WNBL: SC Rist Wedel Lady Vikings vs. Stormarn Wild Wings / Ahrensburg: 63:6822. Januar 2013

Drama, Baby, Drama! Wie schon im Hinspiel lieferten sich die Rist Wedel Lady Vikings und die Wild Wings auch im Rückspiel des Hamburger Lokalderbys einen packenden Krimi, den die “Wildschwäne” am Ende nur dank einer kampfstarken Schlussphase sowie der Nervenstärke von Merle Bitter an der Freiwurflinie mit einem hauchdünnen 68:63 für sich entscheiden konnten. Das die Partie beim weiterhin sieglosen Schlusslicht kein Spaziergang werden würde, war allen Beteiligten bereits im Vorfeld klar. Beide Teams kennen sich in und auswendig und so neutralisierte man sich in zahlreichen Phasen des Spiels auch des Öfteren. Die Gastgeberinnen hatten den besseren Start und führten nach zehn Minuten, angeführt durch ihre beiden spielbestimmenden Akteurinnen Mona Frey (17) und Franziska Schreiner (29), mit 17:11. Überhaupt entwickelten sich die vierzig Minuten zu einem Duell Frey/Schreiner gegen die Wild Wings, denn die beiden Risterinnen markierten zusammen 46 der insgesamt 63 Korbpunkte der Heimmannschaft. Und dies offenbarte zugleich auch das Manko der ATSV-Mädchen an diesem Nachmittag. Zu selten verstand man es mit einer taktisch klugen Helper-Defense die Wirkungskreise der beiden Topspielerinnen einzudämmen, so dass man sich immer wieder selber in Bedrängnis brachte. Auch die frühe Foulbelastung von Merle Bitter war bereits im ersten Viertel ein kleines Handicap. Dank der Ausgeglichenheit des Kaders springen jedoch immer wieder Spielerinnen in die Bresche. So übernahmen im zweiten Viertel Lilli Stenzel und Jasmin Zimmermann den Part des Ballvortrages für die Wild Wings und dirigierten Ihr Team zusammen mit Nora Reimann, Kaja Witkowski sowie der ganz stark aufspielenden Mirja Beckmann zur knappen 31:28-Pausenführung. Nach dem Wiederanpfiff ging der Krimi unvermindert weiter. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen und die Führungen wechselten dabei mehrmals, so dass sich die zahlreich mitgereiste Wild Wings-Anhängerschaft mehr und mehr auf ein unliebsames Herzschlagfinale einstellte. Das Schlussviertel war dann an Dramatik kaum noch zu überbieten und mit dem Ergebnis wechselten sich auch die Emotionen ab. Aus dem knappen 49:51-Rückstand machten die Wings ganz schnell ein 53:51, dann Ausgleich Wedel von der Freiwurflinie und erneute Wild Wings-Führung (55:53) durch Mirja Beckmann. Wedel kontert mit acht Punkten in Serie zum 55:61 und die Anspannung wächst. Dank Treffer von Clara Schwartz und Nora Reimann können die Wild Wings diese kritische Phase jedoch kontern. Zwei Minuten vor dem Ende bringt Schreiner Wedel ein letztes Mal in Front (61:63). Dann folgt der große Auftritt von Merle Bitter, die zunächst mit einem Korberfolg inklusive Bonusfreiwurf die Wings in Führung wirft und nach zwei weiteren Fouls ihre insgesamt vier Freiwürfe eiskalt zum 68:63-Endstand verwandelt. Große Erleichterung bei Team und Coaches sowie Jubelstimmung bei den Fans nach diesem mehr als hartem Stück Arbeit. “Da haben wir am Ende Glück gehabt” bilanzierte auch Co-Trainerin Katharina Kühn nach dem Schlusspfiff kurz und knapp. “Wir haben uns das Leben durch eigene Fehler das gesamte Match über sehr schwer gemacht” so Teammanager Stefan Möller, der damit insbesondere auf die Defizite in der Verteidigung abzielte.

Am nächsten Wochenende haben die Wild Wings spielfrei und müssen sich mit der  Zuschauerrolle begnügen. Am 03.02. steht dann das richtungsweisende Vier-Punkte-Match beim direkten Verfolger BG 2000 Berlin auf dem Terminzettel. Sollte man den Erfolg aus dem Hinspiel wiederholen können, dann dürfte man schon ziemlich sicher das begehrte Play-Off-Ticket gelöst haben. Nach zuletzt drei Siegen in Serie haben die Hauptstädterinnen allerdings kräftigen Rückenwind, so dass die Reise dorthin ein ganz harter Gang werden dürfte.

Für die Wild Wings spielten: Jasmin Zimmermann (21), Merle Bitter (15), Mirja Beckmann, Nora Reimann (10), Kaja Witkowski (4), Lilli Stenzel (3), Maxime Mönke, Clara Schwartz (je 2), Merle Schrader (1), Jennifer Struve, Teresa Warncke, Yasmin Martens.

Für die Lady Vikings spielten: Franziska Schreiner (29), Mona Frey (17), Julia Zollenkopf (8), Isabel Schultz (4), Stefanie Jacobs, Jana meier (je 2), Laureen Lotter (1), Katja Schulz, Kathalina Bestmann, Andrea Matanovic, Rieke Ehrsam.

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