Deutsche Streetbasketball Meister 2006 erneut in Münster gekürt10. Oktober 2006

Streetbasketball lebt! Abseits der Lichtgefluteten Hallen mit dem glänzenden Parkett gibt es eine weitere Bühne auf der Basketball auf höchstem Niveau zelebriert wird. Auf engen Hinterhöfen, von Zäunen umhüllt und auf staubigem Asphalt gehen die Streetballer auf Korbjagd. Härter, schneller und verspielter kommt die Freizeitvariante des Basketballsports daher.

Dass es auch im Streetball um große Titel gehen kann wurde an diesem Wochenende bei den offiziellen deutschen Meisterschaften, dem „German Streetbasketball Championship“ (GSC), in Münster deutlich. Rund 150 Teams mit über 600 Teilnehmern kämpften im “3 gegen 3” in zehn verschiedenen Kategorien um Ruhm und Ehre. Die Osmo-Hallen in Münster waren die Ideale Location für dieses Event der Extraklasse. Die Riesigen Lagerhallen versprühten einen Charme den ein Streetballer einfach lieben muss.

Am Samstag erfolgte der ersehnte Startschuss mit einer Begrüßung der Teilnehmer und der offiziellen Eröffnung, zu der DBB-Präsident Ingo Weiss, DBB-Vizepräsident Heinz-Michael Sendzik und Vertreter der Stadt Münster zugegen waren. Mannschaften aus allen Teilen Deutschlands waren zugegen und die Stimmung war gut. Stolz präsentierten die Spieler ihre Trikots, Shooting-Shirts oder hatten T-Shirts gedruckt, um auch jedem zu zeigen welche Stadt sie repräsentierten. Schon nach den ersten Spielen auf den 18 Courts wurde deutlich, dass trotz aller Rivalität die Fairness an oberster Stelle stand. Die Spieler mussten ihre Fouls selber ansagen. Natürlich kochten die Emotionen zwischendurch mal hoch, aber die Gemüter beruhigten sich schnell und die Korb-Monitore zogen ein zufriedenes Fazit. „Trotz der härteren Gangart die beim Streetball vorherrscht gab es keine größeren Verletzungen und die Spieler sind stets respektvoll miteinander umgegangen“.

Neben den Qualifikationen für die nächste Runde am Sonntag, wurden auch die ersten Sonderwettbewerbe ausgetragen. Den Anfang machte die „Free-Throw-Competition“. Es galt die meisten Freiwürfe in Serie zu treffen. Nerven aus Stahl bewies Johannes Stricker, der das Objekt der Begierde 16-Mal in Folge durch das Netz jagte. Dieser Sicherheit hatte keiner der Konkurrenten etwas entgegenzusetzen. Den zweiten Platz sicherte sich Michael Schmah gefolgt von Arnold Schmidt. Beim „3er Shoot-Out“ wurde die Distanz erhöht. Jenseits der Dreierlinie mussten die Schützen, von fünf Positionen mit jeweils fünf Bällen, das Maximum an Treffern in 60 Sekunden erreichen. Kein Problem für Michael Schmah, der schon im Freiwurf-Wettbewerb seine Treffsicherheit bewies, und auch jenseits der Dreierlinie mit unglaublicher Präzision traf. Ganze 17 Treffer verbuchte er am Ende auf seinem Konto und sicherte sich damit die Krone des Wettbewerbs. Den zweiten Platz behauptete Artan Mala und an Position drei warf sich Christoph Helbig.

Der kleine Bruder des „Dunking-Contest“ brachte die Zuschauer zum toben. Auf einem Korb mit der Höhe von 2,70 Meter, konnten auch weniger Sprunggewaltige Spieler ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Am meisten überzeugte Christoph Helbig die anwesenden Zuschauer und die fachkundige Jury. Mit 85 Punkten setzte er sich gegen Robert Gierse (57 P.) und Paul Stenzel (54 P.) durch.

Ein besonderer Höhepunkt war der „Jordan Classic Cube“, der bei der „German Streetbasketball Championship“ von der Firma Nike aufgebaut und präsentiert wurde. In dem überdimensionalen Würfel ist eine Korbanlage untergebracht, an der Jugendliche bis 16 Jahre diverse Übungen zu erledigen haben. Die Besten gewinnen einen Super-Preis: die Teilnahme am internationalen „Jordan Classic Camp“ am 21. Oktober 2006 in Berlin. Dann gibt sich der Weltstar des Basketballs in der Bundeshauptstadt die Ehre und wird einen Tag lang ein Basketball-Camp für Jugendliche betreuen. Der MVP des Berliner Camps qualifiziert sich dann für das weltweite „Jordan Classic Camp“ im Madison Square Garden in New York. So endete der erste Tag in Münster mit vielen glücklichen Gewinnern und dem Appetit auf mehr hochklassigen Streetball.

Diesen gab es am Sonntag zu bestaunen. Nach den Qualifikationsspielen, ging es jetzt um Platzierungen und den Finaleinzug. Es war deutlich zu beobachten, dass die Intensität sich in allen Altersklassen steigerte. Kein Ball wurde verloren gegeben und jeder Punkt frenetisch gefeiert. Die Eltern der jungen Spieler/innen fieberten am Spielfeldrand und nicht wenige hatten Freunde und Familie im Publikum. Um 14 Uhr hatte sich die Spreu vom Weizen getrennt und die Finalbegegnungen standen fest.

Doch bevor sich die Elite auf dem Main-Court duellierte, kam es zum zweiten Aufeinandertreffen der „Highflyer“. Der „Dunking-Contest“ ging in die zweite Runde. Diesmal hing der Korb jedoch in 3,05 Metern Höhe. Nachdem eine Tanzgruppe das Publikum auf Betriebstemperatur gebracht hatte, taten die sechs Sprungwunder das Übrige. Schon in der Vorrunde musste das DBB-Maskottchen „SIGGI“ und ein Fahrrad zum Überspringen herhalten. Sieben Mal vergab die Jury, um den extra aus Heidelberg angereisten U-18 Bundestrainer Heimo Förster, die höchste Punktzahl. Mit einem spektakulären Dunking über drei Personen gewann Kosta den Wettbewerb vor Christoph Helbig.

Finale! Alle Augen waren auf den Main-Court gerichtet und DJ Wobo sorgte mit peppiger Musik und einer „Live-Kommentation“ für die richtige Atmosphäre. Das Finale in der Kategorie Mixed war lange spannend. Wenige Sekunden vor Schluss führte der „No Plan Clan“ nur mit einem mageren Pünktchen (10-9). Die „Rubiks-Squad“ hatte die Möglichkeit das Spiel zu entscheiden, verwarf jedoch den Dreier der das Spiel gekippt hätte. Das Finale der Damen war eine eindeutige Gelegenheit. Die „Nackich bei Nature“ ließen den „Brakweder Boombastics” keine Chance. Schnell gingen sie mit 6-0 in Führung und holten sich den Titel mit einem dominanten 16-1. Die Herren sorgten dagegen wieder für Dramatik. In einem über lange Zeit ausgeglichenen Finale, setzten sich die „Mo´Slams“ mit 10-5 mit Ablauf der regulären Spielzeit gegen „Biggi Smalls“ durch.

Es folgte die Siegerehrung unter Anwesenheit des Bürgermeisters der Stadt Münster. Stolz nahmen die Gewinner ihre Medaillen entgegen und bereiteten sich langsam auf die Heimreise vor. Das Streetball-Event, das laut DBB-Vizepräsident Heinz-Michael Sendzik von „außerordentlich guter Zusammenarbeit“ geprägt war, die einen so reibungslosen Ablauf erst ermöglichte, hat vor allem eines bewiesen „der Streetball in Deutschland lebt“!

Siegerliste German Streetbasketball Championship 2006

Jungen 94 u.j.
1. Hustler
2. Die Streetfighter
3. Energy Youngster Jungen

92/93 u.j.
1. Dark Demons
2. These Nutz
3. Fanta 4

Jungen 90/91
1. GV´s Finest
2. Kribbelwasser
3. ICH LIEBE MICHA

Jungen 88/89
1. Air Fruchtzwerge
2. Ankle-Breakers
3. Platz 5

Herren
1. Mo´Slams
2. Biggi Smalls
3. Shibemti

Mädchen 92/93
1. bballers4fun
2. Black Brownies
3. Irrebüsi

Mädchen 90/91
1. Rubiks-squad DSF 42
2. Käy to the käy Jäy
3. GKM

Mädchen 88/89
1. Krümmelmonster
2. Stark durch Suppe
3. JLLK

Damen
1. Nackich bei Nature
2. Brackweder Boombastics
3. Four Did it 2006

Mixed
1. No Plan Clan
2. Rubiks Squad
3. Desperados Mix

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