WNBL: Team Niedersachsen Nord – Stormarn Wild Wings / Ahrensburg 75:79 (41:45)5. November 2012

Nichts für schwache Nerven. Die Wild Wings sorgten bei ihren Gastspiel im niedersächsischen Scheeßel wieder für reichlich Spannung, ehe am Ende mit einem knappen 79:75 zwei wichtige Auswärtszähler mit nach Ahrensburg entführt werden konnten. Während das Team des Trainergespanns Marc Köpp und Katharina Kühn in der ersten Hälfte vor allem spielerisch zu glänzen wusste, waren in der zweiten Halbzeit kämpferische Qualitäten und Nervenstärke gefragt. Die Wild Wings mussten dabei auf die nach wie vor verletzte Jasmin Zimmermann verzichten, konnten sich dafür aber über die überraschende Rückkehr von Kaja Witkowski freuen. Mit sehenswerten Kombinationen und sicheren Abschlüssen begeisterten die Wild Wings in den ersten zwanzig Minuten ihre mitgereisten Anhänger. Merle Bitter führte nicht nur souverän Regie, sondern punktete auch fleissig und Clara Schwartz warf ihre ganze Athletik in die Waagschale, um sich immer wieder in der Zone durchzusetzen. Beim Punkten tatkräftig unterstützt wurden Beide durch Nora Reimann und Kaja Witkowski, die als finale Anspielstationen ihre Würfe in den ersten beiden Vierteln sehr sicher verwandelten. So lagen die “Wildschwäne” in der ersten Hälfte meist mit acht bis zehn Zählern in Führung – erst  kurz vor der Pause liess man die Gastgeberinnen durch individuelle Fehler wieder herankommen (45:41). “Wir haben es in unserer starken Phase leider versäumt den Vorsprung entscheidend auszubauen” so Co-Trainerin Kühn, die mit dem Auftritt ihrer Mannschaft ansonsten aber sehr zufrieden war. Nach der Pause lieferten sich beide Teams dann einen offenen Schlagabtausch. Keine Mannschaft konnte dabei an das gute Scoring der ersten Spielhälfte anknüpfen. Den Niedersächsinnen gelang es mehrmals auszugleichen und selbst knapp in Führung zu gehen. Die Wild Wings hatten dann aber immer die richtige Antwort parat. Als es darauf ankam, waren Merle Bitter und Clara Schwartz zur Stelle, um ihr Team wieder in Front zu bringen. Die letzten drei Minuten sorgten dann für reichlich feuchte Hände beim Anhang – wird es reichen? Halten die Nerven? Sie wurden zwar noch einmal arg strapaziert, aber am Ende hielten die Wild Wings die beiden Punkte verdientermaßen fest. So war es nach anfänglich spielerischem Glanz am Ende ein Arbeitssieg, den sich das Team mit einer erneut couragierten Leistung redlich verdient hat. Nicht nur weil es immer spannend zugeht, machen die Wild Wings derzeit einfach Spaß, sie zeigen beherzten und engagierten Basketball und was am wichtigsten ist, sie sind dabei aktuell auch noch erfolgreich.
 

 Für die Wild Wings spielten: Merle Bitter (24), Clara Schwartz (23), Kaja Witkowski (14), Nora Reimann (10), Lilli Stenzel (3), Maxime Mönke, Merle Schrader (je 2), Carina Kellermann (1), Jennifer Struve, Mirja Beckmann, Yasmin Martens.

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