sich der Sieger für die nächste WNBL-Saison qualifiziert. Letztlich wurde es eine 3er-Runde, von denen die beiden ersten Mannschaften letztlich die Qualifikation schafften. – So viel vorab zur Thematik: es kommt erstens anders als man zweitens denkt. Dass Bensberg letztlich kurzfristig am Freitag absagte, war für die Terminplanung irgendwie ärgerlich – dass Turnier hätte somit von vornherein als Eintages-Veranstaltung geplant werden können (3 statt 6 Spiele), aber natürlich möchte hier keiner irgendwie Lustlosigkeit bei den nun doch nicht angereisten Gästen unterstellen – es werden sicherlich triftige Gründe vorgelegen haben. Dass die nächste Saison jetzt wohl doch mit 28 Teams angegangen wird und sich somit 2 Teams aus den Play Down-Turnieren qualifizieren, wurde erst kurzfristig vor Turnierbeginn beschlossen – diese Planung wirkte relativ unglücklich. Allerdings: hierdurch entspannte sich die Lage für Metropol merklich, so dass 1 Sieg höchstwahrscheinlich reichen würde.

 

Und nun zu den Spielen: der Samstag wurde zum Tag der Gäste – der TV Saarlouis traf auf die Stormarn Wild Wings aus Ahrensburg. Es wurde letztlich eine deutlichere Angelegenheit, als es das Endresultat von 63-73 von vermuten ließ. Ahrensburg bekam v.a. Leonie Edringer (28 Punkte) nicht in den Griff und konnte selbst in der Offense nicht die entscheidenden Akzente setzen. Saarlouis nahm am Ende nach einer 63-40-Führung vor dem letzten Viertel einen Gang raus, so dass das Ergebnis noch relativ knapp ausfiel.

Somit war klar: ein Sieg von Metropol über Ahrensburg würde für die Gastgeber schon mindestens Platz 2 und somit den Klassenerhalt bedeuten. Und diese Chance wollten die Mädchen beim Schopfe packen – sie legten ordentlich los. Nur einmal lagen sie zurück (9-10 in der 7. Minute), danach wurde bis zur Halbzeit kontinuierlich eine 28-19-Führung herausgearbeitet, v.a. mit guter Defense, wie es das Ergebnis zeigt.

War es die Erfolgsaussicht, oder doch die frühe Spielzeit am Sonntag-Morgen – nach der Pause riss der Faden. Nach 5 Minuten im dritten Viertel stand es plötzlich wieder 30-30 – es war also alles wieder auf Null gestellt. Coach Pit Lüschper erkannte die Situation und nahm in einer Auszeit eine “Neujustierung” vor. Danach erzielten sechs verschiedene Spielerinnen die nächsten sechs Körbe – Ausdruck einer Ausgeglichenheit, die nicht immer in dieser Saison zu den Stärken des Teams zählte. Nach dem dritten Viertel sah es beim 41-32 schon wieder sehr gut aus. Und daran sollte sich im letzten Viertel auch nichts mehr ändern. Der Vorsprung wurde kontinuierlich bis zum 59-43-Endstand ausgebaut.

Hervorzuheben ist vor allem Maike Brosenius, die ein tolles Spiel zeigte und letztlich mit 12 Punkten sogar Top-Scorerin wurde. 10 Spielerinnen punkteten (nur 6 bei Ahrensburg) – auch dies zeigt die Ausgeglichenheit innerhalb des Teams.

 

Das letzte Spiel gegen Saarlouis geriet somit zur Kür der beiden Teams, die sich auch in der nächsten Saison auf einen WNBL-Teilnahme freuen können. Erfreulicherweise führte dies aber nicht zu einem “laschen Zock” – sondern ganz im Gegenteil zu einem emotionalen Duell, welches durch die beiden Fanlager auch noch positiv angeheizt wurde. Saarlouis legte furios los (27-9 nach dem ersten Viertel), man musste ein Debakel für Metropol befürchten. Doch die Girls kämpften sich erfreulicherweise ab dem zweiten Viertel ins Spiel, und Punkt für Punkt heran. Beim 64-69 zwei Minuten vor Schluss schien noch ein Happy-End möglich, es reichte jedoch nicht mehr ganz, Saarlouis konnte einen 72-66-Erfolg feiern.

Dafür, dass die Girls letztlich nach dem schlechten Auftakt die anderen drei Viertel punktemäßig gewannen (20-18, 15-10, 22-17), konnten sich die Metropols zwar nichts kaufen, zeigte aber die positive Einstellung. Und alleine 22 Punkte im letzten Viertel gegen solch einen Gegner waren sicherlich aller Ehren wert. Der letztlich entscheidende Aspekt war die deutliche Unterlegenheit der Metropols unter dem Korb – 60 zu 39 Rebounds für Saarlouis sprechen eine überdeutliche Sprache. Hiervon profitierte v.a. wieder Leonie Edringer mit 22 Punkten. Top-Scorerin insgesamt wurde aber Annika Küper (Foto) von den Metropols, die mit 23 Punkten noch einen Punkt mehr erzielte.

Nach den Spielen gab es noch ein fröhliches Beisammensein: Lisa Kullik feierte am Spieltag ihren Geburtstag und wurde von ihren Team-Kolleginnen nicht nur mit dem Sieg beschenkt: man löste nachträglich das “Kullik-Versprechen” ein, das einen Sieg über Oberhausen beinhaltete – die näheren Details sollen hier nicht näher erörtert werden und bleiben Angelegenheit des Teams…

Leider konnte Lisa ja aufgrund ihres Kreuzbandrisses an den letzten Saisonspielen nicht mehr teilnehmen.

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