WNBL-Review: Klare Favoritensiege27. Oktober 2014

Der fünfte Spieltag der Weiblichen Nachwuchsbundesliga stand im Zeichen der Wiedergutmachung. Nachdem mit Herne und den Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel in der vergangenen Woche zwei Topfavoriten verloren haben, wollten sie in dieser Woche neues Selbstvertrauen tanken. Unterdessen beobachteten die Spitzenmannschaften aus Hagen und Rhöndorf das Geschehen aus der Ferne.

In der Gruppe Nordwest empfing der Herner TC die Metropol Girls. In Abwesenheit von U16-Nationalspielerin Anna Lappenküper, die der Mannschaft nach ihrem Kreuzbandriss auch in der kommenden Zeit nicht zur Verfügung stehen wird, überzeugten die Gastgeber von Beginn an gegen einen Gegner, dem der große Respekt anzusehen war. Angeführt vom herausragenden Duo Jenny-Meike Strozyk (34) und Jule Kassack (25) ließ Herne dem Gegner keine Chance. Auch Nationalspielerin Seraphina Asuamah-Kofoh (Foto links, 10, Foto: Bastian Lende) konnte die 36:75-Niederlage nicht verhindern. In der Tabelle schoben sich die Herner wieder an den spielfreien TSV Hagen 1860 heran, haben aber eine Partie mehr auf dem Konto.

Dahinter folgen die Rhein Girls Basket, die am Wochenende bei evo New Basket Oberhausen gastierten. Die bislang noch sieglosen Gastgeber (Verena Doczyck 12, Alica Delling 11) verkauften sich vor heimischem Publukum teuer, stehen aber nach der 48:57-Niederlage erneut mit leeren Händen da. Für die Rhein Girls Basket punkteten Karolin-Ivonn Tzokov (11), Ayla Faber (10) und Lea Brückner (10) zweistellig.

Auch Tabellenschlusslicht OSC Junior Panthers muss weiter auf Zählbares warten. Die Osnabrückerinnen reisten zur SG Rhein Berg/Erft, mussten sich aber erneut geschlagen geben. Auch Topscorerin Kira Dölle (20) konnte die recht deutliche 47:74-Auswärtsniederlage nicht verhindern. Zu stark präsentierten sich Adele Kopsidis (15), Elisa Greuel (14), Antonia DeMuirier (12) und Co.. Die Spielgemeinschaft rangiert damit auf dem vierten Platz, die Junior Panthers bleiben am Tabellenende.

Bereits am Donnerstag empfingen die ungeschlagenen Main Sharks aus Würzburg das Team Oberfranken zum ersten Duell der Gruppe Südost. U16-Nationalspielerin Anna Furman machte am Ende den Unterschied zugunsten der Main Sharks. Dank ihrer 25 Punkte siegten die Gastgeber mit 59:40 und behalten die weiße Weste auch nach vier Spielen. Für das Team Oberfranken, das durch die Niederlage aus den Playoff-Rängen herausgerutscht ist, war Isabell Goller (9) am erfolgreichsten.

Den begehrten vierten Tabellenplatz belegt nämlich nun der TS Jahn München. In einem Krimi beim TSV 1880 Wasserburg, in dem es darum ging, welches Team sich noch ernsthaft Hoffnungen auf eine Playoff-Teilnahme machen darf, setzten sich die Gäste mit 57:54 durch. Wasserburg bleibt mit einem Sieg aus fünf Spielen auf dem sechsten Tabellenplatz.

Nichts zu verlieren hatte am Wochenende erneut der TV 48 Schwabach. Der Underdog empfing BSG Basket Ludwigsburg und wollte an die gute Leistung aus der Vorwoche, als man nur kurzzeitig im dritten Viertel die Kontrolle verlor, anküpfen. Allerdings erwiesen sich auch die Ludwigsburgerinnen (Schüler 16, Iva Banozic 14, Ann-Kathrin Lehner 13) als zu stark und kletterten durch  den 68:47-Erfolg auf den zweiten Tabellenplatz. Olivera Cvjetan (23) und Milana Walden (11) waren die erfolgreichsten Schützinnen der Gastgeber.

Vorjahresfinalist muss weiter zittern

In der Gruppe Südwest tobt der Kampf um die Playoff-Plätze bereits jetzt auf Hochtouren. Neben dem dominanten Rhöndorfer TV haben sich am Wochenende die Rhein-Main Baskets und die Basket-Girls Rhein-Neckar die beste Ausgangspositionen gesichert. Die Rhein-Main Baskets sicherten sich mit dem dritten Sieg im vierten Spiel gegen die bislang sieglosen Pfalz Towers (94:50) den zweiten Platz. Mit Paula Reinhardt (22), Monikat Wotzlaw (21), Anna Sofie Krentz (14), Florentine Rößner (11) und Leah Niederhausen (10) punkteten gleich fünf Spielerinnen zweistellig. Auf der Gegenseite schaffte dies nur Annika Netter (18).

Einen weiteren Rückschlag verkraften musste das Team Mittelhessen. Im Heimspiel gegen die Basket Girls Rhein-Neckar unterlag das Team von Alekandra Kojic (Anja Oehm 18, Susanne Seel 12, Kira Barra 10) denkbar knapp mit 56:58. Damit verpasste der Vorjahresfinalist im Tabellennachbarschafts-Duell den dritten Sieg im vierten Spiel und steht nun auf dem vierten Tabellenplatz. Die Gäste (Helena Rabea Rickert 16, Shanine Matz 10) dagegen sicherten sich ihrerseits den dritten Sieg und schafften damit ein Polster Richtung Playdown-Plätze.

Auf einem solchen steht momentan noch die SG Weiterstadt-Kronberg. In einer hochspannende Partie beim USC Freiburg sicherte sich die Spielgemeinschaft einen immens wichtigen 71:70-Auswärtssieg und damit den zweiten Erfolg der laufenden Saison. Melissa Kolb (19), Carina Fricke (11) und Kaya Schicktanz (11) waren am Ende die Erfolgsgaranten der Gäste. Der USC Freiburg (Viktoria Wieczorek 21, Katharina Hirt 17, Felicia Kälble 11, Katharina Hasenauer 10) steht in den kommenden Wochen unter Erfolgsdruck, will man noch in den Kampf um die Playoff-Plätze eingreifen.

In der Gruppe Nordost bleiben die ChemCats Chemnitz auf der Erfolgsspur. Im Heimspiel gegen das punktlose Team Göttingen führten Fine Böhmke (21), Jessica Kluge (11), Marlene Reimann (11) und Bente Beckmann (10) die Gastgeberinnen zum 78:57-Sieg. Für die Gäste punkteten Fenja Keune (14), Britta Daub (10), Merle Wiehl (10) zweistellig. Aber auch das half nichts: In der Tabelle sind die Playoff-Ränge nach der vierten Niederlage im vierten Spiel in weite Ferne gerückt.

Ebenfalls sieglos bleiben die Metropolitan Baskets Hamburg. Die Hanseatinnen lieferten der SG ALBA/BG 2000 Berlin einen packenden Kampf, blieben am Ende aber glücklos. Auch die überragende Mirja Beckmann (20) konnte die 43:44-Niederlage nicht verhindern. Für die Spielgemeinschaft war Sophia Müller mit zwölf Punkten die Topscorerin.

Wieder in die Spur gefunden haben die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel. Im Heimspiel gegen die SV Halle Junior Lions gewann der Favorit, angeführt von den starken Nationalspielerinnen Leonie Rosemeyer (Foto rechts, 29) und Theresa Simon (14), mit 73:45. Damit schob sich die Spielgemeinschaft in der Tabelle wieder vorbei an TuS Lichterfelde, die aber noch ein Spiel mehr in der Hinterhand haben. Für die Gäste, die auf dem fünften Tabellenplatz bleiben, waren Janina Schinkel (13) und Celina Kühn (11) am erfolgreichsten.

 

Die Spiele des Wochenendes im Überblick:

Gruppe Nordost:

Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel – SV Halle Junior Lions 73:45

Metropolitan Baskets Hamburg – SG ALBA/BG 2000 Berlin 43:44

ChemCats Chemnitz – Team Göttingen 78:57

Gruppe Südost:

Main Sharks – Team Oberfranken 59:40

TV 48 Schwabach – BSG Basket Ludwigsburg 47:68

TSV 1880 Wasserburg – TS Jahn München 54:57

Gruppe Südwest:

Rhein-Main Baskets – Pfalz Towers 94:50

Team Mittelhessen – Basket-Girls Rhein-Neckar 56:58

USC Freiburg – SG Weiterstadt-Kronberg 70:71

Gruppe Nordwest:

SG Rhein Berg/Erft – OSC Junior Panthers 74:47

Herner TC – Metropol Girls 75:36

evo New Basket Oberhausen – Rhein Girls Basket 48:57

 

Weitere News

9. Dezember 2016

Abschlusslehrgang der U18-Jungen

DBB-TV mit Isaac Bonga

BongaIsaac2015EM-500

8. Dezember 2016

Erfolgreiche Nationalmannschaft

Spitzen von DBB und easyCredit BBL verständigen sich auf Bündelung der Kräfte und Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs

DBB BBL Logos-500

7. Dezember 2016

Vor der U18-EM: Lars Lagerpusch im Interview

Trainieren trainieren traineren!

LagerpuschLars2016Portrait-500

DBB auf Flickr

Bitte anklicken, um die Slideshow zu öffnen.