YOG: DBB-Mädchen gewinnen wieder22. August 2014

Die 3×3-Teams des Deutschen Basketball Bundes sind bei den Youth Olympic Games in Nanjing zumindest teilweise wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Bei den heutigen drei Spielen wurden zwei Niederlagen notiert, von denen eine die DBB-Jungen in Bedrängnis bringt. Erfreulich war allerdings zunächst, dass der an den Vortagen verletzt fehlende Jonas Niedermanner heute wieder eingesetzt werden konnte und die deutschen Jungen somit variabler machte. Sein Rücken hielt!

Die DBB-Jungen (Foto Anton Zraychenko beim Dunking) hatten als Achtplatzierter des Klassements (2:3) gegen den Fünften Polen (3:2) anzutreten. Dabei machte ihnen die mehr als mäßige Wurfquote einen Strich durch die Rechnung. Nur sechs Treffer bei 22 Versuchen insgesamt, darunter eine 2/9-Zweierbilanz und noch dazu nur 4/10 Freiwürfe waren am Ende zu wenig, um die Polen bezwingen zu können.

Gegen körperlich überlegene Polen war Deutschland eigentlich immer auf Augenhöhe und hatte eine realistische Siegchance. Polen ging zwar früh in Führung (1:4, 3.), aber das DBB-Team blieb angetrieben von Jannes Hundt und Anton Zraychenko auf Tuchfühlung, weil es körperlich dagegen hielt. Beide Teams waren früh foulbelastet, so dass sich das Spiel an der Freiwurflinie entscheiden sollte. Jannes Hundt hatte beim Stand von 11:13 (9.) zwei Freiwürfe mit anschließendem Ballbesitz, konnte aber nur einen verwerten. Der anschließende Lay-Up von Jonas Niedermanner rollte wieder heraus und die Polen konnten nach einem Foul der DBB-Korbjäger das Spiel nach Hause bringen.

“Das war  kämpferisch eine tolle Leistung der Jungs, wir müssen uns aber an der Freiwurflinie belohnen. Hier werden die engen Spiele entschieden. Morgen geht es gegen Frankreich bereits um eine akzeptable Platzierung in der Gruppe, um den starken Teams des Pool B im Achtelfinale aus dem Weg zu gehen”, so Bundestrainer Kay Blümel anschließend.

Zwei Spiele standen auf der Agenda der DBB-Mädchen (vor dem Tag 6. mit 2:2). Mittlerweile hatte sich herausgestellt, dass Aliyah Konate aller Voraussicht nach nicht mehr eingesetzt werden kann, was das deutsche Team unter dem Korb natürlich erheblich schwächt. Die drei verbliebenen Spielerinnen (re. Luana Rodefeld in Aktion) müssen nun alle noch folgenden Spiele komplett durchspielen.

Vor erneut sehr gutem Besuch in der Wutaishan Arena traf das von Michael Kasch betreute Team zunächst auf das bis dahin sieglose Slowenien (9., 0:4). Schnell offenbarten sich große Problem vor allem beim Rebound gegen die lange Centerin der Sloweninnen. Außerdem fand man keinen Rhythmus in der Offense, die Würfe fielen nicht. Zwar konnte Annika Küper per Zweier noch zum 5:5 ausgleichen, aber anschließend lief überhaupt nichts mehr zusammen, man gewährte dem Gegner immer wieder zweite Chancen und leistete sich zudem ein technisches Foul. Bis auf 6:15 zogen die ebenfalls nur mit drei Spielerinnen angetretenen Sloweninnen davon, ehe die DBB-Mädchen einen beeindruckenden Schlussspurt hinlegten und durch Zweier von Broßmann (2) und Küper 40 Sekunden vor dem Ende auf 13:15 herankamen. Ein weiterer Distanzversuch der Deutschen verfehlte sein Ziel und so hatten die Sloweninnen das bessere Ende für sich.

“Das war eine ärgerliche Niederlage, die nicht hätte sein müssen. Die Spielerinnen haben sich nach dem Ausfall von Aliyah Konate nicht an den Plan gehalten, den Ball mehr zu bewegen und härter zu attackieren. Sie waren zu sehr mit ihrem Frust als mit Basketball beschäftigt”, meinte Coach Michael Kasch zum Spiel.

Anschließend ging es in Spiel zwei gegen Brasilien (8., 1:3), das man vor der Partie als in etwa gleichwertig erwarten durfte. Erfreulicherweise konnten sich die DBB-Mädchen mit 16:11 durchsetzen und sind somit auf einem sehr guten Weg in Richtung Achtelfinale. Die Brasilianerinnen agierten aggressiv und htten bereits nach fünf Minuten ihr Mannschaftsfoulkontingent erreicht, so dass die deutschen Korbjägerinnen fortan bei jedem Foul zwei Freiwürfe zugesprochen bekamen. Das deutsche Team konnte daraus aber kein Kapital schlagen, da zu viele Chance von der Freiwurflinie ausgelassen wurden. Über einen tollen Kampf und gutes Rebounding sicherte sich die Mädchen aber dennoch den verdienten Erfolg.

Betreuer Michael Kasch war mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden: “Wir haben alles richtig gemacht, eine kämpferisch tolle Einstellung gezeigt und den Spielplan exakt eingehalten.  Wenn wir so auch vorher gegen Slowenien gespielt hätten, könnten wir jetzt Platz drei oder vier angreifen.”

“Es war ein harter Kampf. Die Brasilianerinnen haben leider nicht so fair gespielt, aber glücklicherweise konnten wir dagegen halten und haben deswegen auch gewonnen”, meinte Luana Rodefeld, die den fünften Platz nun angreifen möchte: “Ja klar, warum nicht? Wir wollen auf jeden Fall gegen Estland gewinnen, mit denen haben wir noch eine Rechnung offen. Morgen spielen wir gegen die Niederlande, das wird auch ziemlich schwer, aber machbar ist es.”

“Insgesamt ist die Atmosphäre bei den 3×3-Spielen hervorragend. Es zeigt, wie beliebt diese noch junge Variante ist. Unsere Teams haben toll gekämpft, sie vertreten den DBB sehr gut. Es ist für alle Sportlerinnen und Sportler hier eine unglaubliche Erfahrung, das höre ich in den Gesprächen immer wieder”, sagte DBB-Präsident Ingo Weiss, der nach einer kleinen Irrfahrt mit einem ausschließlich Chinesisch sprechenden Taxifahrer in der Arena angekommen war.

 

Mädchen: Für Deutschland spielten:

(vs. Slowenien): Patricia Broßmann (7), Luana Rodefeld (2), Annika Küper (4)
(vs. Brasilien): Patricia Broßmann (3), Luana Rodefeld (7), Annika Küper (6)

Jungen: Für Deutschland spielten:

(vs. Polen): Jannes Hundt (5), Jonas Niedermanner (2), Anton Zraychenko (5), Alexander Herrmann (0)

 

 

 

Die deutschen 3×3-Teams erhielten bei ihren Spielen lautstarken Besuch vom dsj academy camp. Rechts unten zu sehen Delegationsleiter und DBB-Vizepräsident Stefan Raid und Bundestrainer Kay Blümel.

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