Youth Olympic Games: Acht deutsche Basketballer dabei11. August 2014

Vom 16. bis 28. August steht Nanjing im Mittelpunkt des weltweiten Jugendsports. Dann finden in der chinesischen Millionenstadt nämlich die zweiten Olympischen Jugend-Sommerspiele statt. Knapp 4000 Athleten aus 204 Nationen werden in dieser Zeit um Medaillen in 31 Sportarten kämpfen und erste Olympische Luft schnuppern.

Unter den Sportarten ist in diesem Jahr erneut 3×3-Basketball. Zwei Teams – ein männliches und ein weibliches – mit jeweils vier Athleten vertreten den DBB bzw. den DOSB in Fernost: Patricia Broßmann, Aliyah Konate, Annika Küpper und Luana Rodefeld treten für die deutsche Mädchen-Mannschaft an; Alexander Herrmann, Jonas Niedermanner, Jannes Hundt und Anton Zraychenko bilden das Jungen-Team. Eine Auswahl, die nicht zufällig zu Stande kommt: „Die Spieler haben sich bei Turnieren bewiesen und viele Punkte gesammelt“, sagte Bundestrainer Kay Blümel, der die Mannschaften gemeinsam mit Michael Kasch begleiten wird.

Ungewohnte Bedingungen und schwierige Prognosen

Am kommenden Dienstag macht sich der DBB-Tross auf den Weg ins „Reich der Mitte“. Nach einem Zehn-Stunden-Flug erwartet Akteure und Verantwortliche zunächst die erste große Herausforderung: „Das wird ein Klimaschock – 30 Grad, hohe Luftfeuchtigkeit, aber wir haben ja genug Zeit uns daran zu gewöhnen“, so Michael Kasch, der hauptsächlich die Mädchen betreuen wird. „Kay und ich verstehen uns gut und kennen uns schon seit Jahren. Da werden wir uns viel austauschen. In den ersten Tagen haben wir uns auch gemeinsame Trainingszeiten gebucht und werden da die Abläufe einstudieren.“

Ernst wird es für beide Teams erst ab kommender Woche Montag. Die deutschen Mannschaften treten bis zum 24. August abwechseln ein- bzw. zwei Mal am Tag an – ein Modus, den die deutschen Athleten weder aus ihren Vereinen und Nationalmannschaften, noch von sonstigen 3×3-Events kennen: „Das ist sicherlich ungewohnt, die Belastung ist bei einem bis zwei Spielen am Tag nicht so hoch wie bei anderen 3×3-Events, wo man vier, fünf Spiele am Tag bestreitet“, sagte Kay Blümel, der keine Prognose für den Turnierverlauf wagen möchte: „Das lässt sich nicht voraussagen, weil wir auch nicht wissen, wie stark die anderen Nationen antreten. Normalerweise würde ich sagen, dass die Franzosen sehr stark sind, weil sie gerade auch im 3×3-Bereich viel unternehmen. Für uns gilt es, zuerst unter die letzten 16 zu kommen und dann gucken wir weiter.“

„Nicht da, um Party zu machen“

Michael Kasch sieht die deutschen Mädchen gut gerüstet für den Wettbewerb: „Wir sind mit dem jüngeren Jahrgang am Start und es ist schwer einzuschätzen, wie ernst die anderen Teams das Turnier nehmen. Ich sehe uns im vorderen Mittelfeld und dann in den „Do-or-die-Spielen“ ist immer alles möglich. Wir fahren jedenfalls nicht dahin, um Party zu machen, sondern um sportlich erfolgreich zu sein.“

Luana Rodefeld, die genau wie Patricia Broßmann in diesem Sommer die U18-Europameisterschaft für den DBB gespielt hat, möchte ebenfalls “so weit kommen, wie es nur geht.” Dabei freut sich die 16-Jährige neben dem sportlichen Wettkampf vor allem auf den Kontakt mit anderen Sportlern – auch aus anderen Sportarten: “Wir leben im Olympischen Dorf und da freue ich mich auf die Leute und darauf, neue Kontakte zu knüpfen. Es ist auch das erste Mal, dass ich auf einen anderen Kontinent fliege und daher schon was besonderes.” Die Mädchen untereinander kennen sich bereits aus vielen Begegnungen im DBB-Dress: “Mit Patricia Broßmann habe ich in diesem Jahr die Europameisterschaft gespielt, mit Annika Küpper im letzten Jahr. Aliyah Konate war auch schon bei einigen Lehrgängen dabei.”

In beiden Wettbewerben treten jeweils zehn Mannschaften im „Jeder-gegen-Jeden“-Modus in zwei Gruppen an. Die acht besten Teams qualifizieren sich für das Achtelfinale, wo im KO-System überkreuz gegen eine Mannschaft aus der anderen Gruppe gespielt wird.

Ein besonderes Highlight wartet auf alle Spielerinnen und Spieler am Donnerstag, dem 21. August. Der Tag steht ganz im Zeichen der individuellen Leistungen; es stehen zunächst die Qualifikation und später der Endkampf für die Einzelwettbewerbe aus. In diesem Jahr gibt es einen Dunk Contest und einen Shootout-Contest. Beim Letzteren rechnet sich Michael Kasch gute Chancen für eine Spielerin aus: „Annika Küpper hat eine sehr hohe Dreierquote. Sie könnte eine Möglichkeit haben, vorne mitzumischen.“

Abgeschlossen wird das Turnier am 25. und 26. August mit den Finalspielen. Am ersten Tag stehen die Achtelfinal-, und Viertelfinale-Duelle an, am zweiten Tag die Halbfinal-, und Finalpartien – hoffentlich mit deutscher Beteiligung.

 

Spielplan:

Mädchen:

Montag, 18. August, 13.20 Uhr: Deutschland – Venezuela

Dienstag, 19. August, 11.00 Uhr: Deutschland – Syrien

Dienstag, 19. August, 14.40 Uhr: Deutschland – Ungarn

Mittwoch, 20. August, 14.00 Uhr: Deutschland – Spanien

Donnerstag, 21. August: Individuelle Wettbewerbe (Shootout Contest, Dunk Contest)

Freitag, 22. August, 11.20 Uhr: Deutschland – Slowenien

Freitag, 22. August, 15.40 Uhr: Deutschland – Brasilien

Samstag, 23. August, 13.00 Uhr: Deutschland – Niederlande

Sonntag, 24. August, 11.00 Uhr: Deutschland – China

Sonntag, 24. August, 14.20 Uhr: Deutschland – Estland

Montag, 25. August: Achtelfinal-, und Viertelfinalspiele

Dienstag, 26. August: Halbfinale-, und Finalspiele

Jungen:

Montag, 18. August, 11.20 Uhr: Deutschland – China

Montag, 18. August, 15.40 Uhr: Deutschland – Ungarn

Dienstag, 19. August, 13.40 Uhr: Deutschland – Slowenien

Mittwoch, 20. August, 12.20 Uhr: Deutschland – Uruguay

Mittwoch, 20. August, 15.20 Uhr: Deutschland – Litauen

Donnerstag, 21. August: Individuelle Wettbewerbe (Shootout Contest, Dunk Contest)

Freitag, 22. August, 13.40 Uhr: Deutschland – Polen

Samstag, 23. August, 11.40 Uhr: Deutschland – Frankreich

Samstag, 23. August, 15.00 Uhr: Deutschland – Puerto Rico

Sonntag, 24. August, 13.40 Uhr: Deutschland – Indonesien

Montag, 25. August: Achtelfinal-, und Viertelfinalspiele

Dienstag, 26. August: Halbfinale-, und Finalspiele

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