YOG: Gemischte Gefühle bei den 3×3-Teams24. August 2014

Die 3×3-Teams des Deutschen Basketball Bundes haben heute bei den Youth Olympic Games im chinesischen Nanjing Höhen und Tiefen erlebt. Die deutschen Mädchen unterlagen China, gewannen aber das wichtige Spiel gegen Estland dank starker Leistung und stehen daher verdientermaßen im Achtelfinale des olympischen Turniers. Die Jungen dagegen leisteten sich eine nicht eingeplante Schlappe gegen Indonesien und verabschiedeten sich vorzeitig aus dem Turnier.  Hier gibt es mehr Infos zu allen Ergebnissen und Tabellen.

Die DBB-Mädchen trafen heute im ersten Spiel auf die Gastgeber aus China. Durch die Verletzung von Aliyah Konate trat die deutsche Mannschaft erneut ersatzgeschwächt gegen den direkten Tabellennachbarn an. In den ersten zwei Minuten passierte zunächst wenig, beide Teams schwächelten noch bei der Trefferquote. So kam es, dass nach 120 Sekunden jede Mannschaft erst einen Punkt auf der Habenseite hatte. In der folgenden Aktion war China von außen erfolgreich und holte sich den ersten kleineren Vorsprung, der sie durch das Spiel trug. Angestachelt durch das frenetische Publikum übernahmen die Chinesinnen nun das Kommando und zogen von 5:3 auf 9:3 nach fünf Minuten davon. Rodelfeld verkürzte zwar nochmal auf 4:9, am Ende aber war die immer müder werdende deutsche Mannschaft gegen entfesselt aufspielende und treffende Chinesinnen beim 6:18 ohne Chance.

Die deutsche Mannschaft startete gut ins zweite Spiel. Gegen Estland ging es für die Mädchen darum, den nötigen Schwung für die KO-Spiele aufzunehmen und Selbstvertrauen gegen ein in der Tabelle besser platziertes Team zu sammeln. Nach vier Minuten führte die DBB-Auswahl mit 9:3, was aber vor dem Hintergrund der personellen Probleme noch keine Vorentscheidung war. Die Estinnen verkürzten auf 6:9, ehe die deutsche Mädchen erneut auf 12:7 davonzogen. Drei Minuten vor dem Ende waren die schwindenden Kräfte dann doch wieder erkennbar, ohne, dass Estland sofort daraus hätte Kapital schlagen können – im Gegenteil. Die deutschen Mädchen kämpften aufopferungsvoll und lieferte eins ihrer besten Spiele im gesamten Turnier. Bei noch 120 Sekunden auf der Uhr lag die deutsche Mannschaft mit 17:11 in Führung. Am Ende reichte es zum umjubelten 17:14-Erfolg.

Coach Michael Kasch war mit der Leistung seiner Mannschaft äußerst zufrieden: “Wenn sich die Mädchen an den Plan halten, spielen sie erfolgreich. Dieses Mal waren wir sogar in der Lage, auf taktische Umstellungen der Estinnen im Spiel zu reagieren.”

Anika Küper (Foto links) zeigte sich trotz der guten Leistung immer noch kritisch: “Ich glaube, dass immer noch Steigerungsbedarf da ist und, dass wir gerade offensiv viele Fehler gemacht haben, die man in den nächsten Spielen versuchen muss zu minimieren. Defensiv müssen wir das Level halten.”

Vor dem Spiel gegen Indonesien standen die 3×3-Jungen unter großem Druck. Eine Niederlage gegen die bislang noch punktlosen Indonesier durfte sich das DBB-Team nicht leisten. Obwohl die deutsche Mannschaft technisch, körperlich und taktisch klar stärker einzuschätzen ist als die Gegner aus Südost-Asien, fehlte den Jungen heute der letzte Biss, um sich einen Platz im Achtelfinale zu sichern. 19 Prozent Trefferquote brach den deutschen Korbjägern letztlich das Genick. Die Partie ging trotz 8:5-Führung am Ende mit 9:10 verloren.

Dementsprechend ernüchtert war auch Kay Blümel nach dem Ausscheiden der Jungen aus dem Turnier: “Was soll ich dazu sagen? Wenn man vergleicht, wie die Mannschaft am ersten Tag aufgetreten ist und wie die Leistungskurve im Verlaufe des Turniers immer weiter nach unten sank, sind wir absolut verdient ausgeschieden. Wir haben keine Intensität, Spannung und Kampf ins Spiel gebracht – das war indiskutabel.”

 

Mädchen: Für Deutschland spielten:

(vs. China): Patricia Broßmann (4), Luana Rodefeld (2), Annika Küper
(vs. Estland): Patricia Broßmann (5), Luana Rodefeld (8), Annika Küper (4)

Jungen: Für Deutschland spielten:

(vs. Indonesien): Jannes Hundt (1), Jonas Niedermanner (2), Anton Zraychenko (Foto rechts, 4), Alexander Herrmann (2)

 

 


Die deutschen 3×3-Teams beim Besuch der Teilnehmer/innen des dsj academy camps.

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