WNBL-Review: Hagen gewinnt Top-Spiel!20. Oktober 2014

Es war die erste große Standortbestimmung der Saison, die am vierten Spieltag der Weiblichen Nachwuchs Bundesliga in Hagen auf dem Programm stand. Der TSV Hagen 1860 empfing den Herner TC in der Öwen-Witt-Halle zum großen Spitzenspiel zweier Topfavoriten. Am Ende setzte sich die Heimmannschaft relativ deutlich durch und schaffte damit den Sprung an die Tabellenspitze. Auch die Dragons Rhöndorf bestätigen ihre Topform, während es in der Gruppe Nordost zu einer ersten größeren Überraschung kam.

In der Gruppe Südost behielten die an diesem Wochenende spielfreien Main Sharks die Tabellenführung. Verfolger Nördlingen empfing am  Sonntag den TSV 1880 Wasserburg, der durchwachsen in die Saison gestartet war. Lange Zeit sah es nach einer klaren Angelegenheit in der Mehrzweckhalle aus, die Gastgeber lagen zur Halbzeit mit bereits 20 Punkten in Front (41:21). Nach der Pause aber bewiesen die Wasserburgerinnen (Tatjana Stemmer 22, Charlotte Schomburg 10) Kämpferqualitäten und arbeiteten sich Stück für Stück heran. Zur spektakulären Wende reichte es am Ende nicht mehr, da der Vorsprung des Gegners, angeführt von Constanze Ehrmeier (25) und Johanna Klug (14), zu groß war. Durch die 62:68-Niederlage bleibt Wasserburg auf dem sechsten Tabellenplatz, während Nördlingen den zweiten Platz festigte.

Das Duell zwischen der BSG Basket Ludwigsburg und dem TS Jahn München galt bereits vor der Partie als richtungsweisend. Beide Mannschaften hatten eine ausgeglichene Bilanz (1/1) und wollten sich in der oberen Hälfte festsetzen. Mit einem 61:45-Sieg ergatterten sich die Ludwigsburgerinnen (Linn Schüler 12, Nadja Stöckle 11, Jelena Bozic 10) den dritten Tabellenplatz. Dabei dominierten die Gastgeberinnen vor allem unmittelbar vor und nach der Pause. Der TV 48 Schwabach (Zülal Kizilay 13, Olivera Cvjetan 13) muss hingegen weiter auf den ersten Sieg warten. Beim Team Oberfranken hielt der Liga-Neuling zwar phasenweise hervorragend mit und konnte sich auch zur Halbzeit noch Hoffnungen auf den ersehnten Sieg machen (31:34), vor allem im dritten Viertel entpuppte sich das Team Oberfranken (56:71), das mit Ramona Hessekbarth (16) und Julika Gese (11) seine besten Korbjägerinnen hatte, als konstanter.  In der Tabelle  machen die Würzburgerinnen einen Sprung auf den vierten Platz (2/2).

Die Gruppe Nordwest stand natürlich am vergangenen Wochenende ganz im Zeichen des Duells der bis dato unbesiegten Topfavoriten aus Hagen und Herne. Die Zuschauer erwarteten einen engen Schlagabtausch. Herne machte in den ersten drei Spielen den etwas stärkeren Eindruck und gewann seine Spiele noch klarer. Am Sonntag aber wurde recht schnell deutlich, dass der Gastgeber den besseren Tag erwischt hatte. Der mit großen Personalsorgen angereiste TC bekam ohne Anna Lappenküper (Kreuzbandriss), Hanna Hahn und Jule Kassack (beide im Urlaub) Hagens Topspielerin Leonie Schütter (26) nicht in den Griff und sah sich schon zur Halbzeit relativ deutlich in Rückstand (21:34). Vor dem Schlussviertel war das Topspiel vorentschieden (52:32). Neben Schütter überzeugten vor allem Samiye Ayse Colakoglu (13) und Antonia Fritz (10). Zwar betrieb Herne (Jenny-Meike Strozyk 18, Jule Kassack (11) im vierten Abschnitt Schadensbegrenzung, konnte die 55:67-Niederlage aber nicht mehr abwenden. Der TSV Hagen 1860 übernahm durch den Sieg die Tabellenführung, Herne rangiert punktgleich mit den Rhein Girls Basket auf dem zweiten Tabellenplatz.

Die Rhein Girls bestätigten am Wochenende nämlich den guten Saisonstart. In der Sporthalle Weberstraße war die SG Rhein Berg/Erft zu Gast, die bei einem Sieg ebenso einen großen Sprung in der Tabelle hätte machen können. Doch die Mannschaft um Ayla Faber (18) ließ von Beginn an keine Zweifel am Sieg aufkommen und erarbeitete sich früh einen kleinen Vorsprung, der peu a peu zum 80:64-Endstand ausgebaut wurde. Neben Faber punkteten Karolin-Ivonn Tsokov und Zoe Ava Hartmann (14) zweistellig für die Gastgeber. Für die Spielgemeinschaft waren Jessica Dahl (16) und Antonia DeMurier (11) die erfolgreichsten Korbjägerinnen. Warten auf den ersten Sieg müssen weiterhin die OSC Junior Panthers. Auch im Heimspiel gegen die bis dato ebenso sieglosen Metropol Girls fehlte dem Tabellenschlusslicht die nötige Konstanz über vier Viertel. Zwar waren die Gastgeber streckenweise sogar das bessere Team, am Ende aber nahmen die Metropol Girls nach dem 62:52-Erfolg die Punkte mit und sprangen in der Tabelle auf Platz 4 (1/2).

Girls Baskets verlieren Tabellenführung

Mit Spannung erwartet wurde die Partie zwischen der TuS Lichterfelde und den Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel. Die hoch gehandelten Gäste hielten sich in der Gruppe Nordost bislang schadlos und waren mit drei Siegen in die Saison gestartet, wussten aber von der Gefahr, die insbesondere von Ausnahmespielerin Satou Sabally ausgeht. Und in der Tat kam es in der Sporthalle Zauritzweg zu einer kleinen Überraschung. Lichterfelde schob sich durch den 79:70-Sieg sogar in der Tabelle vorbei an den Girls Baskets um Nina Rosemeyer (Foto links: Frank Wolters) auf den zweiten Platz. Der Tabellenführer vor dem Spieltag hingegen rutschte auf den dritten Platz ab (3/1).

Die Tabellenführung eroberten die immer stärker einzuschätzenden ChemCats aus Chemnitz. Bei der SG ALBA/BG 2000 Berlin setzten sich die Gäste dank starker Teamleistung (Blanca Stammer 14, Fine Böhmke 14 (Foto rechts), Lucile Peroche 10) mit 64:50 durch. Für die Spielgemeinschaft punktete lediglich Teresa Ramme (14) zweistellig. Chemnitz liegt nun mit drei Siegen und weißer Weste an der Spitze der Gruppe Nordost, die SG ALBA/BG 2000 Berlin (2/2) rangiert hinter dem Spitzentrio auf dem vierten Platz. Zum Duell zweier siegloser Teams kam es am Wochenende in Göttingen. Die Junior-Lions aus Halle gastierten in der Carl-Schumann-Halle beim Team Göttingen. Am Ende sicherten sich die Gäste vor allem dank guten ersten und vierten Abschnitts beim 57:48-Sieg die ersten Punkte der Saison und stellten den Anschluss an die Playoff-Ränge her. Das Team Göttingen wartet dagegen weiterhin auf den ersten Sieg und verbleibt auf dem sechsten Rang.

Die Dragons Rhöndorf haben am vergangenen Wochenende den starken bisherigen Eindruck bestätigt. Mit dem Auswärtsspiel bei der SG Weiterstadt-Kronberg wartete wahrlich keine leichte Aufgabe auf den ungeschlagenen Tabellenführer der Gruppe Südwest. Doch auch im vierten Spiel glänzte der TV durch eine sehr gute Teamleistung (Carlotta Ellenrieder 14, Julia Loock 14, Jessika-Stefanie Schiffer 13) und ergatterte beim 71:47-Erfolg zwei weitere Punkte. Für die SG waren Kaya Schicktanz (12) und Melissa Kolb (11) die besten Werferinnen. In der Tabelle klafft hinter dem Spitzenreiter (4/0) nun eine kleine Lücke, da die Rhein-Main Baskets auf dem zweiten Platz am vergangenen Wochenende spielfrei hatten.

Auf dem dritten Rang folgt nun das Team Mittelhessen, das am vergangenen Wochenende einen zähen Kampf zu überstehen hatte. Beim sieglosen Schlusslicht Pfalz Towers stand der Vorjahresfinalist nach dem dritten Abschnitt stark unter Druck (30:33). Am Ende zogen die Gäste aber den Kopf aus der Schlinge und siegten in einem Low-Score-Game mit 43:39. Den Sprung in die obere Tabellenhälfte verpasst hat der USC Freiburg. Bei den Basket-Girls Rhein-Neckar entwickelte sich ein spannendes Spiel, erst im Schlussabschnitt schraubten die Gastgeberinnen das Ergebnis auf 66:53 in die Höhe. Shanine Matz (20), Helena Rabea Rickert (19) und Anne Zipser (12) waren die erfolgreichsten Schützinnen für die Basket-Girls, auf Seiten der Breisgauerinnen sammelten Felicia Kälble (14), Katharina Hasenauer (12) und Katharina Hirt (11) die meisten Punkte. Freiburg (1/3) stagniert in der Tabelle damit auf dem sechsten Platz, die Basket-Girls Rhein-Neckar (2/1) springen in die Playoff-Ränge.

 

Die Ergebnisse im Überblick:

Gruppe Südost:

TSV 1861 Nördlingen – TSV 1880 Wasserburg 68:62

BSG Basket Ludwigsburg – TS Jahn München 61:45

Team Oberfranken – TV 48 Schwabach 71:56

Gruppe Nordwest:

TSV Hagen 1860 – TC Herne 67:55

Rhein Girls Basket – SG Rhein Berg/Erft 80:64

OSC Junior Panthers – Metropol Girls 52:62

Gruppe Nordost:

TuS Lichterfelde – Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel 79:70

SG ALBA/BG 2000 Berlin – ChemCats Chemnitz 50:64

Team Göttingen – SV Halle Junior Lions 48:57

Gruppe Südwest:

SG Weiterstadt-Kronberg – Rhöndorfer TV 47:71

Basket-Girls Rhein-Neckar – USC Freiburg  66:53

Pfalz Towers – Team Mittelhessen 39:43

 

 

Weitere News

9. Dezember 2016

Abschlusslehrgang der U18-Jungen

DBB-TV mit Isaac Bonga

BongaIsaac2015EM-500

8. Dezember 2016

Erfolgreiche Nationalmannschaft

Spitzen von DBB und easyCredit BBL verständigen sich auf Bündelung der Kräfte und Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs

DBB BBL Logos-500

7. Dezember 2016

Vor der U18-EM: Lars Lagerpusch im Interview

Trainieren trainieren traineren!

LagerpuschLars2016Portrait-500

DBB auf Flickr

Bitte anklicken, um die Slideshow zu öffnen.