WNBL-Review: Top-Spiel geht an die Gäste20. Januar 2014

Nun hat es in der WNBL auch die vorletzte, bis dato noch verlustpunktfreie Mannschaft erwischt: im Spitzenspiel in der Gruppe Nordost unterlag der TuS Lichterfelde den Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel und büßte damit seine Tabellenführung ein. Damit steht nach dem Start in die Rückrunde nur noch die BSG Basket Ludwigsburg im Süden mit einer makellosen Bilanz da. Auf den ersten Saisonerfolg wartet hingegen weiterhin die BG ´89 Rotenburg/Scheeßel. Zu den Spielen im Einzelnen:

In der Gruppe Nordost traten die beiden Spitzenteams, denen von Experten jeweils Titelchancen in der diesjährigen WNBL-Saison eingeräumt werden, mit einer gehörigen Portion Nervosität an. Man merkte dem Spiel die große Bedeutung an. Die Girls Baskets “befreiten” sich davon als erstes Team und gaben letztlich die schon im ersten Viertel erspielte Führung nicht mehr ab, auch wenn es nach dem Seitenwechsel noch einmal eng wurde. Mit 59:48 stürmten die Niedersächsinnen die Berliner “Höhle” und sicherten sich damit auch den wichtigen direkten Vergleich. In der umkämpften Partie reichten die Punkte von Satou Sabally (16) und Hannah Neis (10) für TuSLi nicht, um gegen die Girls Baskets um Theresa Simon und Antonia Rennspieß (Foto, je 16) zu gewinnen.

Klarer als erwartet setzte sich die BG 2000 Berlin bei den SV Halle Junior LIONS durch und gewann sicher mit 63:39. Kontinuierlich bauten die Gäste ihren Vorsprung aus, während die LIONS nach der Pause kein Mittel fanden, noch einmal in die Partie zurückzukommen. Das Tabellenende verlassen konnten die ChemCats Chemnitz nach dem 68:60-Erfolg über das Team Göttingen. Ein starkes drittes Viertel reichte den Gastgeberinnen (Lucile Peroche 23, Fine Böhmke 21), um sich entscheidend von Göttingen (Nele Blaume 19, Britta Daub 17, Hannah Schlüter 11) absetzen zu können.

Mit einer zumindest kleineren Überraschung wartete der Herner TC in der Gruppe Nordwest auf. Der spielfreie Primus aus Osnabrück wird es nicht unerfreut zur Kenntnis genommen haben, dass sich die Hernerinnen gegen den TSV Hagen 1860 mit 77:68 durchsetzten, ihren Aufwärtstrend bestätigten und den Gästen die zweite Saisonniederlage beibrachten. In Abwesenheit von Jenny Strozyk stützte sich der HTV auf das überragende Duo Maria-Angelina Sola (31) und Anna Lappenküper (24), während bei Hagen, das 28 Punkte im dritten Viertel abgab, einmal mehr Leonie Schütter (34) und Sarah Lückenotte (18) das Spiel bestimmten.

Die Metropol Girls wahrten ihre Playoff-Chance durch ein unfassbares Schlussviertel (39:7) bei der BG ´89 Rotenburg/Scheeßel. 45:60 hatten die Gäste nach 30 Minuten zurückgelegen, am Ende hatten sie mit 84:67 gewonnen! Dies verdankten sie einer Umstellung auf Zonenverteidigung, mit der die Gastgeberinnen (Edda Schmidt 25, Birte Riebesell 20, Beekje Janßen 12, Jette Cordes 10) überhaupt nicht zurechtkamen. Leonie Schiermeyer (23), Isabel Neumann (17), Sandrine Gries (15), Seraphina Asuamah-Kofoh (11) und Severine Greifenberg (10) punkteten beim Sieger am besten. Nicht zuletzt die hohe Foulbelastung von Ronja Spießbach sorgte dafür, dass evo NB Oberhausen beim Gastspiel bei den Metropolitan Baskets nach der Pause zurückfiel und den Sensationserfolg gegen Osnabrück damit nicht bestätigen konnte. 72:60 lautete schließlich der Endstand für die Hamburgerinnen (Mirja Beckmann 16, Merle Bitter, 16, Jasmin Zimmermann 11, Josina Großmann 10), bei den Gästen waren Spießbach (21) und Johanna Köhler (11) die besten Werferinnen.

In der Gruppe Mitte zogen die Rhein-Main Baskets mit einem 71:62-Auswärtssieg bei der SG Weiterstadt mit den Gastgeberinnen in der Tabelle gleich, verpassten es aber, sich auch noch den direkten Vergleich zu sichern. Clara Willand (17), Vanessa Roguljic (17) und Paula Reinhardt (16) setzten sich erst im Schlussabschnitt ab (49:49 nach 30 Minuten), bei der SG waren Celine Martin, Lara Müller und Jasmin Pieper (je 10) am erfolgreichsten. Erwartungsgemäß keine Probleme hatte Tabellenführer Team Mittelhessen (Luana Rodefeld 21, Sina Schäfer 17, Henriette Gahmig 13, Laura Zdravevska 13) beim 74:45-Erfolg bei der SG Rhein Berg/Erft (Jessica Dahl 12, Carlotta Ellenrieder 10, Clara Finke 10).

Keine Blöße gaben sich die beiden Spitzenteams in der Gruppe Süd. Primus BSG Basket Ludwigsburg hatte beim 75:61 in Wasserburg allerdings heftige Gegenwehr der glänzend aufgelegten Gastgeberinnen zu überstehen, ehe der Erfolg feststand. Lucy Reuß (18), Franca Müller (17) und Lena Gros (13) sorgten letztlich dafür, dass sich Ludwigsburg schadlos hielt. Bei Wasserburg überzeugten vor allem Linda Pettersson (20) und Anna-Maria Fuchs (20). Die Basket-Girls Rhein-Neckar (Janina Ernst 16, Ann-Kathrin Schätzle 13, Anna Klötzl 10, Anne Zipser 10) hatten es da beim Gastspiel beim TS Jahn München um einiges leichter, mit 73:48 die Oberhand zu behalten. Schließlich sicherte sich der TSV 1861 Nördlingen mit dem 55:41-Erfolg bei den Pfalz Towers ganz wichtige Punkte zum Erreichen der Playoffs. Luisa Geiselsöder (17) bestimmte das Geschehen beim Sieger, während die Towers in Cara Horz (14) und Neele Steinort (10) die besten Werferinnen besaßen.

Die Ergebnisse im Überblick:

Gruppe Nordost
ChemCats Chemnitz – Team Göttingen 68:60
SV Halle Junior LIONS – BG 2000 Berlin 39:63
TuS Lichterfelde – Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel 48:59

Gruppe Nordwest
BG ´89 Rotenburg/Scheeßel – Metropol Girls 67:84
Metropolitan Baskets Hamburg – evo NB Oberhausen 72:60
Herner TC – TSV Hagen 1860 77:68

Gruppe Mitte
SG Weiterstadt – Rhein-Main Baskets 62:71
SG Rhein Berg / Erft – Team Mittelhessen 45:74

Gruppe Süd
TS Jahn München – Basket-Girls Rhein-Neckar 48:73
Pfalz Towers – TSV 1861 Nördlingen 41:55
TSV 1880 Wasserburg – BSG Basket Ludwigsburg 61:75

Alle Ergebnisse, Tabellen und Statistiken gibt es hier

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