WNBL-Review: Oberhausen schafft die Sensation13. Januar 2014

Einen gewaltigen Paukenschlag gab es am vergangenen Wochenende in der WNBL: evo New Basket Oberhausen, bis dahin mit lediglich zwei Siegen in der Gruppe Nordwest abgeschlagen, stürzte den bis dahin ungeschlagenen und souveränen Tabellenführer OSC Junior Panthers. Das dürfte im bisherigen Verlauf der WNBL-Saison die bisher größte Überraschung gewesen sein. Überragend agierte dabei Oberhausens Ronja Spießbach (Foto, 40 Punkte). Auch einige weitere Partien hatten es in sich, hier der Überblick:

Nur eine Begegnung stand in der Gruppe Nordost auf dem Programm. Dabei setzte sich das Gästeteam der Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel (Lena-Sophie Wolters 15, Aneliya Draganova 11, Flavia Behrendt, Antonia Rennspieß und Leonie Rosemeyer je 10) beim Team Göttingen (Merle Wiehl 22, Lisa Ernst 14) ungefährdet mit 77:48 (38:22) durch und blieb Spitzenreiter TuS Lichterfelde damit auf den Fersen.

Gleich fünf Mal wurde in der Gruppe Mitte gespielt. Je einen Sieg und eine Niederlage brachte das Team Oberfranken von seinem Auswärtstripp mit nach Hause. Unterlag man bei den erstarkten Rhein Girls Basket (Miriam Boulkheir 21) noch mit 45:54 (23:28), gelang tags darauf bei der SG Rhein Berg/Erft (Jessica Dahl 14, Clara Dürrholz 12, Carlotta Ellenrieder 10) ein hauchdünner 56:55 (19:26)-Erfolg, der nach einer hartnäckigen Aufholjagd im Schlussviertel gesichert werden konnte. Bei der Niederlage traf Marie Ulshöfer (19) am besten, zum Sieg steuerten Anika Hartmann 816) und Ulshöfer (11) die meisten Punkte bei. Die Dragons Rhöndorf untermauerten ihre Spitzenposition mit einem leichten 61:32 (29:14)-Sieg gegen die Rhein Girls Basket (Charlotte Pahde 12) und hatten in Denise Weiß (15), Arina Vlasenko (13) und Emily Emrich (11) ihre besten Werferinnen.

Genauso stark wie vor der Winterpause traten die Main Sharks beim Heimspiel gegen die SG Weiterstadt auf. In einer bis zur Pause ausgeglichenen Partie setzten sich die Gastgeberinnen anschließend ab und entschieden das Verfolgerduell mit 55:46 (22:22) für sich. Franziska Riedmann (15), Paulina Werner (14) und Nina Wucherer (10) überzeugten beim Sieger, während Melissa Kolb (14) und Jasmin Pieper (10) die Niederlage der Weiterstädterinnen nicht verhindern konnten. In stärkster Besetzung angetreten machte Spitzenreiter Team Mittelhessen “kurzen Prozeß” mit Gastgeber Rhein-Main Baskets und gewann mit 92:44 (51:20). Lisa Schwarzkopf (16), Henriette Gahmig (14), Susanne Seel (14), Laura Zdravevska (13) und Kira Barra (10) trafen für den sehr homogen auftretenden Primus am besten, bei den Rhein-Main Baskets zeichnete sich Vanessa Roguljic (14) aus.

In der Gruppe Nordwest setzte Underdog Oberhausen die OSC Junior Panthers von Beginn an unter Druck und erspielte sich mit einer überragenden Leistung eine sensationelle 48:33-Führung zur Pause. Die OSC Junior Panthers vermissten die fehlende Svea Tigges schmerzlich, wachten aber auch einstellungsmäßig viel zu spät auf. Dann allerdings gelang ihnen in einer spannenden Schlussphase fast noch die Wende, aber die Gastgeberinnen um die nicht zu bremsende Spießbach belohnten sich für die tolle Leistung. Bei Osnabrück punkteten Ann-Sophie Ossowski (22), Franca Riesmeier (13), Cherina Kaiser (11) und Lisa Siemund (11) am besten, während neben Spießbach keine weitere Oberhausener Spielerin auf zweistellige Punkte kam. Mit dem Erfolg sind für Oberhausen sogar die Playoff-Plätze wieder in Reichweite gerückt.

Der jetzt wieder punktgleiche Tabellenzweite TSV 1860 Hagen hatte sich im Spiel gegen die Metropol Girls erheblichen Widerstandes zu erwehren, ehe der 80:64 (32:28)-Erfolg feststand. Im dritten Viertel verloren die Gäste (Sandrine Gries 21, Annika Küper 19) kurzzeitig den Überblick. Das nutzte der Gastgeber gnadenlos aus und fuhr den siebten Sieg ein. Dieses Mal erzielte die sehr starke Sarah Lückenotte (28) die meisten Punkte für den Sieger, während WNBL-Topscorerin Leonie Schütter 24 und Samiye Ayse Cloakglu 16 Zähler beisteuerten. Zumindest in der Deutlichkeit überraschend kam der Herner TC zum 71:49 (34:25) gegen die Metropolitan Baskets Hamburg, die im Schlussabschnitt überhaupt kein Bein mehr auf den Boden brachten und um die Playoffs zittern müssen. Maria-Angelina Sola (23), Anna Lappenküper (22) und Jenny Strozyk (10) waren die Garantinnen des Erfolges, während bei den Gästen nur Jasmin Zimmermann (15) zweistellig traf.

Schließlich gab es in der Gruppe Süd noch zwei weitere Partien. Das neben dem TuS Lichterfelde einzig noch ungeschlagene Team der BSG Basket Ludwigsburg zieht weiter seine Kreise an der Tabellenspitze und kam zu einem sicheren 79:43 (30:21)-Sieg gegen den USC Freiburg (Katharina Hirt 11). Lucy Reuß (18), Nadja Stöckle (14) und Lena Gros (13) sorgten in erster Linie dafür, dass dem Primus eine unliebsame Überraschung erspart blieb. Ähnliches gilt für Verfolger Basket-Girls Rhein-Neckar, die sich daheim gegen den TSV 1861 Nördlingen (Johanna Klug 12) schadlos hielten. Beim 78:46 (32:19) avancierten Anna Klötzl und Melina Karavassilis (je 12) zu den besten Schützinnen, gefolgt von Anne Zipser (10).

Die Ergebnisse im Überblick:

Gruppe Nordost
Team Göttingen – Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel 48:77 (22:38)

Gruppe Mitte
Rhein Girls Basket – Team Oberfranken 54:45 (28:23)
SG Rhein Berg / Erft – Team Oberfranken 55:56 (26:19)
Dragons Rhöndorf – Rhein Girls Basket 61:32 (29:14)
Main Sharks – SG Weiterstadt 55:46 (22:22)
Rhein-Main Baskets – Team Mittelhessen 44:92 (20:51)

Gruppe Nordwest
evo New Basket Oberhausen – OSC Junior Panthers 75:74 (48:33)
Herner TC – Metropolitan Baskets Hamburg 71:49 (34:25)
TSV Hagen 1860 – Metropol Girls 80:64 (32:28)

Gruppe Süd
Basket-Girls Rhein-Neckar – TSV 1861 Nördlingen 78:46 (32:19)
USC Freiburg – BSG Basket Ludwigsburg 43:79 (21:30)

Alle Ergebnisse, Tabellen und Statistiken gibt es hier

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