YOG: Acht Basketballer/innen nominiert7. Juli 2014

Jetzt ist es offiziell! Die Deutsche Jugend-Olympiamannschaft für die 2. Jugendspiele in Nanjing/China (16. bis 28. August) besteht aus 83 Athletinnen und Athleten in 21 Sportarten und versammelt sich unter dem Motto #WirfuerD. Darunter sind auch acht Basketballer/innen, die in der U18-Kategorie an den Start gehen werden. Das gab der DOSB am Montag, 40 Tage vor Eröffnung der Spiele, in Frankfurt/Main bekannt. Damit stellt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) eine größere Mannschaft als bei der Premiere 2010 in Singapur (70 Athleten) und bei den 1. Jugend-Winterspielen 2012 in Innsbruck (57).

Begleitet wird sie von der maximal möglichen Anzahl von 46 Betreuern, darunter Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann und Triathletin Marlene Gomez Islinger als Juniorbotschafterin. Erstmals wird Deutschland bei Jugendspielen in den Sportarten Golf, Hockey und (Beach-)Volleyball vertreten sein.

„Die Olympischen Jugendspiele sind für die Sportlerinnen und Sportler ein wichtiger Schritt, um ihrem olympischen Traum ein Stück näher zu kommen“, sagte die für Leistungssport zuständige DOSB-Vizepräsidentin Christa Thiel anlässlich der Nominierung: „Hier können die Athleten Erfahrungen sammeln, die ihnen auf dem Weg zur Qualifikation für die ‚großen Spiele‘ Motivation geben. Vielleicht sehen wir ja den ein oder anderen schon in zwei Jahren in Rio de Janeiro wieder.“

Dass dies möglich ist, haben der Schwimmer Christian vom Lehn und die Rhythmische Sportgymnastin Jana Berezko-Marggrander 2012 in London bewiesen, Andreas Wellinger wurde in Sotschi sogar Skisprung-Olympiasieger, nachdem er im Januar 2012 bei den 1. Jugend-Winterspielen in Innsbruck vom Bakken gegangen war und dort mit der Mixed-Mannschaft Gold gewonnen hatte.

Für Bernhard Schwank, Deutschlands Chef de Mission, ist klar: „Für die Athleten kommt es drauf an, in dieser für alle neuen olympischen Atmosphäre zu lernen, Motivation zu tanken und möglichst im Wettkampf die individuell beste Leistung abzurufen. Als Mannschaftsleitung werden wir darüber hinaus den ganzheitlichen Bildungsansatz der Jugendspiele voll unterstützen. Wir werden auch dieses Mal keine Medaillen zählen und nicht auf den Medaillenspiegel schauen.“

Zusätzlich zum Sportprogramm gibt es bei den Olympischen Jugendspielen ein Kultur- und Bildungsprogramm (CEP). Das CEP besteht aus über 50 Programmpunkten in sieben Formaten, die Namen tragen wie „Chat with the Champions“ oder „World Cultural Village“. Bekannte Spitzensportler werden den Nachwuchsathleten als Vorbilder und Mentoren zur Seite stehen, darunter die ehemalige Fechterin Claudia Bokel, die heute der IOC-Athletenkommission vorsitzt. Unterstützt wird das CEP von sogenannten Juniorbotschaftern. Für den DOSB übernimmt diese Aufgabe die Triathletin Marlene Gomez Islinger, die 2010 in Singapur selbst bei der Premiere der Jugendspiele am Start gewesen ist (siehe Pressemitteilung zu ihrer Vorstellung).

Von den 28 Sportarten, die in Nanjing, einer 5,4 Millionen Einwohner zählenden Großstadt rund 300 Kilometer nordwestlich von Shanghai, ausgetragen werden, besetzt Deutschland sieben nicht und schöpft die Zahl der möglichen Startplätze fast vollständig aus. Das 83-köpfige Team besteht aus 38 Männern und 45 Frauen, die wie schon in Singapur und Innsbruck zahlenmäßig stärker vertreten sind (Singapur: 70 / 33 / 37 – Innsbruck (57 / 24 / 33). Jüngste im Team ist mit 15 Jahren und fünf Monaten Kunstturnerin Antonia Alicke (TG Böckingen), Ältester Golfer Jonas Liebich (GC Olching) mit 18 Jahren und sieben Monaten. Die Mannschaft reist am Dienstag, 12. August, von Frankfurt/Main aus nach Nanjing und kehrt am Freitag, 29. August, zurück.

Nominiert wurde die Deutsche Jugend-Olympiamannschaft von einer Präsidialkommission, der neben Christa Thiel und Bernhard Schwank DOSB-Vizepräsidentin Gudrun Doll-Tepper, Athletensprecher Christian Breuer, Generaldirektor Michael Vesper und der dsj-Vorsitzende Ingo Weiss angehörten.

Die Deutsche Sportjugend (dsj) wird bei den Olympischen Jugendspielen in Nanjing wie schon 2010 und 2012 ein dsj-academy-camp veranstalten. Für 40 junge Engagierte im Alter von 18 bis 26 Jahren aus den Strukturen des Sports wird es dabei ein umfangreiches Seminarprogramm, Talkrunden, die Möglichkeit zur Teilnahme am CEP, Wettkampfbesuche und weitere Aktivitäten geben.

Die Deutsche Jugend-Olympiamannschaft für Nanjing 2014
(83 Starter / 38 Männer / 45 Frauen)

Badminton (2 Starter insgesamt / 1 Mann / 1 Frau): Max Weißkirchen und Luise Heim (beide 1. BC Beuel).

Basketball (8 Starter insgesamt / 4 Männer / 4 Frauen): Alexander Herrmann (Mitteldeutscher BC), Jonas Niedermanner (MBC Junior Sixers), Lennart Okeke (Eintracht Frankfurt / Fraport Skyliners), Anton Zraychenko (TSV Bayer 04 Leverkusen), Patricia Broßmann (TuS Lichterfelde Berlin), Aliyah Konate (ALBA Berlin), Annika Küper (Citybasket Recklinghausen) und Luana Rodefeld (TSV Grünberg).

Bogenschießen (2 Starter / 1 Mann / 1 Frau): Andreas Mayr (Schützenverein Thierhaupten 1922) und Cynthia Freywald (BSC BB Berlin).

Boxen (1 Starter / 1 Mann / 0 Frauen): Peter Kadiru (BC Traktor Schwerin, 91+ kg).

Fechten (1 Starter / 1 Mann / 0 Frauen): Samuel Unterhauser (FC Tauberbischofsheim, Degen).

Gewichtheben (1 Starter insgesamt / 1 Mann / 0 Frauen): Marcus Sadey (Chemnitzer AC, bis 69 kg).

Golf (2 Starter / 1 Mann / 1 Frau): Jonas Liebich (GC Olching) und Olivia Cowan (GC St. Leon-Rot).

Hockey (18 Starter / 9 Männer / 9 Frauen): Jonas Grill (Münchner SC), Luca Großmann (KHTC Blau-Weiß Köln), Anton Körber (UHC Hamburg), Lucas Lampe (Harvestehuder THC), Jan Mertens (KHTC Blau-Weiß Köln), Jannick Rowedder (Der Club an der Alster), Felix Schneider (UHC Hamburg), Philip Strzys (DHC Hannover), Simon Wenzel (Rot-Weiss Köln), Kyra Angerer (Berliner HC), Alena Baumgarten (Dürkheimer HC), Lara Bittel, Henrike Duthweiler (beide Münchener SC), Luisa Hohenhövel (Eintracht Braunschweig), Anna Jeltsch (Klipper THC), Jana Pacyna (Dürkheimer HC), Thea Scheidl (TuS Obermenzing) und Rieke Schulte (Berliner HC).

Judo (2 Starter / 1 Mann / 1 Frau): Doménik Schönefeldt (Budokan Sonneberg, bis 100 kg) und Jennifer Schwille (SC Kustusch Reutlingen, bis 63 kg).

Kanu (3 Starter 1 Mann / 2 Frauen): Tim Weiß (SC Magdeburg, K1 Sprint/Slalom), Selina Jones (K1 Sprint/Slalom) und Birgit Ohmayer (beide Kanu Schwaben Augsburg, C1 Sprint/Slalom).

Leichtathletik (13 Starter / 3 Männer / 10 Frauen): Henrik Hannemann (LG Neumünster/SV Tungendorf, 110 m Hürden), Merten Howe (SC Neubrandenburg, Kugelstoßen), Clemens Prüfer (SC Potsdam, Diskuswerfen), Mareen Kalis (LC Paderborn, 800 m), Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer 04 Leverkusen, 1500 m), Alina Reh (TSV Erbach, 3000 m), Eileen Demes (TV Neu-Isenburg, 400 m Hürden), Selina Schulenburg (TSV Altenholz, Hochsprung), Juliane Schulze (SSC Bad Sooden-Allendorf, Stabhochsprung), Sharin Oziegbe (SSC Vellmar, Weitsprung), Anika Nehls (SC Neubrandenburg, Kugelstoßen), Lara Kempka(SC Neubrandenburg, Diskuswerfen) und Fabienne Schönig (LG Wipperfürth, Speerwerfen).

Moderner Fünfkampf (1 Starter / 0 Männer / 1 Frau): Anna Matthes (OSC Potsdam).

Ringen (2 Starter / 1 Mann / 1 Frau): Karan Mosebach (Magdeburger SV 90, Griechisch-Römisch, bis 69 kg) und Nicole Amann (SC Anger, Freistil, bis 70 kg).

Rudern (3 Starter / 1 Mann / 2 Frauen): Tim-Ole Naske (Ruder-Gesellschaft Hansa Hamburg, Einer), Bea Bliemel (Bessel-Ruder-Club Minden) und Carlotta Schmitz (Ruderriege ETUF Essen, beide Zweier ohne).

Schießen (1 Starter / 0 Männer / 1 Frau): Julia Budde (SG Hamm).

Schwimmen/Wasserspringen (10 Starter / 5 Männer / 5 Frauen): Timo Barthel (Dresdner SC 1898, Wasserspringen), Alexander Kunert (SV Gelnhausen 1924), Maximilian Pilger (SSF Bonn 05), Marek Ulrich (SV Halle/Saale), Damian Wierling (SG Essen), Kathrin Demler (SG Essen), Mandy Feldbinder (SV Halle/Saale, alle Schwimmen), Josefin Schneider (Dresdner SC 1898, Wasserspringen), Patricia Wartenberg (Wassersportfreunde von 1898 Hannover) und Julia Willers (SV Halle/Saale, alle Schwimmen).

Taekwondo (3 Starter insgesamt / 2 Männer / 1 Frau): Hamza Adnan Karim (bis 73 kg), Basilio Chiovetta (beide KSC Leopard Nürnberg, bis 48 kg) und Madeline Folgmann (TG Nettetal, bis 73 kg).

Tischtennis (2 Starter / 1 Mann / 1 Frau): Kilian Ort (TSV Bad Königshofen) und Nina Mittelham (TuS Bad Driburg).

Triathlon (2 Starter insgesamt / 1 Mann / 1 Frau): Peer Sönksen (SC Neubrandenburg) und Kristin Ranwig (Triathlon Potsdam).

Turnen (2 Starter / 1 Mann / 1 Frau): Nils Dunkel (MTV 1860 Erfurt) und Antonia Alicke (TG Böckingen, beide Kunstturnen).

Volleyball (4 Starter / 2 Männer / 2 Frauen): Eric Stadie und Niklas Rudolf (beide VCO Berlin), Lisa Arnholdt (DJK Schwäbisch Gmünd) und Sarah Schneider (TSV Frankenberg, alle Beachvolleyball).

Die deutschen Teams werden basketballerisch betreut von Delegationsleiter und DBB-Vizepräsident Stefan Raid, Bundestrainer Kay Blümel (U18-Jungen) und Michael Kasch (U18-Mädchen).

 

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