WNBL-Vorschau Saison 2013/149. Oktober 2013

„Ich erwarte eine ausgeglichene Saison und kann keinen ganz klaren Favoriten erkennen“, sagt Damen-Bundestrainerin Alexandra Maerz (Foto unten) vor dem Start in die weibliche Nachwuchsbasketballbundesliga (WNBL) am kommenden Wochenende. Zum bereits fünften Mal wird die beste deutsche Mannschaft im weiblichen U17-Bereich gesucht. 29 Teams gehen in vier Gruppen an den Start und streben die Nachfolge von Titelverteidiger TSV Hagen 1860 (Foto) an.

Der gehört auch vor dieser Spielzeit wieder zu den Favoriten. In einer Umfrage unter den teilnehmenden Teams ergab sich allerdings ein diffuses Ergebnis. Insgesamt wurden gleich 14 Titelfavoriten genannt, keiner davon allerdings mehr als zwölf Mal (TSV Hagen 1860). Dahinter folgen die Metropolitan Baskets Hamburg (10) und der Herner TC (10) sowie der TuS Lichterfelde (9).

Maerz hält den amtierenden U15-Meister aus Herne sowie das Team Mittelhessen und den TuS Lichterfelde mit den beiden EM-erfahrenen Satou Sabally und Patricia Broßmann am ehesten für favorisiert. „Gut finde ich zum Beispiel in Hamburg, dass sich ein so erfahrener und in der Spielerinnenausbildung überaus erfolgreicher Trainer wie Marc Köpp wieder einem Nachwuchsprojekt verschreibt. Das ist sicher ein großes Plus für das Hamburger Team.“

Für „unglaublich gut“ für die erweiterte Spitze bis zum U17-Bereich hält die Bundestrainerin die WNBL. Für die absolute Spitze Richtung Nationalteams sei sie aber alleine nicht ausreichend, da komme es auch sehr auf die parallele Förderung an. Sehr wichtig sei die WNBL allerdings für den Spitzenbereich in den Altersklassen U15 und U16, denn dort könnten die jungen Spielerinnen früh Verantwortung übernehmen und viel dazu lernen.

„An der WNBL gefällt mir die viel zu frühe taktische Orientierung bei einigen Teams nicht, daher mein Appell an die Trainerinnen und Trainer, nicht mit komplexen offensiven Strukturen zu arbeiten, sondern die Spielerinnen selbst in den Vordergrund zu stellen. Die WNBL ist eine Ausbildungsliga, daher sollte meiner Meinung nach auch nicht zu viel Ball-Raum-Verteidigung angewendet werden. Das mag auf nationaler Ebene gelegentlich zum Erfolg führen, ist international aber tödlich. Eine Konzentration auf Mann-Mann-Verteidigung ist daher ganz entscheidend“, so Maerz weiter.

Auch DBB-Vizepräsident und WNBL-Ligaausschussvorsitzender Stefan Raid (Foto rechts) blickt gerne auf die jetzt beginnende Spielzeit voraus: „Ich freue mich sehr auf den Start der WNBL-Saison am kommenden Wochenende. Es scheint eine sehr spannende Spielzeit zu werden, denn es war selten so schwierig, einen klaren Favoriten zu benennen. Sollten in der Tat viele Teams für den begehrten Titel in Frage kommen und sollte sich die Liga insgesamt recht ausgeglichen präsentieren, wäre das natürlich eine erfreuliche Tatsache. Denn es geht in erster Linie um die Entwicklung von Spielerinnen auf möglichst hohem Niveau, und da helfen knappe Spiele unter möglichst vielen Mannschaften mehr weiter als überdeutliche Erfolge. Ich weiß, dass es für viele Vereine eine große Herausforderung ist, ein WNBL-Team an den Start zu bringen. Umso größer ist mein Dank an all diejenigen, die mit ihrem Einsatz und mit ihrer Leidenschaft dazu beitragen, dass die Entwicklung der WNBL weiter positiv verläuft!“

Gleich zu Beginn der Saison kommt es in der Gruppe Nordwest zu zwei Partien, in denen häufig genannte Favoriten direkt aufeinander treffen: TSV Hagen 1860 gegen die Metropolitan Baskets Hamburg und Herner TC gegen die OSC Junior Panthers. Spannung und hochklassiger Mädchenbasketball scheint also von Beginn an garantiert.

Foto: Titelverteidiger TSV Hagen 1860 wird vor der neuen WNBL-Saison am häufigsten als Favorit genannt.

Die Spiele des ersten WNBL-Wochenendes in der Saison 2013/14

Gruppe Nordost
ChemCats Chemnitz – ALBA Berlin Basketballteam
Team Göttingen – SV Halle Junior LIONS

Gruppe Nordwest
evo NB Oberhausen – BG ´89 Rotenburg/Scheeßel
TSV Hagen 1860 – Metropolitan Baskets Hamburg
Herner TC – OSC Junior Panthers

Gruppe Süd
Basket-Girls Rhein-Neckar – TSV 1880 Wasserburg
TS Jahn München – USC Freiburg
BSG Basket Ludwigsburg – Pfalz Towers

Gruppe Mitte
Dragons Rhöndorf – SG Rhein Berg/Erft
SG Weiterstadt – Rhein Girls Basket
Rhein-Main Baskets Langen – Main Sharks

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