WNBL-Review: Spitzenreiter siegen9. Dezember 2013

Die Spitzenreiter der vier WNBL-Gruppen blieben am vergangenen Wochenende allesamt “unversehrt”, mussten sich aber teilweise mit überraschend starker Gegenwehr auseinandersetzen. Auch am Tabellenende tat sich Einiges. So kam der USC Freiburg endlich zum ersehnten ersten Erfolg und die BG ´89 Rotenburg/Scheeßel hatte den klar favorisierten Herner TC am Rand einer Niederlage. Hier der Blick auf die einzelnen Gruppen.

Gruppe Nordost
In der Gruppe Nordost hatte man ganz klare Erfolge der beiden Spitzenteams erwartet, doch es wurde jeweils deutlich knapper. Der TuS Lichterfelde behielt zwar seine weiße Weste, hatte im Spiel gegen Schlusslicht ChemCats Chemnitz aber viel mehr Mühe als gedacht. 86:77 (39:42) hieß es am Ende einer umkämpften Partie, in der die Gäste nach drei Vierteln noch an eine Sensation glauben durften (58:61). Die überragende Fine Böhmke (40 Punkte) stellte die Lichterfelder Defense ein ums andere Mal vor unlösbare Probleme, Lucie Peroche (12) und Marlene Reimann (10) lieferten wichtige Unterstützung. Erst ein energischer Schlussspurt gegen nachlassende ChemCats sicherte Satou Sabally (34), Hannah Neis (15), Sophie Link (12) und Chiara Dröll (11) den Erfolg.

Ebenso schwer taten sich die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel gegen die BG 2000 Berlin. Erst nach dem Seitenwechsel wurde der 62:52 (32:30)-Erfolg in trockene Tücher gebracht. Leonie Rosemeyer (22) und Theresa Simon (18) punkteten bei den Gastgeberinnen am besten, während Jazmin-Alexis Benn (13) und Maja Beier (12) bei den starken Berlinerinnen die meisten Punkte erzielten. Noch spannender ging es beim Spiel ALBA Berlin gegen die SV Halle Junior LIONS zu. Erst nach Verlängerung behielt ALBA mit 68:65 (23:30, 59:59) die Oberhand und durfte sich bei Isabella Manca Frommann (16) und Dilem Kaya (11) bedanken, während Aliyah Konate (8) dieses Mal nicht wie gewohnt zum Zuge kam. Die LIONS wurden wesentlich von Celina Kühn (23), Laura Schinkel (12) und Antonia Reinicke (10) getragen.

Gruppe Mitte
Die größte Überraschung des Wochenendes schaffte das Team Oberfranken gegen die stärker eingeschätzten Rhein-Main Baskets. 69:62 (34:32) hieß es am Ende der Partie, die die Gäste nur mit sieben Spielerinnen bestritten. Das Team Oberfranken nutzte das vor allem durch Ramona Hesselbarth (25) und Anne-Katrin Landwehr (17) aus und verringerte den Abstand zu den Playoff-Plätzen. Bei den Rhein-Main Baskets punkteten Leah Niederhausen (18), Caroline Rexroth (14) und Paula Reinhardt (13) am besten. Primus Team Mittelhessen hatte weit mehr Mühe mit den engagierten Rhöndorferinnen, als es das Endergebnis von 66:53 (29:34) ausdrückt und konnte sich letztlich bei der überragenden Luana Rodefeld (34) bedanken, die das Spiel im Schlussabschnitt fast alleine entschied. Lisa Schwarzkopf (14) punktete bei den Gastgeberinnen ebenfalls zweistellig, während die Dragons in Darja Dikalenko (16) ihre erfolgreichste Werferin besaßen.

Die beiden Verfolger des Teams Mittelhessen blieben dem Spitzenreiter mit ungefährdeten Erfolgen auf den Fersen. Die Main Sharks /(Franziska Riedmann 13) trotzten der weiten Anreise zu den Rhein Girls Basket (Charlotte Pahde 16) und entschieden das Spiel beim 61:40 (42:22) schon vor dem Seitenwechsel. Etwas größeren Widerstand zu überwinden hatte die SG Weiterstadt (Melissa Kolb 22, Lara Isabel Müller 16, Sandra Schmidt 11) beim 69:53 (31:29)-Sieg bei der SG Rhein Berg/Erft (Carlotta Ellenrieder 16, Clara Finke 12, Zoe Ava Hartmann (10). Ein Zwischenspurt im dritten Viertel ließ schließlich nichts anbrennen.

Gruppe Nordwest
Mit großer Spannung war die Begegnung zwischen den OSC Junior Panthers gegen die Metropolitan Baskets Hamburg erwartet worden. Und die Partie hielt, was sie versprochen hatte. Nachwuchsbasketball auf sehr hohem Niveau bekamen die zahlreichen Zuschauer in der OSC-Halle B zu sehen. Die allermeisten unter ihnen durften sich nach wechselhaftem Spielverlauf über den 71:64 (31:36)-Heimerfolg der damit nach wie vor ungeschlagenen Osnabrückerinnen freuen. Svea Tigges, Lisa Siemund (beide 14), Tonia Dölle (12) und Annemarie Potratz (10) drückten dem Spiel auf Osnabrücker Seite ihren Stempel auf, während Mirja Beckmann (16), Jasmin Zimmermann (14), Lena Winkelmann (13) und Merle Xenia Bitter (12) bei den Hamburgerinnen dafür sorgten, dass es ein echtes Spitzenspiel wurde.

Nachdem lange Zeit alles nach einem “normalen” Auswärtssieg ausgesehen hatte, durfte die sieglose BG ´89 Rotenburg/Scheeßel nach tollen Schlussminuten sogar noch am ersten Erfolg schnuppern. Der Herner TC rettete schließlich den 72:70 (45:30)-Erfolg ins Ziel und durfte sich dabei auf sein gewohnt starkes Trio bestehend aus Maria Angelina Sola (20), Jenny Strozyk (19) und Anna Lappenküper (18) stützen, während bei den Rotenburgerinnen Birte Riebesell (26) ein tolles Spiel machte und die etatmäßige Topscorerin Edda Schmidt (22) tatkräftig unterstützte. Wenig aufregendes gibt es vom Spiel zwischen den Metropol Girls gegen evo NB Oberhausen zu berichten. Die Gastgeberinnen (Seraphina Asuamah-Kofoh, Foto 16, Sandrine Fries 16, Severine Greifenberg 10) setzten sich mit 74:58 (38:28) durch. Bei Oberhausen war die sehr gute Vorstellung von Ronja Spießbach (34) einmal mehr zu wenig für einen Erfolg. Außerdem punktete noch Johanna Köhler (10) zweistellig.

Gruppe Süd
Jubel beim Schlusslicht! Dem USC Freiburg (Sanata-Lea Ouedraogo 25, Nathalie Celine Zehender 15, Barbara Juric 11) gelang in der Partie gegen die TS Jahn München (Luisa Buchta 13, Philippa Rupperti 11) endlich der erste Erfolg. Und noch dazu deutlich: 74:51 (39:27). Anscheinend waren die Münchnerinnen vom 73:69 (32:40)-Auswärtssieg am Tag zuvor bei den Pfalz Towers noch zu geschwächt. Philippa Rupperti (25) und Maxine Weber (12) schafften dort im dritten Viertel die Wende und ließen Neele Steinort (30), Cara Horz (12) und Anna Schmitz (10) das Nachsehen. München bleibt mit dem Erfolg an den Playoff-Plätzen dran. Völlig mühelos triumphierte der ungeschlagene Tabellenführer BSG Basket Ludwigsburg beim TSV 1861 Nördlingen. Bereits zur Pause war das Spiel entschieden (17:45), letztlich setzte Ludwigsburg sich mit 83:37 durch und hatte in Lena Gros (21), Iva Banozic (20) und Alica Stenzel (12) die besten Werferinnen, während auf Nördlinger Seite nur Luisa Geiselsöder (11) zweistellig punktete.

Mit drei Nachholspielen geht die WNBL-Hinrunde am kommenden Wochenende zu Ende.

Alle Ergebnisse auf einen Blick:

Gruppe Nordost:
8.12., 12.00 Uhr: Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel – BG Berlin 2000 62:52
8.12., 12.15 Uhr: ALBA Berlin Basketballteam – SV Halle Junior LIONS 68:65
8.12., 15.00 UHr: TuS Lichterfelde Basketball – ChemCats Chemnitz 86:77

Gruppe Mitte:
8.12., 12.00 Uhr: SG Rhein Berg/Erft – SG Weiterstadt 53:69
8.12., 12.00 Uhr: Team Mittelhessen – Dragons Rhöndorf 66:53
8.12., 12.15 Uhr: Rhein Girls Basket – Main Sharks 40:61
8.12., 15.00 Uhr: Team Oberfranken – Rhein-Main Baskets 69:62

Gruppe Nordwest:
8.12., 12.00 Uhr: OSC Junior Panthers – Metropolitan Baskets Hamburg 71:64
8.12., 14.30 Uhr: BG ´89b Rotenburg/Scheeßel – Herner TC 70:72
8.12., 14.30 Uhr: Metropol Girls – evo NB Oberhausen 74:58

Gruppe Süd:
7.12., 15.00 Uhr: USC Freiburg – TS Jahn München 74:51
8.12., 14.00 Uhr: Pfalz Towers – TS Jahn München 69:73
8.12., 14.45 Uhr: TSV 1861 Nördlingen – BSG Basket Ludwigsburg 37:83

Alle Ergebnisse, Tabellen und Statistiken gibt es hier

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