Youth Olympic Games: FIBA33 ein voller Erfolg24. August 2010

DBB-Präsident Ingo Weiss vergleicht neue Streetball-Variante mit Beach-Volleyball

“FIBA33″ soll die neue Erfolgsformel im Basketball werden. Hinter der Buchstaben- und Zahlen-Kombination verbirgt sich die “3 gegen 3″-Streetball-Variante auf einen Korb, die erstmals bei den Olympischen Jugendspielen in Singapur auf großer Bühne erprobt wurde.

“Ich bin davon begeistert. Es ist unheimlich dynamisch”, sagte Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB, li. Foto mit FIBA-Generalsekretär Patrick Baumann bei der Siegerehrung) und Vizepräsident des Europäischen Verbandes FIBA. “So hat es auch mit Beach-Volleyball begonnen.”

Das Pritschen und Baggern auf Sand oder am Strand gehört seit 1996 zum olympischen Programm und hat dem Volleyball ein junges und cooles Klientel erschlossen. “Die FIBA muss nun initiativ werden, um FIBA33 als neue Sportart zu etablieren”, meinte Weiss. Ulf Tippelt, Leistungssportdirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hält dies für lohnenswert: “Für mich ist dieses Basketball das Innovativste bei den Spielen.” Das deutsche Mädchen-Team mischte dabei ganz ordentlich mit und belegte am Montag nach einer 17:18-Niederlage gegen Südkorea Platz acht.

Da die Ballspiel-Neuheit auch bei den Mitgliedern des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) großen Anklang findet, hofft die FIBA, bis 2020 den Sprung ins Programm der traditionellen Spielen zu schaffen. “Das ist ein redlicher Traum”, sagte FIBA-Generalsekretär Patrick Baumann. “Das IOC ist begeistert, dass wir für Olympia etwas ganz Neues entwickelt haben.”

Vor allem etwas, das für die Jugend attraktiv ist. “Das Drei gegen Drei-Basketball wäre die Gelegenheit, den Olympischen Spielen einen frischen Anstrich zu geben”, so der Schweizer, “und etwas von den extremen Straßen-Sportarten zu lernen.” Außerdem sei FIBA33 ein Produkt, das “telegen, attraktiv für Sponsoren und gut für Zuschauer” sei. “Die Herausforderung ist für uns nun, was machen wir am Tag nach Ende der Jugendspiele damit.”

Der Name FIBA33, das auf einem halben Basketballfeld gespielt wird, leitet sich aus der Regel ab, dass die Partie zu Ende ist, wenn ein Team 33 Punkte erzielt hat. Maximal wird 2 x 5 Minuten gespielt. Das Spiel fordert schnelles Reagieren: Binnen zehn Sekunden muss jedes Team einen Wurfversuch auf den Korb machen. “Dabei haben sogar die kleinen Nationen wie die Philippinen oder Ägypten eine Chance, wie man hier gesehen hat. Das sind keine Basketball-Nationen”, stellte Weiss fest.

Quelle: dpa

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